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Ulmen

Jetzt macht die Stadt Ulmen den Alten Postplatz dicht

Kevin Rühle

Der Verkehr auf dem Alten Postplatz in Ulmen ist dem Stadtrat seit Jahren ein Dorn im Auge. Die eigentlich für Fahrzeuge gesperrte Fläche wird offenbar noch immer, trotz mehrerer Versuche, dies zu unterbinden, häufig befahren. Jetzt will der Stadtrat mit dem jüngsten Beschluss eine „endgültige Lösung“ für das Problem gefunden habe. Poller versperren in Zukunft den Weg.

2014 und 2017 hatten die Ratsmitglieder jeweils beschlossen, zusätzliche Poller aufzustellen, um zum Beispiel Paketfahrern den Zugang zum Alten Postplatz zu versperren. Der Beschluss aus dem Jahr 2014 wurde nicht umgesetzt und die jüngste Regelung brachte ebenfalls keinen Erfolg. Denn aktuell kann jeder Autofahrer problemlos von beiden Seiten aus den Platz befahren. Doch wo ist eigentlich das Problem?

Die Pflastersteine des Alten Postplatzes in Ulmen sind für den Autoverkehr nicht ausgelegt. In den vergangenen Jahren mussten die Mitarbeiter der Stadt immer wieder Steine austauschen. „Die sind nicht von bester Qualität“, bemerkt Bürgermeister Thomas Kerpen. Im Winter wird Schnee durch die Last der Fahrzeuge zusammengepresst. Dadurch entsteht eine dicke Eisschicht, die trotz des von der Stadt verstreuten Splits für Fußgänger gefährlich werden kann.

Um dies zu unterbinden, sollen laut dem Beschluss des Stadtrates nun zwei zusätzliche Poller aufgestellt werden, die den breiten Fußweg und die noch freie Zufahrt versperren. Für den Poller an der Zufahrt sollen Schlüssel an die Feuerwehr und Anwohner ausgegeben werden. Die Bedingung sei allerdings, so Kerpen, dass die Zufahrt jeweils wieder versperrt wird. Zusätzlich wird geprüft, ob der Platz zu einer Fußgängerzone erklärt werden kann.

Während im vergangenen Jahr noch umstritten war, den Alten Postplatz abzuriegeln, wurde der Beschluss jetzt einstimmig gefasst. Damals äußerten Anwohner Kritik, dass es kontraproduktiv sei, den Unternehmern die Arbeit zu erschweren, obwohl sich der Leerstand bereits zum Problem entwickelt habe. Für die Anlieferung will die Stadt nun einen Kurzzeitparkplatz einrichten, der zwischen 8 und 20 Uhr nur jeweils für 30 Minuten genutzt werden darf. Auch die Zweifel, dass diese Lösung tatsächlich fruchtet, waren bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates kein Thema mehr. Vor einem Jahr wurde befürchtet, dass eine zeitliche Begrenzung wirkungslos sei.

Thomas Kerpen betont, dass der Beschluss aus dem vergangenen Jahr umgehend umgesetzt wurde, aber seine Wirkung verfehlt habe. Allerdings entstand schon damals zumindest der Eindruck, dass alle Zufahrten versperrt werden sollten. Jetzt wird sich zeigen, ob tatsächlich eine „endgültige Lösung“ für den Alten Postplatz in Ulmen gefunden wurde.

Weitere Fotos gibt's im Internet unter www.rhein-zeitung.de/ mittelmosel.

Von unserem Redakteur Kevin Rühle
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