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    Idar-Oberstein

    Branche diskutierte über Zukunft der Intergem: Situation nicht bedrohlich

    Wie kann das Profil der Intergem geschärft werden? Und wie können mehr kaufkräftige Fachbesucher angelockt werden? Um diese Kernfragen kreiste die Diskussion bei einer Diskussionsrunde, zu der der Messeverein am Mittwoch alle Aussteller ins Parkhotel eingeladen hatte.

    Ein Ausstellerbeirat soll dabei helfen, die Intergem als Flaggschiff der Edelsteinregion auf Kurs zu halten: Das war einer der Vorschläge, die bei einem ersten Meinungsaustausch zur Zukunft der Fachmesse gemacht wurden.  Foto: Herbert Piel
    Ein Ausstellerbeirat soll dabei helfen, die Intergem als Flaggschiff der Edelsteinregion auf Kurs zu halten: Das war einer der Vorschläge, die bei einem ersten Meinungsaustausch zur Zukunft der Fachmesse gemacht wurden.
    Foto: Herbert Piel

    "Die Situation ist weder desolat noch bedrohlich", machte Dr. Konrad Henn, der Vorsitzende des Messevereins, eingangs des von Christian Jürgens von der Goldschmiede-Zeitung souverän moderierten Abends vor den knapp 50 erschienenen Firmenvertretern deutlich. Doch bei zuletzt sinkenden Ausstellerzahlen müsse man rechtzeitig gegensteuern. "Wie machen wir die Intergem fit für die Zukunft?", laute die Herausforderung. Man habe sich bewusst dafür entschieden, kein fertiges Konzept vorzulegen, weil man den Ausstellern nichts überstülpen wolle. Was Thomas Petsch von der Firma Petsch und Wild gleich zum Widerspruch herausforderte: Er sieht die Geschäftsführung in der Pflicht, denkbare Modelle konzeptionell aufzubereiten. "Wir brauchen ein Konzept, das genau für Idar-Oberstein passt", pflichtete ihm Markus Wild von der Firma Paul Wild bei.

    Es bedürfe einer Marke, meinte Michael Dietz, Wirtschaftsförderer des Landkreises. Daraus resultierten dann alle weiteren Schritte, inklusive der Marketingmaßnahmen. Eine zumindest zeitweise Öffnung der Fachmesse für alle interessierten Besucher ist vorerst kein Thema mehr: Bei einer Befragung im April hatte das Gros der Aussteller sich dagegen ausgesprochen.

    "Wir können nur mit Qualität punkten", betonte Geschäftsführer Kai-Uwe Hille. Das würde, konsequent verwirklicht, allerdings bedeuten, dass es auffällige Lücken in den Hallen gibt. Denn schon jetzt sind bei der Qualität der Exponate Schwankungen nicht zu übersehbar. Zudem ist die Vielfalt längst nicht mehr so groß wie noch in den Anfangsjahren: Die große Mehrheit bietet Edelsteine und keinen Schmuck an. Die Geschäftsführung müsse deshalb verstärkt Klinken putzen und mehr persönliche Kunden- und Kontaktpflege betreiben, um Firmen für die Intergem zurückzugewinnen oder als Aussteller zu halten, forderten manche.

    Constantin Wild hingegen mahnte, das ohnehin schon knapp aufgestellte Messeteam nicht noch mit weiteren Ansprüchen zu überfordern. Es sei vor allem für einen reibungslosen Ablauf zuständig. "Die Intergem ist unsere Messe. Wir müssen bereit sein, mehr dafür zu tun", appellierte er an seine Branchenkollegen. Auf viel Zustimmung stieß sein Vorschlag, einen Ausstellerbeirat einzurichten, um Messeverein und Geschäftsführung zu unterstützen. Diskutiert wurde auch, wer als Fachbesucher durchgehen darf. Die einen stört, dass neben den lupenreinen Kunden zu viele Branchenfremde durch die Hallen streifen. Andere hingegen geben zu bedenken, dass ohne sie zeitweise gähnende Leere herrschen würde. "Dann können wir auch gleich auf die Eröffnung verzichten", zeigte Dieter Hahn eine weitere Konsequenz auf.

    Die Besucherakquise ist eine Herkules-Aufgabe. Man bemühe sich nach Kräften, für die Intergem zu werben, versicherte Kai-Uwe Hille. Dabei sei man aber auch auf die Aussteller angewiesen. Die kostenlose Möglichkeit, zur 30. Auflage im Oktober erstmals personalisierte Gästekarten einzusetzen, sei allerdings nur von vier Firmen genutzt worden. Der begonnene Dialog soll im Januar fortgesetzt werden. Bis dahin soll der Geschäftsführer mit dem Vorstand des Messevereins ein Konzept erarbeiten, in das die diesmal gemachten Vorschläge einfließen.

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