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Andernach

Damit Notfallpatienten weiterhin in Andernach landen können: Rhein-Mosel-Fachklinik
 schafft Platz für Rettungsflieger

Auf dem Gelände der Andernacher Rhein-Mosel-Fachklinik (RMF) rollen die Bagger: Zwischen dem Klinischen Zentrum und dem Pavillon am Ententeich entsteht ein Hubschrauberlandeplatz. Unsere Zeitung hat mit dem Kaufmännischen Direktor der RMF, Werner Schmitt, darüber gesprochen, was sich für Patienten und Anwohner ändert.

Bagger bereiten auf dem Gelände der Rhein-Mosel-Fachklinik die Fläche vor, auf der künftig Rettungshubschrauber landen werden. Besonders Schlaganfallpatienten sind darauf angewiesen, so schnell wie möglich intensivmedizinisch versorgt zu werden.
Bagger bereiten auf dem Gelände der Rhein-Mosel-Fachklinik die Fläche vor, auf der künftig Rettungshubschrauber landen werden. Besonders Schlaganfallpatienten sind darauf angewiesen, so schnell wie möglich intensivmedizinisch versorgt zu werden.
Foto: Sascha Ditscher

Dass Rettungshubschrauber das Gelände anfliegen, ist zunächst einmal nichts Neues: Auch heute schon müssen Notfallpatienten in bestimmten Fällen über den Luftweg in die RMF gebracht werden. Das liegt in dem neurologischen Schwerpunkt der Klinik begründet, erklärt Schmitt: „Patienten mit akuten Krankheitsbildern der Neurologie sind oft darauf angewiesen, so schnell wie möglich intensivmedizinisch versorgt zu werden.“ Dazu gehören etwa Schlaganfallpatienten, bei denen jede Minute zählt: „Je schneller die Versorgung, desto geringer die Folgeschäden“, bringt Schmitt es auf den Punkt.

Bisher landeten Hubschrauber auf der grünen Wiese

Von der Rheinschiene hoch bis zur Grenze zu Nordrhein-Westfalen, aus der Verbandsgemeinde Weißenthurm sowie aus der Eifel kommen die Patienten in die sogenannte Stroke Unit der RMF, die auf die Behandlung von Schlaganfallpatienten spezialisiert ist. Die Rettungshubschrauber landeten bisher auf der grünen Wiese nahe dem Klinischen Zentrum – aufgrund einer neuen EU-Norm ist das künftig aber nicht mehr möglich. Ein Landeplatz muss bestimmte Kriterien erfüllen, damit die Luftrettungsunternehmen diesen anfliegen dürfen.

Deswegen investiert die RMF jetzt in einen solchen Hubschrauberplatz: 22 mal 22 Meter misst die dafür verwendete Fläche insgesamt. Hubschrauber landen in der 15 mal 15 Meter großen Innenfläche des Areals. Außerdem wird ein befestigter Weg angelegt, über den die Patienten so schnell wie möglich zur Weiterbehandlung ins Klinische Zentrum gebracht werden können. Kürzer als bisher wird der Weg ins Klinikgebäude nicht, „aber für die Patienten etwas komfortabler“, beschreibt Schmitt.

800 Schlaganfallpatienten pro Jahr

150.000 Euro investiert die RMF in den Hubschrauberlandeplatz: „Diese finanzielle Größenordnung ist für solch ein wichtiges Projekt absolut vertretbar“, betont der Kaufmännische Direktor. Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Monats abgeschlossen werden, danach meldet die Klinik die Koordinaten des neuen Landeplatzes an die Behörden.

Zur Einrichtung der Landestelle gehört auch, dass An- und Abflugwege für die Rettungshubschrauber ausgewiesen werden. Diese führen über Wohngebiete – über eine vermehrte Lärmbelastung müssen sich Anwohner aber keine Sorgen machen, erklärt Schmitt: „Ein Großteil unserer Notfallpatienten wird wie bisher mit dem Rettungswagen in die Klinik eingeliefert. Wir erwarten keinen wesentlichen Anstieg der Flugbewegungen.“ Mehr als 800 Schlaganfallpatienten werden jährlich in der Stroke Unit des RMF behandelt. Damit gehört die Klinik zu den regionalen Schlaganfallzentren mit den höchsten Fallzahlen in Rheinland-Pfalz.

RMF ist auf die Behandlung schwerer neurologischer Erkrankungen spezialisiert

Die Abteilung für Neurologie und Klinische Neurophysiologie der Andernacher RMF verfügt über eine regionale Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) mit acht Betten zur optimalen Versorgung der Patienten. Außerdem betreibt die Klinik eine Neurologische Intensivstation mit fünf Beatmungsbetten. Dort werden Patienten behandelt, die unter lebensbedrohlichen neurologischen Erkrankungen leiden, die beispielsweise mit Hirnblutungen oder Krampfanfällen einhergehen.

Seit dem vergangenen Jahr verfügt die Klinik über ein MRT-Gerät und kann damit im Bereich der Diagnostik die volle Bandbreite bildgebender Verfahren anbieten. Seit 2011 können Patienten auch teilstationär in der neurologischen Tagesklinik behandelt werden. mko

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