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Idar-Oberstein

Edelsteinminen erhöhen erneut die Eintrittspreise

Zu heftigen Diskussionen im Stadtrat führte der erneute Antrag der Edelsteinminen GmbH, zur Touristensaison 2014 die Preise linear um weitere 50 Cent zu erhöhen. Am Ende einer längeren Diskussion wurde die Erhöhung bei fünf Nein-Stimmen und einer Enthaltung beschlossen.

Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

Thomas Petry (Grüne) hatte vorgerechnet, dass somit der Eintrittspreis für Kinder im Steinkaulenberg und an der Weiherschleife innerhalb von nur zwei Jahren um 50 Prozent von 2 auf 3 Euro steigt: "Das ist das falsche Signal und nicht familienfreundlich". Auch Wolfgang Augenstein (LUB) kritisierte, dass es nicht der richtige Weg sei, auf Besucherrückgänge mit Preiserhöhungen zu reagieren. "Außerdem wollen wir ja das Kombiticket, da müssen wir die Preishoheit behalten."

Die wäre endgültig vorbei, wenn die Gesellschaft (Geschäftsführer: Otto Dickenschied) wie beantragt ein Alleinverfügungsrecht über die Eintrittspreise in den beiden Tourismuseinrichtungen erhält. Dem hat der Hauptausschuss bereits zugestimmt – allerdings prüft derzeit die ADD noch die rechtliche Zuständigkeit dieses Schrittes. Die GmbH begründet die erneute Preiserhöhung mit den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Höhe von mehr als 200 000 Euro – so wurden die Toilettenanlage am Steinkaulenberg und der Verkaufsraum an der Weiherschleife neu eingerichtet. Die Entscheidung sei jetzt nötig, damit zum Beispiel Prospekte in Auftrag gegeben und Anfragen von Reiseveranstaltern beantwortet werden können.

Den Kritikern hielt Bernhard Zwetsch (FDP) entgegen, dass die GmbH Leistungen für die Stadt erbringt: "Dann muss man ihnen auch die Handlungshoheit lassen." Das sehen auch Franz-Josef Gemmel und Marco Loch (SPD) so, die daran erinnerten, dass der Rat quasi eine Art Aufsichtsrat darstelle – "und der mischt sich nicht ins operative Geschäft ein" (Gemmel). Es sei "einfach unfair, hier solch einen Showdown zu veranstalten", kritisierte Armin Korpus (CDU) die Kritiker. Dem hielt Alexander Reinert (LUB) entgegen, dass der Gewinn der Minengesellschaft aus städtischem Eigentum erwirtschaftet werde: "Und da möchten wir eben die Kontrolle behalten. Das hat nichts mit der guten Arbeit der GmbH zu tun."

Idar-Oberstein Birkenfeld
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