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    Trier/Büchel

    Andacht vor Atomwaffenstandort: Bischof Ackermann betet für Frieden

    Bischof Stephan Ackermann kommt nach Büchel: Der Bischof des Bistums Trier nimmt am Donnerstag, 6. Juli, vor dem Fliegerhorst an einer Friedensandacht teil, zu der die katholische Friedensbewegung Pax Christi einlädt.

    Foto: Helmut Thewalt

    Ackermann will mit Gleichgesinnten für Frieden und die Abschaffung von Atomwaffen beten. Die Andacht wird am Bildstock auf der „Friedenswiese“ an der B 259 gefeiert, der im vergangenen Jahr von Mitgliedern von Pax Christi dort errichtet worden war.

    Foto: Pax Christi

    Ackermann hat sich, nicht zuletzt als Vorsitzender der Deutschen Kommission von Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Friede), immer wieder kritisch zu Atomwaffen geäußert. Erst vor wenigen Tagen hat er die Bundesregierung für ihr Fernbleiben bei der zweiten UN-Vorbereitungskonferenz für ein Verbot von Nuklearwaffen kritisiert und betont, dass es höchste Zeit sei, „die weithin eingetretene Gewöhnung an diese moralisch bedenkliche und gefährliche Form der Friedenssicherung zu überwinden.“ In diesem Punkt müsse sich Deutschland entschiedener als bisher für ein Verbot der Atomwaffen engagieren, machte Bischof Ackermann in einer Pressemitteilung deutlich.

    Der Ort der Friedensandacht hat große Symbolkraft. Der Bildstock war im vergangenen Jahr von katholischen und evangelischen Christen in unmittelbarer Nähe zum Haupttor des Fliegerhorstes errichtet worden, womit die Initiatoren Bezug nehmen wollten auf die regionale Tradition, wonach Christen bei großer Sorge um den Frieden ein Andachtsbild errichten und damit ihre Bitte an Gott um Frieden und den Schutz ihrer Heimat ausdrücken (die RZ berichtete). Der Bildstock hat das bekannte Motiv „Christus zerbricht das Gewehr“ des Künstlers Otto Pankok und ist eine Mahnung, dass „Atomwaffen ein Verbrechen an Gott und der Menschheit sind“, so Pax Christi. Die katholische Friedensorganisation erinnert dabei auch an die Mahnung von Papst Franziskus vom März in seiner Botschaft an die UN-Konferenz: „Wir müssen die atomare Abschreckung hinter uns lassen.“

    Das Friedensgebet mit dem Trierer Bischof beginnt am Donnerstag, 6. Juli, um 15 Uhr am Haupttor des Fliegerhorstes Büchel, wo die Friedensbewegung die letzten Atomwaffen auf deutschem Boden vermutet. Von dort gibt es einen Bittgang zur Friedenswiese, wo die Andacht gefeiert wird. Im Anschluss ist ein Beisammensein mit einer Tasse Kaffee im katholischen Pfarrhaus in Alflen vorgesehen. Veranstalter ist Pax Christi im Bistum Trier. dj

    Cochem Zell
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