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    Wildwest-Flair in Rüber: Wasserbüffel sind da

    Es ist ein ungewöhnlicher Anblick: Vier Wasserbüffel grasen seit Donnerstag auf den Feuchtwiesen im Nothbachtal bei Rüber. Und kaum waren die Rinder mit den gebogenen Hörnern da, wurden sie am frühen Nachmittag von rund zwei Dutzend Presse- und Behördenvertretern begrüßt. „Die haben so schöne Gesichter – richtig zum Knuddeln“, schwärmte eine Frau beim Anblick der Büffel. Die imposanten Tiere antworteten mit lautem Muhen.

    Erst Thür, jetzt Rüber: Vier Karpatische Wasserbüffel grasen seit Donnerstag im Naturschutzgebiet Feuchtwiesen Northbachtal. Sie sollen alles fressen, was ihnen vor die Nase kommt – vor allem Schilf, Rohrkolben und Binsen. Foto: Eugen Lambrecht
    Erst Thür, jetzt Rüber: Vier Karpatische Wasserbüffel grasen seit Donnerstag im Naturschutzgebiet Feuchtwiesen Northbachtal. Sie sollen alles fressen, was ihnen vor die Nase kommt – vor allem Schilf, Rohrkolben und Binsen.
    Foto: Eugen Lambrecht

    Der Wind pfiff den Besuchern um die Ohren. Die Büffel dürfte das raue Wetter weniger gestört haben. Immerhin können sie bei bis zu minus 24 Grad Celsius draußen bleiben. In Südostasien kommen sie beim Pflügen von Reisfeldern und als Lasttiere zum Einsatz. In Rüber sollen sie ein ganz anderes Problem lösen. Das Naturschutzgebiet Feuchtwiesen Nothbachtal hat aufgrund des starken Schilfwuchses an seiner Wertigkeit eingebüßt, die einst artenreiche Fauna ist bedroht. Das könnten die Büffel künftig wieder richten: Sie sollen alles fressen, was ihnen vor die Nase kommt – vor allem Schilf, Rohrkolben und Binsen. Landrat Alexander Saftig zog sich Gummistiefel über die Füße und erklärte: „So wird eine aufwendige maschinelle Freistellung des Gebietes nur noch punktuell erforderlich.“

    Die drei weiblichen Büffel und die Leitkuh gehören dem Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz. Der Nabu stellte die Tiere unentgeltlich zur Verfügung. Es ist das zweite Beweidungsprojekt mit Karpatischen Wasserbüffeln im Kreis Mayen-Koblenz. Das Pilotprojekt in den Thürer Wiesen hat sich bereits erfolgreich etabliert. Dort wurden im Sommer 2016 vier Wasserbüffel angesiedelt. Und zur Freude aller bekamen die Rinder Nachwuchs. Eben der wurde jetzt nach Rüber umgesiedelt.

    Die Stiftung Natur und Umwelt des Landkreises Mayen-Koblenz hat die Ansiedlung der Tiere realisiert. So wurden zunächst Freistellungsarbeiten der Zauntrasse erledigt, bevor ab Anfang August mit dem eigentlichen Zaunbau begonnen wurde. Die Kosten hierfür hat die Stadt Polch übernommen.

    Landrat Saftig scherzte: „Wir begrüßen neue, hoch motivierte und hervorragend qualifizierte Mitarbeiter der Stiftung Natur und Umwelt an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz.“ Und Rübers Ortsbürgermeisterin Karin Butter ergänzte: „Ich habe mir vor drei Jahren gewünscht, dass man hier etwas macht. Und jetzt ist es soweit: Wir können Natur gestalten.“

    Die Umsiedlung der Büffel beschrieb Saftig als Cowboy-Aktion: „Das Einfangen der Tiere und die sichere Überführung von Thür nach Rüber waren nicht einfach. Man sollte wissen, dass wir nicht über zahme Haustierchen reden.“

    In Thür aber seien die Wasserbüffel der Bevölkerung ans Herz gewachsen, so der Landrat weiter. Dies wünsche er sich auch für Rüber. Gerd Klasen, Stadtbürgermeister von Polch, sagte abschließend: „Hier soll ja bald ein Traumpfädchen lang führen. Die Büffel werten den natürlich auf.“

    Von unserem Reporter Eugen Lambrecht

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