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Mittelstrimmig

Der Sportplatz Mittelstrimmig geht in Gemeindehand über

dad

Eine „dicke Akte“ hat der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Zell in seiner jüngsten Sitzung einstimmig „endlich schließen“ können. Jedenfalls, sofern die Kommunalaufsicht zustimmt, hielt Bürgermeister Karl Heinz Simon (SPD) fest. Es geht darum, dass die Sportplatzanlage in Mittelstrimmig entschädigungslos von der VG Zell auf die Ortsgemeinde übertragen wird. Zugleich schließt die Ortsgemeinde Mittelstrimmig als künftige Eigentümerin einen langfristigen, 25 Jahre laufenden Pachtvertrag mit dem Sportverein (SV) Strimmig. Hintergrund der Neuregelung sind unter anderem Zuschussbestimmungen, die mit Blick auf nötige neuerliche Teilsanierung der Anlage zu beachten sind.

Foto: Christoph Bröde

Das Wichtigste verkündete VG-Chef Simon in einem knappen Satz: „Wir sind uns einig.“ Wobei er im Ton der Erleichterung hinzufügte: „Sowohl mit den vier Ortsgemeinden als auch dem SV Strimmig. Die Vertragsentwürfe liegen ihnen vor.“ Simon meinte die Ortsgemeinden Altstrimmig, Forst, Liesenich und Mittelstrimmig. Jahrelang rangen die Dörfer, Verbandsgemeinde und Sportverein um eine „vernünftige und zukunftsträchtige Lösung“ – was die Eigentumsverhältnisse und die Unterhaltungskosten mit Blick auf die Sportplatzanlage in Mittelstrimmig betrifft. Simon: „Ich weiß gar nicht, wie viele Gespräche es in dieser Angelegenheit gegeben hat und wie viele Vertragsentwürfe.“

Der Vertrag, der nun die Zustimmung der VG, der Ortsgemeinden und des Vereins fand, ist die Grundlage dafür, dass „der Verein für die geplanten Projekte entsprechende Zuschüsse beantragen kann“, wie VG-Chef Simon erläuterte. Dazu zählen eine Teilsanierung des eigentlichen Trainingsplatzes, eine Erneuerung der defekten Flutlichtanlage und eine Sanierung des vorhandenen Kioskgebäudes. Diese sind, so heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung, nur möglich, sofern der Landessportbund Zuschüsse gewährt. „Grundlage für eine entsprechende Beantragung über den Verein ist aber jeweils entweder ein langfristiger Pachtvertrag oder aber ein Eigentum an der Anlage.“

Die Variante „langfristiger Pachtvertrag“ soll's nur also sein. VG-Bürgermeister Simon blickte im Zeitraffer zurück:

  • Im Jahr 1975 ging der Sportplatz Mittelstrimmig samt dem Schulgebäude der Grundschule vom Schulverband Strimmig in das Eigentum der VG Zell über.
  • Anfang der 90er-Jahre wurde die Sportplatzanlage komplett saniert und als Rasenplatz ausgebaut. Die Erneuerungskosten wurden – abzüglich der Zuschüsse – von den genannten vier Gemeinden sowie der VG Zell getragen. Was Unterhaltung und Bewirtschaftung der Anlage angeht, wurde zwischen der VG und dem SV Strimmig vereinbart, dass der Verein die Anlage auf eigene Kosten unterhält.
  • Diese Vereinbarung wurde im April 2000 vom Verein gekündigt, weil er sich nicht mehr dazu in der Lage sah, die Kosten aufzubringen. Doch die Kündigung nahm der Verein zurück, der Vertrag wurde bis zum 31. Januar 2004 verlängert. Ortsgemeinden gewährten dem Verein dabei erstmalig einen jährlichen Zuschuss von rund 1800 Euro zu den Unterhaltungskosten.

Seit Ende Januar 2007 wurde die um eine dauerhafte vertragliche Regelung gerungen. Die Parteien vereinbarten mündlich, jährlich die alten Regelungen fortzuführen. Mit dem jetzt vom VG-Rat verabschiedeten Vertragswerk geht die Sportplatzanlage zurück in den Besitz der Ortsgemeinde Mittelstrimmig. Und die VG übernimmt die Kosten für die Teilungsvermessung, auf deren Basis der exakte Zuschnitt des Grundstücks festgelegt wird. Dafür sind 2800 Euro in den Etat eingestellt. David Ditzer

Nicht alles wechselt Besitzer

Von dem jetzt beschlossenen Eigentumsübergang an der Sportplatzanlage Mittelstrimmig ausgenommen sind Geräte und Eigentumsgegenstände, die der Sportverein Strimmig eingebracht hat, vor allem im Kioskgebäude. Der Beschlussvorlage zufolge wird die Verbandsgemeinde Zell weiter einen Zuschuss an den SV leisten, und zwar für die schulische Nutzung des Sportplatzes und für die Nutzung durch die Kindertagesstätte Strimmiger Berg. Dieser Zuschuss liegt seit vielen Jahren bei gut 500 Euro jährlich.

Allerdings prüft die Verwaltung, ob und inwieweit hier eine Anpassung des Betrages infolge von Preissteigerungen erfolgen sollte. Diese Prüfung läuft in Abstimmung mit dem Ältestenrat. dad

Cochem Zell
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