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    Treis-Karden: Besonderes Bauverfahren fordert Anwohner

    Wer derzeit am Bahnhof in Karden einen Parkplatz ergattern möchte, muss entweder Glück haben oder aber schon recht früh am Morgen dort vorfahren. Aufgrund einer Baustelle der Deutschen Bahn sind die Parkflächen nämlich begrenzt. Vor allem Pendler, die am Bahnhof ihr Auto stehen lassen, um mit dem Zug weiterzufahren, stellt das vor eine Herausforderung. Ausweichflächen gibt es keine. Doch was passiert dort eigentlich gerade?

    Die Bahn erneuert die Eisenbahnüberführungen St. Georgstraße und Herrenstraße in Karden. Die Besonderheit dabei ist, dass beide Bauwerke auf einer Herstellfläche komplett in Fertigteilen als Ganzes betoniert werden und anschließend wie ein Puzzle in die Endlage eingehoben werden.
    Die Bahn erneuert die Eisenbahnüberführungen St. Georgstraße und Herrenstraße in Karden. Die Besonderheit dabei ist, dass beide Bauwerke auf einer Herstellfläche komplett in Fertigteilen als Ganzes betoniert werden und anschließend wie ein Puzzle in die Endlage eingehoben werden.
    Foto: Christoph Bröder

    Die Bahn erneuert die Eisenbahnüberführungen St. Georgstraße und Herrenstraße in Karden. Die Besonderheit dabei ist, dass beide Bauwerke auf einer Herstellfläche komplett in Fertigteilen als Ganzes betoniert werden und anschließend wie ein Puzzle in die Endlage eingehoben und zusammengepresst werden. Für beide Brücken kommen insgesamt fünf schwere Baukräne zum Einsatz. Während der Totalsperrung vom 27. Oktober bis zum 2. November werden die Brückenbereiche in Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde voraussichtlich komplett gesperrt. Bei den erforderlichen Vorarbeiten ist der Zugverkehr kaum beeinträchtigt. Der Straßenverkehr hingegen ist bedingt beeinträchtigt, die Straße zeitweise gesperrt. Der Bahnhof Treis-Karden ist während der Totalsperrung nur aus Richtung Perl anfahrbar. Wie die Deutsche Bahn per E-Mail mitteilt, müssen die beiden Brückenbauwerke wegen ihres baulichen Zustands zur Erhaltung der Streckenqualität erneuert werden. Denn das Baujahr der Bauwerke liege zwischen 1880 und 1900.

    Aus der Sicht von Philipp Thönnes, Ortsbürgermeister von Treis-Karden, ist die Baustelle eine Herausforderung. Vor allem wegen der engen Ortslage sei das ein Problem. „Das Bauunternehmen benötigt dort sehr viel Platz, Parkflächen, die zwar nicht als solche gedacht waren, fallen jetzt weg“, erklärt Thönnes. Die Deutsche Bahn habe aber versprochen, dass sich die Bauzeit durch dieses spezielle Bauverfahren erheblich verkürze. Rund ein Jahr könne so eingespart werden. „Zwar ist das jetzt für die Anwohner sehr intensiv, was da passiert, dafür ist der Zeitraum der Lärmbelästigung aber deutlich kürzer“, kommentiert Thönnes das Geschehen. Ob der veranschlagte Zeitplan wirklich eingehalten werde, bleibe natürlich abzuwarten. „Das kann man vorher nie genau wissen, die Firma, die die Bauarbeiten durchführt, macht aber einen guten Eindruck auf mich“, so der Ortsbürgermeister. Und schließlich habe die Deutsche Bahn ja nur einen relativ kleinen Zeitkorridor vorgegeben, in dem die Bauelemente versetzt werden könnten. „Die Bahn wird schon zusehen, dass das eingehalten wird“, sagt Thönnes und schmunzelt.

    Die Stimmung im Ort sei bisher noch gut, so der Ortschef. Beschwerden seien bei ihm noch keine eingegangen. Zwar wurden Parkverbotsschilder anfangs öfter mal ignoriert, das habe sich mittlerweile aber gebessert. „Pendler dürfen hier morgens derzeit eben nicht zu spät kommen, sonst ist kein Parkplatz mehr da“, sagt Thönnes. Der Park-and-ride-Parkplatz neben dem Bahnhof ist recht klein, einige andere Parkplätze sind Mitarbeitern und Kunden ansässiger Firmen vorbehalten. Thönnes verspricht aber: „Wenn die Bauarbeiten dort abgeschlossen sind, soll der Park-and-ride-Parkplatz vergrößert werden. Denn diese Flächen sind zunehmend gefragt.“

    Von unserem Reporter Christoph Bröder

    Cochem Zell
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