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Mayoh: Mayens Narren trotzen dem Wintereinbruch

Hilko Röttgers

Christoph Schwab wusste ganz genau, beim wem er sich bedanken musste. „Die Mitarbeiter vom städtischen Bauhof haben heute Morgen einen richtig guten Job gemacht“, sagte der Präsident der Alten Großen Mayener Karnevalsgesellschaft am Rosenmontag, kurz bevor der Umzug durch die Eifelstadt begann. Denn die Arbeit der Bauhof-Leute hat den Triumphzug von Prinz Uli I. durch die Eifelstadt erst möglich gemacht.

Ein Wintereinbruch und mehrere Zentimeter Neuschnee hatten die Mayener Straßen über Nacht zu einer rutschigen Angelegenheit gemacht. Für die Bauhof-Mitarbeiter bedeutete das einen frühen Dienstantritt. Um 4 Uhr am Rosenmontagmorgen begannen sie damit, die Straßen – und damit auch den Zugweg vom Ostbahnhof bis zum Marktplatz – von Schnee und Eis zu räumen.

Und das mit vollem Erfolg. So stand dem närrischen Vergnügen gegen Mittag nichts mehr im Wege – sehr zur Erleichterung von Christoph Schwab, für den der Umzug die Krönung einer erfolgreichen Session darstellte: „Wir haben das ganze Jahr dafür gearbeitet und bringen das heute zu einem sehr guten Abschluss“, sagte der Mayener Karnevalschef, kurz bevor sich der Rosenmontagszug pünktlich um 13.11 Uhr in Bewegung setzte.

Weit mehr als 1000 Teilnehmer machten mit, wie Zugleiter Werner Schäfer verriet. Sie waren in Fußgruppen unterwegs, sorgten in Kapellen für Livemusik oder jubelten als Besatzung der Prunkwagen den mehreren Tausend Zuschauern am Wegesrand zu.

Passend zum Wintereinbruch waren im Zug, der traditionell vom Fanfarenkorps Grün-Weiß angeführt wurde, gleich zwei Gruppen als Schneemänner und Schneefrauen verkleidet. Dass beim Umzug alles glattging, lag möglicherweise auch an einer Gruppe Glücksbringer, deren grüne Kostüme mit Hufeisen, Kleeblättern, Glücksschweinen und -pilzen verziert waren. Und wem eine Überdosis Kamelle Schmerzen verursachte, der konnte sich noch während des Umzugs bei einer Gruppe aus Zahnfeen und Zahnärzten in „Behandlung“ begeben – Risiken und närrische Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen.

Für Völkerverständigung im Zug sorgten unter anderem die Eifelbären. Deren Prunkwagen stellte einerseits einen Oktoberfest-Biergarten dar, beschallte seine Umgebung andererseits aber mit Karnevalshits: „O’zapft is“ op kölsch, sozusagen.

Ein farbenfroher Hingucker war eine Gruppe aus zahlreichen Putzfeen und einem Putzmann – „Leider nur einer“, wie eine der Putzfeen zu Protokoll gab –, deren Kostüme mit bunten Putzschwämmen, Wischlappen und Gummihandschuhen ausgestattet waren. Außer Kamelle brachten die Putzfeen auch Topfreiniger unters jecke Volk – eine saubere Sache!

Nach dem Zug waren dann aber wieder die Profis vom Bauhof gefragt, um für saubere Straßen zu sorgen. Diesmal räumten sie jedoch nicht Schnee und Eis, sondern allerlei Weggeworfenes und Liegengebliebenes.

Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

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