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    Baumholder

    Auf Erfolgskurs: Poledance-Duo will bei WM ganz nach oben

    Erst die erfolgreiche Gründung der eigenen Tanzschule, dann die überwältigende Resonanz nach dem gelungenen Galaabend im April und nun zum wiederholten Mal ein Wettbewerbssieg: Für die Baumholderer Poledancerin Amalia Lang läuft es derzeit mehr als rund. Zusammen mit ihrer Teampartnerin Kayla Burch hat sie die Jury beim Pole Art Croatia mit ihrer artistischen Darbietung überzeugt und Platz eins errungen. Die Krönung des Jahres könnte aber noch kommen: Am Freitag treten die beiden Frauen auf Mallorca bei der Pole-Theater-Weltmeisterschaft an.

    Blumen für die Siegerinnen: Kayla Burch und Amalia Lang (4. und 5. von links) ließen ihre Konkurrenz in Kroatien hinter sich. Foto: privat
    Blumen für die Siegerinnen: Kayla Burch und Amalia Lang (4. und 5. von links) ließen ihre Konkurrenz in Kroatien hinter sich.
    Foto: privat

    Der sportliche Höhenflug scheint für Amalia Lang und Kayla Burch vorerst kein Ende zu nehmen. Mit ihrem Sieg bei einem Pole-Art-Wettbewerb in Kroatien haben sie ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt und ihre Fähigkeiten einmal mehr unter Beweis gestellt. „Wir haben uns riesig über den ersten Platz gefreut“, erzählt Amalia Lang im Gespräch mit der Nahe-Zeitung. Man hört an ihrer Stimme, dass die Freude längst noch nicht verflogen ist. Kein Wunder: Immerhin steckten jede Menge Schweiß und Arbeit in dem viereinhalbminütigen Auftritt, mit dem die beiden der Jury ihre Körperbeherrschung präsentierten. „Wir haben seit Januar für diesen Wettbewerb trainiert“, erzählt die 28-Jährige. „Zwei- bis dreimal am Tag.“ Mehr als ein halbes Jahr Vorbereitung für nicht mal fünf Minuten Performance – das zeigt, wie anspruchsvoll dieser Sport ist.

    In Kroatien siegten sie erneut

    Doch allein mit kunstvollem Stangentanz, der die Fitness der meisten bei Weitem übersteigen würde, war es nicht getan: Die Teampartnerinnen mussten ganz nebenbei noch eine Geschichte erzählen, während sie all ihre Kräfte aufboten, um sich scheinbar spielerisch in luftige Höhen zu schwingen. Artistik trifft Schauspiel sozusagen. „Wir haben zum Thema Terroristenattacken getanzt“, erzählt Amalia Lang. „Die schrecklichen Anschläge in der jüngeren Vergangenheit haben uns dazu bewogen. Am Ende sterbe ich dann auch“, sagt sie. Die Darstellung wurde von Videosequenzen und einem facettenreichen Instrumentalstück umrahmt.

    Dass die Handlung sehr düster ist, streitet die Poledancerin nicht ab, „aber es ist nun mal die Realität.“ Zudem sollte die Aufführung das Publikum dazu bewegen, über den Hass, der sich heutzutage auf so vielen Ebenen immer wieder Bahn bricht, nachzudenken. „Wo ist die Liebe in dieser Welt? Das war die Frage“, sagt Amalia Lang. Die Verarbeitung dieses äußerst brisanten Themas, das die Sicherheit und Freiheit so vieler Menschen berührt, hat die Jury dann auch überzeugen können. Die Tänzerinnen setzten sich gegen sechs andere Teams durch und stürmten ganz nach oben aufs Podest.

    Fünf Teams gilt es zu schlagen

    Dieser Erfolg könnte derweil nur ein Vorgeschmack auf einen noch größeren sein. Denn am Freitagabend treten Amalia Lang und Kayla Burch bei der Pole-Theater-WM auf Mallorca an, für die sie sich mit einem Sieg im vergangenen Jahr und einem Bewerbungsvideo qualifiziert haben. In der Kategorie Drama werden sie dieselbe tragische Geschichte erzählen, die ihnen schon in Kroatien den Sieg gebracht hat – mit ein paar Abwandlungen. „Wir sind gut gerüstet“, sagt Amalia Lang selbstbewusst. „Natürlich sind wir auch nervös. Das wird noch mal eine andere Hausnummer. Wir hoffen, dass wir unter den Top drei landen.“ Fünf andere Teams gilt es zu schlagen.

    Ganz egal, wie das Turnier für die beiden Teampartnerinnen endet, fest steht: Auch abseits der Wettbewerbsbühne läuft es für Amalia Lang sehr gut. Nach dem ausverkauften Galaabend im April, mit dem sie den Zuschauern demonstrierte, dass Poledance so viel mehr ist als schmuddeliger Striptease, war die positive Resonanz enorm. „Das Lob kommt teilweise noch heute bei mir an“, erzählt sie erfreut.

    Ihr Poledance-Studio Zero Gravitiy in der Bahnhofstraße, das schon vor der Veranstaltung recht erfolgreich lief, habe danach einen regelrechten Ansturm erlebt. Mittlerweile hat sie rund 110 Schülerinnen – auch einige Schüler – und drei angestellte Trainerinnen. „Die Leute fragen schon nach einer zweiten Galashow. Ich habe Ticketreservierungen für eine Veranstaltung, die noch gar existiert“ sagt sie lachend. War es im Vorfeld der Show noch ihr Plan gewesen, jedes Jahr solch ein Event auf die Beine zu stellen, ist sie im Nachhinein ein wenig vorsichtiger geworden. „Das Ganze war wirklich mit sehr viel Arbeit verbunden“, betont sie. „Erst lassen wir mal das Wettkampfjahr rumgehen, dann sehen wir weiter.“ Ausgeschlossen sei eine weitere Veranstaltung jedenfalls nicht. Ein Erfolg bei der WM könnte vielleicht ein Anschub sein.

    Von unserem Redakteur Peter Bleyer

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