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Kalt

Dorfjubiläum: Kalter Fest steht auf der Kippe

Die Feierlichkeiten zum Kalter Dorfjubiläum im kommenden Jahr stehen auf der Kippe. Mit einem entsprechenden Weckruf hat Ortsbürgermeister Willi Probstfeld nun die Einwohner des Maifeldortes aufgefordert, bei den Planungen zu helfen.

Kalt kann auf eine mehr als 800 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Das wollen die Einwohner im August 2016 feiern. Bislang gibt es allerdings zu wenig Helfer, das Fest steht auf der Kippe. Ortsbürgermeister Willi Probstfeld, von dem das Foto stammt, hofft nun auf weitere Freiwillige.
Kalt kann auf eine mehr als 800 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Das wollen die Einwohner im August 2016 feiern. Bislang gibt es allerdings zu wenig Helfer, das Fest steht auf der Kippe. Ortsbürgermeister Willi Probstfeld, von dem das Foto stammt, hofft nun auf weitere Freiwillige.

Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

Finden sich nicht genug Freiwillige, muss das für den 28. August 2016 angedachte Dorffest zum 800-jährigen Bestehen abgesagt werden. Es gebe bislang zu wenig Helfer, beklagt der Ortschef.

Drei bis vier Mal hat sich der Festausschuss im vergangenen Jahr getroffen, um die große Jubiläumsfeier vorzubereiten. Von Treffen zu Treffen sei die Zahl der Teilnehmer geringer geworden, sagt Probstfeld. "Es hat immer etwas geschwankt. Am Ende waren es aber deutlich weniger als am Anfang." Bei einer Umfrage im Dorf, die den Zusammenkünften des Festausschusses vorausging, hätte sich noch eine ganze Reihe an Interessierten gefunden. Die Bereitschaft habe im Laufe der Zeit allerdings merklich nachgelassen. An einzelnen Personen will Probstfeld das Problem nicht festmachen. "Aber es ist klar, dass ich mich nicht wie bei den sonstigen Dorffesten von A bis Z um alles kümmern kann. Die Aufgabe muss auf mehrere Schultern verteilt werden, ich brauche Hilfe", betont er. Mit seinem Weckruf wolle er darauf hinweisen, dass es dringend weiterer Ehrenamtlicher bedürfe. In einer öffentlichen Mitteilung heißt es daher: "Konkret geplant, organisiert und geregelt ist bisher nur wenig und es erscheint fraglich, ob es bei allem Respekt vor dem Einsatzwillen und der Bereitschaft weniger verbleibender Personen möglich ist, das geplante Fest durchzuführen."

Ideen für die Feier im August kommenden Jahres sind gefunden. Wie Probstfeld ausführt, werden nun weitere Personen für den Organisationsstab benötigt. In verschiedenen Arbeitsgruppen sollen die Planungen vorangetrieben werden.

Vorgesehen ist es, die Höfe des Dorfes zu öffnen, um dort verschiedene Angebote zu präsentieren. Neben Essen und Trinken soll es Kinderunterhaltung und Marktstände mit Kunsthandwerk und ähnlichen Dingen geben. Darüber hinaus sollen alte landwirtschaftliche Geräte gezeigt, Musik dargeboten und ein kleines Theaterstück aufgeführt werden. Außerdem ist eine Festschrift in Arbeit, an der auch Ortschef Probstfeld mitwirkt. Vorbilder für das Fest seien die Jubiläumsfeierlichkeiten der vergangenen Jahre in Pillig und Mertloch. "Wir wollen aber nicht nur Ideen übernehmen, sondern auch eigene umsetzen", sagt Probstfeld. Als unrealistisch herausgestellt habe sich eine ursprüngliche Überlegung, das Fest auf zwei Tage auszudehnen. Die übrigen Ansätze sollen jedoch weiterverfolgt werden.

Wie der Bürgermeister erläutert, haben sich mehrere Vereine bereit erklärt, bei der praktischen Umsetzung der Ideen im August 2016 zu unterstützen. Wichtig sei es jetzt allerdings, genug Freiwillige zu finden, die bei der Planung helfen. "Noch sind es eineinhalb Jahre. Aber wir müssen nun ran", sagt er.

Der Festausschuss trifft sich zur nächsten Sitzung am Dienstag, 20. Januar, um 19.30 Uhr im Dorftreff. Eingeladen sind nicht nur die bisherigen Mitglieder, sondern auch weitere Interessierte, die sich für die Jubiläumsfeierlichkeiten engagieren wollen.

Wissenschaftler uneins: Wie alt ist Kalt wirklich?

Bis zum Sommer 2014 wurde das Jahr 1216 für Kalt als Gründungsjahr erachtet. Grundlage dafür ist eine Urkunde aus diesem Jahr, in dem der Ort erwähnt wird. Demnach wäre Kalt mindestens 800 Jahre alt. Während der Arbeit an der Festschrift zum Jubiläum gab es Nachforschungen. Dabei stieß ein Wissenschaftler auf eine Urkunde aus der Zeit zwischen 1008 und 1016. So wurde zwischenzeitlich überlegt, das Jubiläumsfest in eine 1000-Jahr-Feier umzubenennen. Doch wird darin Kalt wirklich erwähnt? Darüber streiten sich die Experten, denn einer von drei Orten in dem Dokument ist nicht eindeutig lesbar. Allerdings ist eine noch frühere Erwähnung belegt. In einer Urkunde aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts taucht Kalt ebenfalls auf, sodass der Ort älter als 800 Jahre sein muss. afu

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