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    Kreis Birkenfeld

    Günstiger Heizölpreis: Die Zeit der Hamsterkäufe ist schon vorbei

    Die Scheichs ärgert's, die Verbraucher freuen sich: Die Heizölpreise sind momentan so niedrig wie schon lange nicht mehr. Anders als der Benzinpreis richtet sich der Ölpreis fast ausschließlich nach dem Ergebnis, das an der Börse erzielt wird. Und dort erlebt das schwarze Gold derzeit einen kontinuierlichen Preisverfall.

    Nicht nur bei dem Heizölunternehmen Korb aus Ruschberg (Foto), auch bei weiteren Händlern der Region ist die Nachfrage nach Brennstoff sehr gut, aber nicht mit Lieferschwierigkeiten verbunden. Wem das Öl überraschend ausgegangen ist, wird prompt beliefert. Foto: Reiner Drumm
    Nicht nur bei dem Heizölunternehmen Korb aus Ruschberg (Foto), auch bei weiteren Händlern der Region ist die Nachfrage nach Brennstoff sehr gut, aber nicht mit Lieferschwierigkeiten verbunden. Wem das Öl überraschend ausgegangen ist, wird prompt beliefert.
    Foto: Reiner Drumm

    Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

    Dennoch ist die Nachfrage nach Heizöl bei der Total Mineralöl GmbH in Rötsweiler-Nockenthal gut zu bewältigen. "Wir haben keinerlei Lieferprobleme", sagt Mitarbeiterin Andrea Geibel-Emden. Kunden müssten in der Regel Wartezeiten von einer bis zwei Wochen in Kauf nehmen. "Wenn es bei jemandem sehr dringend ist, geht's natürlich auch schneller. Dann wird er irgendwo dazwischengeschoben", sagt Geibel-Emden. Allerdings sei die Zeit der großen Hamsterkäufe schon vorbei. Schließlich seien die Preise schon wieder leicht gestiegen. "Wir hatten Tag, da war das Öl noch 5 oder 6 Cent günstiger als jetzt", sagt sie, blättert in ihren Unterlagen und verrät: "Am Donnerstag, 21. Januar, lag der Einstiegspreis, so wie er an der Börse notiert wird, bei 27 Cent."

    Wer am gestrigen Montag 3000 Liter Öl geordert hat, musste 35,30 Euro für 100 Liter inklusive Mehrwertsteuer bezahlen - insgesamt also 1260,21 Euro. Im Vorjahr war Heizöl knapp doppelt so teuer. Und im Februar 2012 wurden Heizölkunden noch weitaus drastischer zur Kasse gebeten: Literpreise von bis zu 1 Euro waren damals an der Tagesordnung.

    Auch wenn die Preise in den vergangenen Tagen leicht nach oben gegangen sind, einen drastischen Anstieg sieht Andrea Geibel-Emden auf absehbare Zeit nicht. "Das Niveau wird sich in diesem Jahr nicht viel ändern", prophezeit sie.

    Ähnlich sieht die Lage bei der Firma Korb in Ruschberg aus. "Die Nachfrage ist gut, Lieferprobleme gibt es nicht", sagt Firmensprecherin Gudrun Kaiser. Die Leute kauften bei den günstigen Preise viel nach, Großbestellungen seien jedoch eher selten. "Das niedrige Preisniveau hält ja schon ein Dreivierteljahr an", begründet sie.

    "Sehr zufrieden" ist auch Armin Renkel (Schuster und Sohn KG, Idar-Oberstein). "Ich empfehle jedem, jetzt zu kaufen. Auch wenn das Heizöl nun wieder ein paar Cent gestiegen ist, bei dem Preis kann man nichts falsch machen." Allerdings macht Renkel ein anderes Problem aus: das Wetter. Es sei derzeit einfach viel zu warm. "Als Heizöllieferant müsste ich eigentlich den ganzen Tag jammern. Aber wenn ich am Abend nach Hause komme, kann ich mich freuen, dass mein Tank noch so voll ist", sagt er schmunzelnd.

    Kein Wunder also, wenn Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte, einen historischen Höchststand in der Bevorratung sieht. Die niedrigen Preise der vergangenen Monate seien von vielen Verbrauchern genutzt worden. Es lohne sich für die Kunden auch weiterhin, den eigenen Heizölvorrat zu kontrollieren und bei Bedarf aufzufüllen. "Wir haben den preislichen Bodensatz erreicht, und der wird voraussichtlich nicht mehr deutlich unterboten." Dass der Preis in absehbarer Zeit wieder nach oben schnellen wird, damit ist auch nach Funkes Einschätzung nicht zu rechnen. "Dafür ist die Versorgungslage von der Angebotsseite her zu gut. Tendenziell - mit kleineren Schwankungen - wird sich an der Lage voraussichtlich so schnell nichts ändern."

    Die Heizöllieferanten freut natürlich, dass viele Verbraucher gegenüber Ölheizungssystemen nun durchaus wieder positiv eingestellt sind. "Als Folge der günstigen Heizölpreise wurden im vergangenen Jahr 30 Prozent mehr an neuen Brennwertheizungen, oft in Verbindung mit Solaranlagen, verkauft ", weiß Funke.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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