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    In Ochtendung entsteht ein weiteres Baugebiet

    Ochtendung -  Der Gemeinderat Ochtendung hat in der jüngsten Sitzung beschlossen, im Distrikt "Seibertspfad" landwirtschaftliche Nutzflächen in 60 bis 70 Baugrundstücke umzuwandeln.

    Das künftige Wohnbaugebiet "Seibertspfad II" liegt in südlicher Ortslage von Ochtendung unterhalb der ehemaligen Bahntrasse.
    Das künftige Wohnbaugebiet "Seibertspfad II" liegt in südlicher Ortslage von Ochtendung unterhalb der ehemaligen Bahntrasse.
    Foto: Heinz Israel

    Die Gemeinde Ochtendung soll weiter wachsen. Das wünscht sich eine deutliche Mehrheit im Gemeinderat. Das Gremium beschloss in der jüngsten Sitzung, im Distrikt "Seibertspfad" landwirtschaftliche Nutzflächen in 60 bis 70 Baugrundstücke umzuwandeln. Widerstand gegen diese Pläne kam von Ernst Dieckhoff (FWG) und dem fraktionslosen Ratsmitglied Günter Weis.

    Die Erschließungsfläche liegt in südlicher Ortslage, eingerahmt von den Straßen Lindenweg im Osten und Ruitscher Weg/Am Löhberg im Westen. In der Beschlussvorlage wird darauf hingewiesen, dass derzeit keine gemeindeeigenen Baugrundstücke mehr verfügbar seien. Deshalb beabsichtige man eine wohnbauliche Entwicklung südlich der Ortslage im Anschluss an das Baugebiet "Seibertspfad". Das hierzu erstellte Strukturkonzept "Südliche Ortserweiterung" stammt aus dem Jahr 2001 und wurde unter der Regie des damaligen Ortsbürgermeisters Reinhard Theisen erstellt. Die geplante Erweiterungsfläche ist bereits im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde (VG) Maifeld als Wohnbaufläche ausgewiesen.

    "Wir müssen uns erweitern, wenn wir nicht stagnieren wollen", erklärte dazu Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch. Lothar Kalter, Fraktionssprecher der SPD, unterstützte das Vorhaben. Er sieht es als wichtig an, junge Familien anzusiedeln. Ein grundsätzliches Ja kam auch von der CDU-Fraktion. Ihr Sprecher, Thorsten Welling, beantragte aber, die Erschließung privat durchzuführen, das heißt mit einem Investor, um das finanzielle Risiko für die Kommune zu minimieren.

    "Die angestrebte Erweiterung verursacht bei den Freien Wählern starkes Unbehagen", sagte Ernst Dieckhoff. Er verlangte eine sofortige radikale Abkehr von der bisherigen Praxis der wohnbaulichen Entwicklung. Bei einer Begehung habe die FWG rund 90 freie Baugrundstücke im Ort ermittelt. "Durch den Verzicht auf Mehr und Neues gewinnt das Vorhandene an Wert und steigert zwangsläufig die Verkaufsbereitschaft", prognostizierte Dieckhoff. Für ihn habe Ochtendung viel zu bieten. "Wir müssen uns unsere Zuneigung daher nicht teuer erkaufen mit übersubventionierten Grundstücken", ergänzte er. Letzteres lasse die Kassenlage nicht zu.

    Hirsch verwies in ihrer Antwort auf die dreiklassige Grundschule. "Stillstand heißt Rückgang", hieß ihre Devise. Emil Barz (CDU) verwies auf das Beispiel der Gemeinde Welling: "Die Nachbarn rüsten auf", sagte Barz und sprach sich für die Erschließung aus. Die Einkommensteueranteile täten der Gemeinde gut. Günter Weis widersprach: "Hört doch endlich mit dem Konkurrenzdenken auf", schimpfte er. Er fände es nicht gut, wenn alles bebaut oder versiegelt werde.

    Maximilian Mumm, Bürgermeister der VG Maifeld, schaltete sich in die Diskussion ein. Er sah kein Problem darin, die Erschließung von Seibertspfad fortzuführen. Sowohl Thorsten Welling als auch Ernst Dieckhoff verwiesen auf das Problem der demografischen Entwicklung und forderten die Verwaltung auf, die Leerstände im Auge zu behalten. Der Rat beschloss mehrheitlich, den Bebauungsplan aufzustellen und ein Büro mit den Planungsleistungen zu beauftragen. Ernst Dieckhoff stimmte mit Nein, Günter Weis enthielt sich der Stimme.

    Heinz Israel

    Für raschen Ausbau im Gebiet "Polcher Straße West II" gestimmt

    Im kommenden Jahr werden die Straßen im Neubaugebiet "Polcher Straße West II" fix und fertig ausgebaut. Das beschloss der Gemeinderat Ochtendung einstimmig in seiner jüngsten Sitzung. Die Mehrheit der Anlieger hatte sich in einer Informationsveranstaltung vor etwa zwei Wochen für einen raschen Ausbau ausgesprochen (die RZ berichtete). Die Kosten betragen rund 660 000 Euro. In diesem Jahr wird die Planungsleistung (3130 Euro) beauftragt. Der Gemeindeanteil am Ausbau der Straße beträgt 10 Prozent, 90 Prozent zahlen die Grundstückseigentümer. Mit dem Baubeginn wird im Frühjahr 2014 gerechnet. Nach dem Ausbau können die Bauherren ihre Außenanlagen den tatsächlichen Straßenhöhen leichter anpassen. hi

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