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Ernst/Cochem

Neujahrsschwimmen zwischen Ernst und Cochem: 35 Schwimmer vergnügen sich in der kalten Mosel

Kevin Rühle

Vier Grad hat es an der frischen Luft, wenig wärmer ist das Wasser der Mosel: Etwa 35 Wagemutige stehen am Ernster Ufer und warten auf den Startschuss des Neujahrsschwimmens. Alle zucken zusammen, als die historische Kanone gezündet wird. Ein letztes Mal werden die Reißverschlüsse der schweren Neoprenanzüge kontrolliert, ein junger Mann kippt warmes Wasser aus der Isoflasche in seinen Kragen. Ob das hilft?

Jörg Wronka ist mit schwerem Geschütz angereist. Der Standböller steht normalerweise auf der Burg, die 120 Gramm Schwarzpulver hat der Cochemer bereits eingefüllt. Der Böller wahrscheinlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein paar Meter weiter freut sich Hans-Josef Hilken schon auf das gemeinschaftliche Erlebnis in der Mosel, auf die neue Perspektive auf die Heimat. „Ich hatte bisher immer Dienst, jetzt klappt es endlich“, sagt der Rettungstaucher.

Seit mehr als 20 Jahren ist Jutta Michels bereits bei den Neujahrsschwimmen zwischen Ernst und Cochem dabei. Sie ist Mitglied der Wasserwacht. Wie für alle Schwimmer hat für Michels das Neujahrsschwimmen mit einer Besprechung in der Cochemer Berufsschule begonnen. Dort gab es eine Vorbesprechung, damit alle die Regeln der Veranstaltung kennen.

David Sommer ist der jüngste Schwimmer des Tages. „Es wird kalt und macht bestimmt Spaß“, sagt der 11-Jährige. Mit dabei ist auch sein Vater und Cochemer Jugendpastor Maik.

Die Cochemer Weinkönigin Lisa Laux wünscht den Schwimmern viel Spaß. Ihr scheint allerdings schon bei der bloßen Vorstellung, in die Mosel zu steigen, bitterkalt zu werden. Trotzdem ereilt sie die Forderung der Teilnehmer, in alter Tradition im kommenden Jahr dabei zu sein. Eine Zusage gibt es noch nicht.

Eine knappe Stunde später zittert Kristina Plahusch aus Römerberg auf dem Parkplatz unter der Cochemer Brücke. „Es war schon kalt“, sagt sie. Der Ausstieg musste verlegt werden, da die Strömung des Endertbaches derzeit noch zu stark ist, erklärt Hans-Peter Stein von der Cochemer Wasserwacht. „Dieses Jahr war es einfach toll“, sagt der Taucher. Nur vor Beginn des Neujahrsschwimmens gab es einen kleinen Wermutstropfen. Ein Helfer des Deutschen Roten Kreuzes stürzte aus einem Boot in die Mosel, ein Kollege verletzte sich leicht beim Versuch, ihn wieder ins Trockene zu ziehen.

Von unserem Redakteur Kevin Rühle

Cochem Zell
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