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    Kitas: Kreis braucht 161 Krippenplätze

    Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zwingt den Kreises zu handeln: Ab dem 1. August 2013 müssen die Kommunen auch einjährigen Kindern einen Platz in einer Kita anbieten können. Daher investieren der Kreis und die Kommunen in den Ausbau von Krippenplätzen und haben in den vergangenen Monaten an einem Kindertagesstättenbedarfsplan gearbeitet, der auflistet, wo bis 2014 wie viele Plätze gebraucht werden. Diesen 111-seitigen Bericht hat der Jugendhilfeausschuss jetzt auf der Internetseite des Kreises veröffentlicht.

    Eine Krippengruppe wurde im neuen Haus für Kind und Familie in Kaisersesch eröffnet. Insgesamt gibt's dort zehn Plätze für Einjährige. Die beiden ersten Kleinkinder fühlen sich in der Krippe bereits wohl.
    Eine Krippengruppe wurde im neuen Haus für Kind und Familie in Kaisersesch eröffnet. Insgesamt gibt's dort zehn Plätze für Einjährige. Die beiden ersten Kleinkinder fühlen sich in der Krippe bereits wohl.
    Foto: Brigitte Meier

    Cochem-Zell - Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zwingt den Kreises zu handeln: Ab dem 1. August 2013 müssen die Kommunen auch einjährigen Kindern einen Platz in einer Kita anbieten können. Daher investieren der Kreis und die Kommunen in den Ausbau von Krippenplätzen und haben in den vergangenen Monaten an einem Kindertagesstättenbedarfsplan gearbeitet, der auflistet, wo bis 2014 wie viele Plätze gebraucht werden. Diesen 111-seitigen Bericht hat der Jugendhilfeausschuss jetzt auf der Internetseite des Kreises veröffentlicht.

    Der Kreis fördert mehrere Projekte in den Kindertagesstätten. Den größten Posten nimmt dabei der Ausbau des katholischen Kindergartens St. Servatius in Landkern ein. Für insgesamt 634 000 Euro werden eine weitere Gruppe und Nebenräume eingerichtet. Der Landkreis steuert 111 000 Euro bei, das Land Rheinland-Pfalz fördert das Projekt mit 119 000 Euro.

    Auch der Kindergarten in Cochem-Sehl wird gefördert: Insgesamt gibt es 11 000 Euro vom Kreis. Dort wird eine bestehende reguläre Gruppe in eine Krippengruppe umgewandelt, und damit werden zehn Plätze für Einjährige geschaffen. Mehr Ganztagesplätze sollen in den Gemeinden Faid, Karden und Hambuch geschaffen werden. 20 592 Euro stehen dafür zur Verfügung. Ediger-Eller bekommt für weitere Plätze für Kinder unter drei Jahren 2800 Euro.

    Aus dem Kindertagesstättenbedarfsplan geht hervor, dass die Betreuungsangebote im Kreis in den vergangenen Jahren erheblich ausgeweitet wurden. Zwar geht der Bedarf für Kinder zwischen drei und sechs Jahren stetig zurück, dafür steigt die Zahl der Angebote für unter Dreijährige. Heute gibt es in Cochem-Zell insgesamt 425 Plätze für Kinder unter drei Jahren, 2007 waren es nur 146. Die Zahl der Ganztagsplätze ist im selben Zeitraum um 557 auf jetzt 959 Plätze erhöht worden. In den insgesamt 47 Kindergärten standen im September dieses Jahres 2149 Plätze für drei bis sechsjährige Kinder zur Verfügung, 1829 wurden genutzt. Eine neue Regelung wurde für Kinder eingeführt, die eine Kita außerhalb des eigenen Wohnorts besuchen sollen. Eltern und Gemeinden müssen nun nicht mehr die anteiligen Personalkosten übernehmen. Allerdings muss der Besuch eines auswärtigen Kindergartens vom Jugendamt genehmigt und beim jeweiligen Kindergartenträger beantragt werden.

    Zum Stichtag 1. September gab es im Kreis erst 20 Krippenplätze, zehn in Blankenrath und ebenso viele in Cochem. Mittlerweile können auch im neuen Haus der Familie in Kaisersesch zehn einjährige Kinder betreut werden. Auch in Bruttig-Fankel und Zell-Barl werden momentan Krippengruppen gebaut beziehungsweise stehen vor der Fertigstellung. Weitere Gruppen sind in Ulmen, Landkern, Treis-Karden, Cochem-Sehl, Cochem-Brauheck oder Faid und Binningen geplant.

    Zwar wird die Zahl der Kindergartenplätze in Cochem-Zell bis 2013 laut der Ausbauplanung auf insgesamt 2554 Plätze steigen, jedoch ist die demografische Entwicklung seit vielen Jahren rückläufig. 1990 wurden im Kreis noch 857 Kinder geboren, der bisherige Tiefststand waren 427 Geburten in 2009. Im vergangenen Jahr wurde dieser Trend seit Langem noch einmal gebrochen: 2010 erblickten im Kreis 464 Kinder das Licht der Welt.

    Von unserem Reporter Kevin Rühle

    Probleme bei der Erfüllung des Rechtsanspruchs

    Der Jugendhilfeausschuss sieht in seinem Bericht noch für mehrere Gemeinden Handlungsbedarf, da das vorhandene Platzangebot in Binningen, Blankenrath, Bullay, Lutzerath und Kaifenheim voraussichtlich nicht ausreichen wird. Auf Basis von 460 Geburten im Kindergartenjahr 2010/2011 und einer geplanten Betreuungsquote von 35 Prozent werden kreisweit 161 Krippenplätze benötigt. Trotz der bisherigen Bemühungen werden wahrscheinlich 40 Plätze fehlen. Das Jugendamt hat bereits Vorschläge erarbeitet, um weitere Krippenplätze zu schaffen. ker

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