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    Schacht 518 auf dem Mayener Grubenfeld: Öffnung wird noch teurer

    Die Arbeiten am Schacht 518 auf dem Mayener Grubenfeld werden noch einmal deutlich teurer. In seiner Sitzung am Mittwochabend hat der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig bei drei Enthaltungen seitens der SPD eine überplanmäßige Ausgabe von fast 80.000 Euro bewilligt. Damit summieren sich die Kosten nun auf gut 296.000 Euro. Ursprünglich hatte die Stadt mit Kosten von 120.000 Euro kalkuliert.

    Die Arbeiten am Schacht 518 auf dem Mayener Grubenfeld laufen – allerdings nicht wie geplant: Erst wurde eine illegale Mülldeponie entdeckt, dann gab es Probleme mit der Standsicherheit. Das verursacht Mehrkosten von rund 80.000 Euro. 
    Die Arbeiten am Schacht 518 auf dem Mayener Grubenfeld laufen – allerdings nicht wie geplant: Erst wurde eine illegale Mülldeponie entdeckt, dann gab es Probleme mit der Standsicherheit. Das verursacht Mehrkosten von rund 80.000 Euro. 
    Foto: Andreas Walz

    Die Stadt möchte den Schacht 518 öffnen lassen und einen dauerhaften Zugang zu den Hohlräumen unterhalb des Grubenfelds schaffen. Ein solcher Zugang ist erforderlich, um die Sicherheit des Geländes zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr hatten Messungen ergeben, dass sich eine Straße am Grubenfeld abgesenkt hatte. Nach Ansicht des Landesamts für Geologie und Bergbau besteht in dieser Sache dringender Handlungsbedarf.

    Bereits im Mai hatte sich das Vorhaben im Zuge des Ausschreibungsverfahrens um rund 96.000 Euro verteuert. Nun kommt es zu einer erneuten, unvorhersehbaren Kostensteigerung um fast 80.000 Euro. Dafür sind im Wesentlichen zwei Umstände verantwortlich. Zum einen wurden bei den Arbeiten zur Öffnung des Schachts rund 30 Tonnen Plastikmüll entdeckt, die vor Jahren illegal auf dem Grubenfeld abgeladen worden sind. Die Entsorgung des Mülls schlägt mit Kosten von etwa 17.000 Euro zu Buche. Zum anderen hat sich ergeben, dass die Basis des Schachts nicht standsicher ist. Eine Sicherung ist daher nach Ansicht des Landesamts für Geologie und Bergbau zwingend erforderlich. Das kostet weitere rund 63.000 Euro.

    "Wir haben da ein Fass ohne Boden aufgemacht."

    Helmut Sondermann (SPD)

    „Mit Bauchschmerzen“, wie Hannelore Knabe (CDU) sagte, stimme ihre Fraktion der überplanmäßigen Ausgabe zu – „auch wenn wir nicht wissen, wo das Ganze endet.“ Darauf ging auch Helmut Sondermann (SPD) ein: „Wir haben da ein Fass ohne Boden aufgemacht“, sagte er. Am Anfang sei es ein relativ harmloses Vorhaben gewesen, das mittlerweile aber Kosten von fast 300.000 Euro verschlingt. „Und jetzt kommen wir aus der Nummer nicht mehr heraus.“ Vor diesem Hintergrund mochte die SPD dem Beschlussvorschlag auch nicht zustimmen, wollte aber auch nicht mit Nein votieren. „Wir werden uns enthalten, um der Sache keine Steine in den Weg zu legen“, erläuterte Sondermann. Hans-Georg Schönberg (FWM) verwies mit Blick auf die Sicherheit auf dem Grubenfeld darauf, dass die Politik große Verantwortung trage: „Ich will keinem Bürger sagen müssen, dass wir da weggeschaut haben.“ Daher votierten die FWM für die Ausgabe.

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

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