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Plaidt

Schwerer Verkehrsunfall auf A61: Gefahrguttransporter kippt bei Plaidt um

Volker Schmidt

Zu einem schweren Unfall ist es am Montagnachmittag auf der Abfahrt der Autobahn 61 nach Plaidt gekommen: Ein Gefahrguttransporter kam in der Ausfahrt nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb im Bereich des Grünstreifens auf der Seite liegen. Die Bergung stellte sich für die vielen Einsatzkräfte als nicht einfach heraus. Denn der Fahrer war zunächst eingeklemmt, und bei der Ladung war Vorsicht geboten.

Zwischen 40 und 50 Einsatzkräfte waren nach Angaben der Feuerwehr am Unfallort. Unter diesen waren neben Polizei und Notarzt auch Feuerwehrleute aus Plaidt, Kruft, Saffig sowie der Umweltzug des Landkreises Mayen-Koblenz. Nach langem Ringen gelang es schließlich, den 36-jährigen Fahrer aus dem Führerhaus zu befreien. Dies dauerte nach Angaben der Polizei mehr als eine Stunde. Entgegen ersten Befürchtungen verletzte sich der Mann bei dem Unfall nur leicht.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)
  • Martin Schleich, Fachberater Chemie der Feuerwehr der VG Pellenz, im Interview. Video: Sascha Ditscher

Als problematisch stellte sich der Umgang mit der Ladung dar. Denn laut Angaben der Feuerwehr hatte der Transporter 20.000 Liter einer explosiven Flüssigkeit geladen. Isobutylmethacrylat, so der Name des Stoffes, gilt laut Internetinformationen als leicht entflammbar und giftig. Wie die Autobahnpolizei Mendig meldete, waren nach dem Unfall aber lediglich Betriebsstoffe ausgelaufen und nicht das Isobutylmethacrylat. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe deshalb nicht, teilte die Polizei am Abend mit. Die Experten berieten am Unfallort darüber, ob sie den Anhänger aufrichten oder die Flüssigkeit abpumpen sollten. Wie sie letztlich vorgingen, war zunächst noch nicht bekannt. Gegen 21 Uhr konnte der Gefahrguttransporter schließlich aufgerichtet und abtransportiert werden. Das schreibt die Polizei in ihrem Abschlussbericht zu dem Unfall.

Während der Bergung war die Auf- und Abfahrt gesperrt. In Fahrtrichtung Köln stand über Stunden nur eine Fahrbahn zur Verfügung. Im Berufsverkehr kam es zu einem Stau von mehreren Kilometern Länge. Als Ursache für den Unfall vermutet die Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit des Lastwagens in der Ausfahrt der Anschlussstelle Plaidt. Der Gesamtschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.

vos/me

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