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Ruitsch

Nach zähem Ringen: Beim Ruitscher Bürgertreff bewegt sich etwas

Daniel Rühle

Nach zähem Ringen um einen größeren Bürgertreff in Ruitsch werden die Pläne nun konkret. Zum Abschluss der Dorfmoderation in den Polcher Stadtteilen stellten Planerin Christiane Hicking und Stadtbürgermeister Gerd Klasen gemeinsam mit dem Ruitscher Ortsvorsteher Günter Martin im größten Polcher Stadtteil die Ergebnisse vor. In den fast zwei Jahren der Zusammenarbeit zwischen Hicking, der Stadt Polch und den Stadtteilen Ruitsch, Kaan und Nettesürsch konnten bereits einige Ideen umgesetzt werden.

Stadtbürgermeister Gerd Klasen (links), Ortsvorsteher Günter Martin (2. von links), Moderatorin Christiane Hicking (2. von rechts) und der Demografiebeauftragte der VG Maifeld Marc Battenfeld (rechts) präsentierten im Bürgertreff den interessierten Ruitschern die Ergebnisse der Dorfmoderation.  Foto:Daniel Rühle
Stadtbürgermeister Gerd Klasen (links), Ortsvorsteher Günter Martin (2. von links), Moderatorin Christiane Hicking (2. von rechts) und der Demografiebeauftragte der VG Maifeld Marc Battenfeld (rechts) präsentierten im Bürgertreff den interessierten Ruitschern die Ergebnisse der Dorfmoderation.
Foto:Daniel Rühle

Das größte Projekt befindet sich allerdings noch in der Planung. Seit Jahren kämpft man in Ruitsch für einen größeren Bürgertreff, erklärte Ortsvorsteher Günter Martin. Das aktuelle Gebäude sei mit Platz für etwa 20 Personen schlicht zu klein für die Bedürfnisse des Dorfes mit knapp 550 Einwohnern.

Stadtbürgermeister Gerd Klasen stellte den interessierten Zuhörern den aktuellen Stand der Planung vor. Der Grundstückerwerb der an den Bürgertreff „Off'm Eck“ anschließenden Scheune soll in nächster Zeit erfolgen. Die Stadt befindet sich in Gesprächen mit dem Eigentümer, sagte Klasen. Auch werde bald ein Architektenwettbewerb für eine Erweiterung des Gebäudes beginnen. Dazu soll die im rückwärtigen Bereich des Bürgertreffs stehende Scheune abgerissen und ein Neubau an das Haus angeschlossen werden, um Platz für bis zu 60 Personen zu bieten. Die Stadt bewirbt sich noch in diesem Jahr um Fördermittel, sodass die Arbeiten spätestens 2019, vielleicht sogar schon in diesem Jahr, starten können.

„Im Jahr 2019 wird hier – sollte nichts Schwerwiegendes dazwischenkommen – am Bürgertreff gearbeitet werden“, versicherte der Bürgermeister den anwesenden Ruitschern. Für die Moderatorin war dies das Hauptanliegen. „Für uns war ein sauberer Abschluss zum Bürgertreff wichtig“, sagte Christiane Hicking. Die Kosten und die Dauer der Erweiterung konnte Klasen im aktuellen Stadium noch nicht beziffern.

Die Ruitscher freuen sich darauf, bald einen größeren Bürgertreff für Veranstaltungen zur Verfügung zu haben, auch wenn noch nicht klar ist, wann genau die Arbeiten abgeschlossen sein werden. „Das haben wir alle gemeinsam mit den Bürgern und Frau Hicking ins Leben gerufen“, resümierte Klasen.

Neben dem Großprojekt Bürgertreff sind in Ruitsch viele Maßnahmen geplant. „Wir haben für 2018 viel vor“, kündigte Günter Martin an. So werden noch in diesem Jahr unter anderem der in das Dorf führende Autobahntunnel verschönert, der Containerplatz neu gestaltet und eine Begrüßungstafel am Ortseingang vorbereitet. Eine Sanierung der Dorfmitte unter Einbeziehung des Baches wird allerdings auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Bereits im vergangenen Jahr konnten die ersten Ideen umgesetzt werden. Neben der Sanierung der Bushaltestelle wurden Ausbesserungen am Ruitscher Friedhof vorgenommen. „Dank Frau Hicking und der Dorfmoderation haben wir große Fortschritte gemacht“, betonte Günter Martin.

Auch in den Stadtteilen Kaan und Nettesürsch wurden einige Ideen umgesetzt. Für Kaan war beispielsweise die bessere Anbindung an den „Paradiesweg“ ein wichtiges Anliegen. In Nettesürsch entstand mithilfe von Sponsoren ein neuer Kinderspielplatz an der ehemaligen Bahntrasse. Auch ist Gerd Klasen stolz auf das vor Kurzem zur Verfügung gestellte Glasfaserinternet in Nettesürsch. „Die Menschen haben ein Anrecht auf diese Anbindung“, sagte der Bürgermeister.

Die aktuelle Veranstaltung war die 13. im Rahmen der Dorfmoderation in den Polcher Stadtteilen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 15.000 Euro. Finanziert wurde die Moderation zum größten Teil mit Fördermitteln des Landes.

Christiane Hicking lobte vor allem die Qualität der Resonanz in Ruitsch. „Die Menschen hier haben gute Ideen. Die Strukturen sind vorbildlich“, stellte die erfahrene Moderatorin fest. Ihre Arbeit in Ruitsch ist nun erfolgreich beendet. Nach der Moderation wird die Verbandsgemeinde die Entwicklung des Dorfes weiter betreuen, versicherte der Demografieexperte Marc Battenfeld von der VG Maifeld.

Von unserem Mitarbeiter Daniel Rühle

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