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Mayen

Geheimnis gelüftet: Uli Walsdorf wird Mayener Narren regieren

Elvira Bell

Begeistert sind die Karnevalsjecken und närrischen Korporationen am Elften im Elften in Mayen in die Fünfte Jahreszeit gestartet. Nach dem Auftakt um 11.11 Uhr auf dem Marktplatz stand am Samstagabend die erste Saalveranstaltung auf dem Programm. Denn am Ende der karnevalsfreien Durststrecke kann die Alte Große Mayener Karnevalsgesellschaft mit einem neuen Regenten punkten.

Spekuliert wurde schon lange, wer in der anstehenden Kampagne die Jecken regieren wird. Dies ist seit Samstagabend nun offiziell bekannt. Frenetischer Applaus brandete in der Halle 129 auf, als Christoph Schwab, der Präsident der Alten Großen, das bis dahin streng gehütete Geheimnis lüftete. Uli Walsdorf – noch in zivil, aber schon so richtig heiß auf seine anstehende Regentschaft – wird das närrische Zepter schwingen.

Die Prinzenvorstellung mit dem anschließenden bunten Programm war geprägt von Emotionen und rührenden Worten. Ein wunderschönes buntes Bild bot sich dem künftigen Prinzen und seinem Hofstaat von der Bühne aus: Bunt kostümierte Jecken und Karnevalisten in ihren Uniformen bevölkerten die Halle 129 bis in den letzten Winkel. „Das ist ja Wahnsinn“, erklärte Walsdorf sichtlich gerührt.

Und so manch eine der zahlreichen anwesenden Ex-Tollitäten wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel, als der künftige Prinz aus den Händen seiner Vorgängerin Heike I. den Kelch in Empfang nehmen konnte. „Der Kelch hat in unserer Familie eine lange Tradition“, erklärte die erste Alleinherrscherin der Mayener Faasenacht. Denn bereits ihre Eltern – sie regierten in der Session 1996 als Prinz Hans III. und Prinzessin Kornelia I. – und auch ihr Bruder Prinz Sven I. hatten das königliche Trinkgefäß in ihrem Besitz.

Seinem Motto „Faasenacht, dat es ohs Freud, drüm rockt met us, ihr lewe Leut“ ließ der designierte Prinz direkt Taten folgen. Gemeinsam mit seinem Hofstaat, bestehend aus seiner Frau Nicole und seiner Schwester Silvia Hölzer sowie seinen Freunden Hofnarr Peter Ospel und Mundschenk Heinz Spurzem, präsentierte der Geschäftsführer der Alten Großen Mayener Karnevalsgesellschaft seine beiden Sessionslieder: „Faasenacht, dat es ohs Freud“ und „Ein Traum würd für mech wohr als Prinz en düsem Johr“. Karnevalistisches Blut geleckt hatte der 52-jährige zweifache Familienvater bereits 2005 als Hofnarr im Hofstaat von Prinz Udo und Prinzessin Uschi. „Von da an wuchs der Wunsch, einmal selbst Prinz zu werden, von Jahr zu Jahr“, sagte Walsdorf unserer Zeitung.

Im Jahr 2013 hatte Uli Walsdorf mit den Planungen für seine Regentschaft begonnen. Der rührige Ehrenamtler ist in Mayen kein Unbekannter. Walsdorf ist nicht nur Vorstandsmitglied bei der Alten Großen, sondern auch Mitglied in der Hofnarrenvereinigung sowie stellvertretender Wehrleiter der Stadt Mayen. Vor ihm waren bereits Prinzessin Christa und Prinz Ferd sowie Prinz Jürgen, Prinz Sierk und Prinz Andreas aus den Reihen der Mayener Feuerwehr in den karnevalistischen Adelsstand erhoben worden. „Die starken Feuerwehrmöhnen werden mich und meinen Hofstaat unterstützen, und die Kameraden werden mit einer Fußgruppe am Rosenmontagsumzug dabei sein“, kündigte Walsdorf an. Auf den Narrenthron gehoben wird der neue Prinz am 7. Januar um 14 Uhr bei der Proklamation im Saal des neuen Rathauses.

Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

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