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    Idar-Oberstein: Globus-Gruppe will groß ins Hertiehaus investieren

    Was hat die Globus-Gruppe mit dem ehemaligen Hertie-Gebäude am Platz Auf der Idar in Oberstein vor? Das fragen sich viele, seit das Unternehmen die seit August 2009 verwaiste Immobilie im Juli dieses Jahres übernommen hat. Eine Antwort darauf soll es erst "im Lauf des nächsten Jahres" geben, wie Stadt und Globus jetzt in einer gemeinsamen Pressemitteilung ankündigen. Bis dahin will der neue Eigentümer seine Pläne für das Hertie-Gebäude konkretisieren und ein Nutzungskonzept vorstellen.

    Noch gedulden müssen sich alle, die eine Wiederbelebung des früheren Hertie-Gebäudes herbeisehnen. Die Globus-Gruppe kündigt umfangreiche Investitionen an, die Pläne für die neue Nutzung sollen aber erst 2016 konkretisiert werden.
    Noch gedulden müssen sich alle, die eine Wiederbelebung des früheren Hertie-Gebäudes herbeisehnen. Die Globus-Gruppe kündigt umfangreiche Investitionen an, die Pläne für die neue Nutzung sollen aber erst 2016 konkretisiert werden.
    Foto: Hosser

    Von Kurt Knaudt

    Zunächst seien aufgrund des Zustands der Immobilie aufwendige Untersuchungen und bauliche Maßnahmen notwendig. Vorgesehen sind laut Globus umfangreiche Investitionen, die eine neue Nutzung ermöglichen sollen. Wie die konkret aussieht, steht aber offenkundig noch nicht fest. Die Stadt erhofft sich vom Engagement der Warenhaus-Kette weitreichende Impulse für Oberstein und eine Belebung der Fußgängerzone. "Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen, als Globus das Gebäude im Herbst dieses Jahres übernommen hat. Noch mehr freut es uns, dass das Unternehmen mit saarländischen Wurzeln umfangreich investieren möchte", betont Oberbürgermeister Frank Frühauf.

    Gut Ding braucht Weile: Getreu diesem Motto wolle man sich Schritt für Schritt einer passgenauen Lösung annähern. Die Stadt befinde sich derzeit mit Globus und einem weiteren Projektentwickler in Gesprächen, wie eine bestmögliche Revitalisierung des gesamten Areals ermöglicht und ausgestaltet werden kann. Damit sei nicht nur der Platz Auf der Idar gemeint, sondern dieser übergreifende Ansatz schließe auch das Nahehaus und das frühere C & A-Gebäude ein, erläutert der OB auf Nachfrage unserer Zeitung. "Wir wollen gemeinsam mit allen Beteiligten prüfen, was möglich ist", beschreibt er den Ansatz. Darüber hinaus wollen sich Stadt und Globus-Gruppe als gemeinsame Eigentümer auch zügig des Parkhauses annehmen, kündigt Frühauf an.

    Die Nachricht vom Verkauf des Hertiehauses hatte im Juli eine regelrechte Euphorie nicht nur in der kommunalpolitischen Szene ausgelöst. Auch durch den Kauf des Bahnhofs und die Eröffnung des Lidl-Marktes sei die Erwartungshaltung der Bürger gestiegen, merkte Julia Luthmann, die Vorsitzende der SPD-Fraktion, in ihrer Haushaltsrede am Dienstagabend im Idar-Obersteiner Stadtrat an. "Wir hoffen, dass der neue Eigentümer des Gebäudes bald seine Ideen zur Nutzung vorstellt, um Spekulationen vorzubeugen", meinte sie. Nur eine Belebung dieses zentralen Punktes der oberen Fußgängerzone werde die gesamte Innenstadt beeinflussen, ist die SPD-Sprecherin überzeugt.

    Ähnlich äußerten sich in der Sitzung des Stadtrats auch Armin Korpus für die CDU und Dr. Peter Quint für die Freie Liste. Der Christdemokrat sieht Idar-Oberstein trotz aller Widrigkeiten auf einem "fruchtbaren Weg". Der Bahnhofsvorplatz stelle nach dem Umbau eine optische Verbindung zur Innenstadt dar, unterstrich Quint. Mit Blick auf den Bahnhof, der als Tor zum Nationalpark angesehen werden könne, dürfe man auf viele zusätzliche Touristen hoffen. Es gebe ganz erhebliche Fortschritte: "Das Gejammer vom ewigen Stillstand in Idar-Oberstein ist ganz einfach falsch." Thomas Engel (Freie Liste) hofft jetzt wie viele andere, dass die Globus-Gruppe ein passendes Geschäftsmodell fürs Hertie-Gebäude umsetzt. Sein Credo: "Da vertrauen wir einmal der Globus Holding und ihren Erfahrungen."

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