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    Intergem zieht positive Bilanz: ähnlich viele Fachbesucher wie 2016

    Eine durchweg zufriedenstellende Bilanz ziehen Messeverein und Intergem-Geschäftsführung nach der 33. Auflage der Internationalen Fachmesse für Edelsteine in der Messe Idar-Oberstein. Kurz vor Messe-Ende stand fest: „Wir werden in etwa die Besucherzahlen von 2016 erreichen“, sagte Intergem-Geschäftsführer Kai-Uwe Hille.

    So wie hier am Stand von Sascha Nebert liefen auf der Intergem Hunderte von Verkaufsgespräche. Unterm Strich waren die meisten Aussteller mit dem Messeverlauf zufrieden. Auch die Besucherzahl bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres. Foto: Manfred Greber
    So wie hier am Stand von Sascha Nebert liefen auf der Intergem Hunderte von Verkaufsgespräche. Unterm Strich waren die meisten Aussteller mit dem Messeverlauf zufrieden. Auch die Besucherzahl bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres.
    Foto: Manfred Greber

    Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

    Damals waren rund 3200 Fachkunden begrüßt worden – das war angesichts eines schwierigen Umfelds eine Steigerung um rund 200 Gäste, was viele Beobachter überraschte, weil andere, deutlich größere Messen damals Einbußen meldeten.

    Am schwierigen Umfeld für eine Luxusbranche angesichts weltweiter Krisen hat sich wenig geändert, und so wertet Messevereinsvorsitzender Konrad Henn die Intergem 2017 durchaus als Erfolg: „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg. Viele Aussteller haben sich uns gegenüber sehr zufrieden geäußert.“ Dass das nicht bei allen der Fall ist, ist klar, zumal es bei der kleinen, aber feinen Fachmesse mit langer Tradition immer schon viel mehr auf die Qualität der Einkäufer ankam als auf die reine Quantität: „Spaziergänger, die über die Gänge bummeln und sich die Schaufenster angucken, helfen uns wenig“, sagte einer der weniger zufriedenen Aussteller gegenüber der NZ. Andererseits sei die Intergem-Teilnahme unabhängig von Schlussbilanzen „immer auch eine Imagewerbung“, unterstrich Henn im abschließenden Pressegespräch. „Nur gemeinsam sind wir stark“, lautet das propagierte Motto. Henn fasst zusammen: „Die Intergem lebt von den vielen Goldschmieden und kleineren Händlern, die vorbeischauen auf der Suche nach dem gewissen Stein, den es oft nur bei uns gibt. Diese Kundschaft sorgt dafür, dass immer etwas zu tun ist. Für die Bilanz reicht das aber meist nicht. Wenn dann aber Großeinkäufer da sind, so wie dieses Jahr, freut uns alle das sehr.“

    Messe-Chef Kai-Uwe Hille berichtet von bemerkenswerten Intergem-Gästen, etwa dem Hongkonger Einkäufer Wallace Chan oder der japanischen Juwelierkette Mikimoto, die auch in den USA oder Hongkong Filialen betreiben. Ob die Einbeziehung des Feiertags am Dienstag etwas gebracht hat – auch darüber gehen die Meinungen je nach Besucherfrequenz am gestrigen Tag auseinander. „Fest steht, dass es logistisch von Vorteil war“, verweist Konrad Henn auf das Lkw-Fahrverbot am Feiertag.

    Gelobt wird immer wieder die familiäre Atmosphäre, und dass man sich auf der Intergem viel Zeit nimmt für die Kundschaft, berichtet Hille. Und Henn erinnert daran, dass die Fachmesse ein nicht zu vernachlässigender Wirtschaftsfaktor für die Edelsteinregion ist: „Wir waren jeden Abend mit anderen Kunden essen, in ganz unterschiedlichen Lokalen. Da war immer alles voll – mehrheitlich mit Steinleuten.“ Auch die Hotels sind übers Intergem-Wochenende im Großraum Idar-Oberstein ausgebucht, die Taxen haben gut zu tun.

    Aus dem Blickwinkel Sicherheit gab es in diesem Jahr keinerlei Vorfälle. Henn und Hille sprachen dem Wachdienst wie auch den Parkplatzordnern ein großes Lob aus: „Wir hören immer wieder, wie freundlich da mit den Gästen umgegangen wird, das hatten wir auch schon anders ...“ Die Get-together-Party am ersten Messetag wurde nicht so angenommen wie erhofft. „Da müssen wir noch feilen“, gesteht Hille ein. Eine große Intergem-Party ist aber derzeit kein Thema, weil von den meisten Ausstellern nicht gewünscht: „Die nutzen den Abend lieber für Kundenpflege im gemütlichen Rahmen“, berichtet Henn. Einen Wunsch hat der Messevereinschef für die Zukunft: „Es wäre klasse, wenn es gelingen würde, die Jahrestagung der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft in die Intergem zu integrieren. Alles unter einem Dach – davon würden beide Seiten profitieren.“ Die DGemG-Tagung findet traditionell zeitgleich mit der Messe im Institut in der Prof.-Schlossmacher-Straße statt. Aber: die Messe verfügt nicht über entsprechende Tagungsräume, zahlreiche Laborgeräte müssten aufwendig ins Gewerbegebiet gebracht werden. Die DGemG war mit einem schönen Stand auf der Messe vertreten und unterstrich einmal mehr die große Fachkompetenz in der Schmuckstadt: „Die hat weltweit keine andere Messe“, sind sich Hille und Henn einig.

     

     

    Stimmen zur 33. Intergem

    Mit den ersten beiden Intergem-Tagen sehr zufrieden war Roman Ruppenthal vom Traditionsedelsteinhaus in Idar. Der Montag sei schwächer gewesen, und die Erwartungen bezüglich des Feiertags seien nicht ganz erfüllt worden. „Auffallend ist, dass mehr und mehr das Außergewöhnliche gesucht wird“, erklärt der Firmenjunior, der vor allem bearbeitete Steine in allen Preisklassen für die Weiterverarbeitung verkauft.

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    Insgesamt zufrieden zeigte sich auch Achim Grimm von der Edelsteinschleiferei Hermann Grimm KG, die von Anfang an, also seit 33 Jahren, bei der Intergem dabei ist. „Es gibt immer mehr Kunden, die auch bereit sind, mal etwas mehr Geld für einen Stein auszugeben“, sagt Grimm, der rund 80 verschiedene Edelsteine in fast allen Größen und Qualitäten anbietet.

    *

    Über „ein gutes Feedback“ hat sich Pia Groh gefreut, die mit drei anderen Absolventinnen die in Idar-Oberstein angesiedelte Fachrichtung Edelstein und Schmuck der Hochschule Trier bei der Intergem repräsentierte. Für die gebürtige Wienerin ist es schon die vierte Messe in diesem Jahr, auf der sie Erfahrungen für ihr Berufsleben sammelt, eine fünfte in Amsterdam folgt. „Viele Besucher waren interessiert an unserem Schmuck und haben sich gefreut, mal etwas Neues zu sehen.“

    *

    Zufrieden mit dem Messeverlauf zeigte sich Urgestein Dieter Hahn, der am Feiertag traditionell Geburtstag feiert. „Angesichts der weltweiten Situation müssen wir sehr zufrieden sein“, meint er. „Ich bin von vielen angesprochen worden, dass die Messe unbedingt bleiben muss. Gerade die vielen kleinen Goldschmiede, die für Individualität und Innovation stehen, finden hier den Service und die Qualität, die sie brauchen.“

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    Seit 1993 auf jeder Messe dabei ist der aus Kiel kommende Charly Alsen mit seiner Firma Opal Country. „Es sind zwar im Vergleich mit anderen Messen nicht viele Kunden, dafür aber sehr interessierte“, fasst er seine Eindrücke zusammen. „Es ergeben sich hier immer zahlreiche Kontakte.“

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    Die „schöne Atmosphäre“ lobt Verena Raub. Die Mitarbeiterin der Firma Giloy, die hochwertigen Schmuck herstellt, fand den Messeverlauf „in Ordnung“. Wichtiger als der direkte Verkauf sei für sie bei der Intergem ohnehin die Präsenz und die zahlreichen Ansprechpartner, die man hier finde.

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    Sehr zufrieden äußerte sich Robert Juchem. Für den Spezialisten für große gravierte Objekte wie etwa Tierfiguren ist die Fachmesse mit ihrem sehr spezifischen Publikum ideal. „Das Publikum war in diesem Jahr sehr international“, hat er beobachtet. „Allerdings kann ich erst etwa in einem halben Jahr etwas Definitives über den Verlauf sagen, da viele erst mal schauen und sich dann den Kauf sehr genau überlegen. So eine große Tiergravur ist ja schließlich auch kein Mitnahmeartikel.“

    *

    Nach Meinung von Goldschmied Wolfgang Wild, der mit anderen Schmuckkünstlern im Forum Design ausstellte, war der Messeverlauf „eher durchwachsen“ und schwächer als im vorigen Jahr. Vor allem am Montag und Dienstag sei der Besuch nicht gut gewesen. Allerdings schätze er immer auch den Austausch unter Kollegen, für den die Intergem auch steht. jst

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