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    Die Verbandsgemeinde Pellenz erwartet einen Überschuss

    Die Verbandsgemeinde Pellenz erwartet im kommenden Jahr einen Überschuss von knapp 38 000 Euro. Das geht aus dem Haushaltsplan hervor, den der VG-Rat nun mit einer Gegenstimme beschlossen hat. Der Haushalt kann jedoch nur ausgeglichen werden, weil die VG für Investitionen einen neuen Kredit von rund 3 Millionen Euro aufnehmen will.

    Rund eine Million Euro ist für die Sanierung der Grundschule in Nickenich im Haushalt 2015 der VG Pellenz eingeplant.
    Rund eine Million Euro ist für die Sanierung der Grundschule in Nickenich im Haushalt 2015 der VG Pellenz eingeplant.
    Foto: Yvonne Stock

    Von unserer Mitarbeiterin Yvonne Stock

    Einige große Ausgabenpunkte sprach Bürgermeister Klaus Bell (CDU) in seiner rund halbstündigen Haushaltsrede an: Rund 3,2 Millionen Euro sind eingeplant für den Neubau des Rathauses in Plaidt, rund 1 Million Euro soll in die Sanierung der Grundschule Nickenich fließen, und für rund 90 000 Euro soll die Nickenicher Feuerwehr ein neues Kleinlöschfahrzeug bekommen. Für den Ankauf von Gewässerrandstreifen sind 100 000 Euro veranschlagt und 20 000 als Zuwendung für die mit den Verbandsgemeinden Brohltal und Mendig geplante Touristikinformation Laacher See.

    "Wir erwarten bis Ende des Jahres den Bewilligungsbescheid zum Landeszuschuss", sagte Bell mit Blick auf den Rathausneubau, der wegen der schwierigen Bodenbeschaffenheit teurer wird als ursprünglich geplant (die RZ berichtete). Er rechne damit, dass dieser 1,8 Millionen Euro betrage. "Im ersten Quartal des kommenden Jahres wollen wir die Ausschreibung auf den Weg bringen", sagte Bell. Baubeginn sei für Ende Frühjahr oder Anfang Sommer geplant, Ende 2016 soll das Gebäude fertig sein. In dieser Zeit wolle sich die VG auch um den Verkauf des alten Rathauses inklusive Wohnhaus in Andernach bemühen, so Bell.

    Die CDU-Fraktion hält den Standort weiter für richtig", betonte Fraktionschef Rudolf Schneichel mit Blick auf die Debatte, ob die schwierige Bodenbeschaffenheit in Plaidt nicht bereits bei der Planung hätte klar sein müssen. "Ich vermisse Vorschläge, wie man kostengünstiger bauen könnte", kritisierte Harald Heider (FDP).

    Zur Sanierung der Nickenicher Grundschule sagte Schneichel, dass diese die VG vor eine große Herausforderung stelle. Insgesamt soll dieses Projekt nach Angaben von Bell 4,7 Millionen Euro kosten, die VG erwarte aber Zuschüsse. Er verwies auf ein Gutachten, nachdem "die sanierte Schule auch im laufenden Unterhalt geringfügig teurer sein würde, als ein Neubau".

    Bell sprach zudem das Problem an, dass die Schule für die Schülerzahl zu groß sei. Hier müsse sich die Ortsgemeinde positionieren, ob sie das Untergeschoss für eigene Zwecke nutzen und mitfinanzieren wolle. Schneichel sagte, dass die CDU-Fraktion trotz der Probleme für eine Sanierung der Schule sei. Ob neu gebaut oder saniert wird, ist aber noch nicht entschieden. Es wird weiter in den zuständigen Gremien beraten. 35 000 bis 40 000 Euro sollen 2015 laut Bell in die Grundschule Saffig fließen - für den Einbau von Akustikdecken,sowie die Sanierung zweier Klassenräume, des Flurs und des Treppenhauses.

    FDP-Mann Heider kritisierte die geplante Beteiligung der VG an der Tourismus-Info. Denn die Pellenz könne, von Nickenich abgesehen, touristisch nicht vermarktet werden. CDU-Mann Schneichel erwartet von der Zusammenarbeit hingegen eine professionellere Vermarktung der Region. SPD-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Anheier erhofft sich die Etablierung der Ferienregion als Marke. Bell äußerte zudem den Eindruck, dass die Gaststätten in der Pellenz von der eigenen Bevölkerung nicht mehr so gut leben könnten. Er erhoffe sich für sie positive Impulse.

    Anheier betonte mit Blick auf die geplante Stellenkürzung in der VG von 62,4 auf 60,3, dass dadurch der Bürgerservice nicht beeinflusst werde. Es fehle aber ein Personalzukunftskonzept. Das fordere man für 2015 ein.

    Heider betonte mit Blick auf die 8,7 Millionen Euro Verbindlichkeiten, dass die VG sich mehr anstrengen müsse, um diese nicht als Hypothek der nächsten Generation zu hinterlassen. Er stimmte als einziges Ratsmitglied dem Haushaltsplan nicht zu. Schneichel betonte, dass ihn die Lage der Kommunen viel mehr besorge, weil sie nicht nur wie die VG Kredite für Investitionen aufnehmen müssten, sondern nicht einmal die laufenden Kosten decken könnten. "Da müssen wir um Entlastung kämpfen", forderte Schneichel. Er erinnerte zudem an den Antrag der CDU, 3000 Euro für ein Jugendtaxi im Haushalt 2015 einzuplanen.

    Etat in Kürze

    Summe Erträge: 8,019 Mio. Euro

    Summe Aufwendungen: 7,981 Mio

    davon Personalauszahlungen: 3,726 Millionen

    Jahresüberschuss: 37 653 Euro

    Investitionskredit: 3,024 Mio.

    Erwarteter Stand Verbindlichkeiten Ende 2015: 8,712 Millionen

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