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    Bekenntnis zu Mayen stärkt Wirtschaftskraft

    Mit Ausnahme von Kalkar am Niederrhein hat kein Bundeswehrstandort derart von der Strukturreform profitiert wie Mayen. Die Zahl der Dienstposten (zivile und militärische Mitarbeiter) steigt von 570 auf 1040, unter anderem begünstigt vom Umzug des Bataillons für Operative Information 950 aus Koblenz in die Osteifel. Politiker aus Mayen machen sich Hoffnung, dass mit der Stärkung des Standortes das "Haus im Möhren" eine dauerhafte Bleibe in der Stadt finden wird.

    Seit eineinhalb Jahren hat sich im oder am "Haus im Möhren" nichts mehr bewegt. Jetzt, nach dem Bekenntnis der Bundeswehr zum Standort Mayen, besteht berechtigte Hoffnung, dass das Haus zur Soldatenbetreuung umgebaut wird.
    Seit eineinhalb Jahren hat sich im oder am "Haus im Möhren" nichts mehr bewegt. Jetzt, nach dem Bekenntnis der Bundeswehr zum Standort Mayen, besteht berechtigte Hoffnung, dass das Haus zur Soldatenbetreuung umgebaut wird.
    Foto: Andreas Walz

    Vor anderthalb Jahren war das Veranstaltungsgebäude, das der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldaten (KAS) gehört, mit dem Ziel geschlossen worden, dass es nach zeitgemäßen Kriterien für Soldaten und deren Familien umgebaut werden sollte. Als Berlin ankündigte, die Bundeswehr zu verkleinern, wurde das Projekt vorläufig gestoppt. Jetzt dürften die fertigen Planungen, die Investitionen von unter einer Million Euro nach sich ziehen, umgesetzt werden. Die Leitung der KAS nimmt dazu noch keine Stellung.

    "Unser großes Sorgenkind dürfte jetzt gerettet sein. Denn es besteht wohl ein sicherer Bedarf dafür", sagt Ekkehard Raab, der FDP-Fraktionschef im Mayener Stadtrat. Oberbürgermeisterin Veronika Fischer verspricht: "Nun wollen wir mit Nachdruck auch die Umbaumaßnahmen weiter verfolgen."

    Generell ließ die Nachricht aus Berlin die Kommunalpolitiker frohlocken. Für die Wirtschaftskraft Mayens und der Region ist der Zuzug von Soldaten und deren Familien "von Vorteil", sagte Raab. Fischer ("der Fortbestand ist ein Glücksfall") rechnet sich aus, dass die Entscheidung "die Kaufkraft stärkt und Arbeitsplätze schafft". Hans-Georg Schönberg (FWM) erwartet sich starke Impulse für den darbenden Immobilienmarkt - und für Mayens Baugebiete. "Jetzt werden wir endlich unsere Baugebiete vollkriegen", sagt der FWM-Fraktionschef. Als "vernünftig" bezeichnet Hans Grünewald, CDU-Fraktionsvize und Vorsitzender des Reservistenverbandes, die Botschaft aus Berlin. Denn nun werde in Mayen an Spezialkräften das zusammengeführt, was zusammengehört.

    Siegmar Stenner (SPD) betont, dass die Nähe der Bundeswehr positiv auf die Gesellschaft ausstrahlt. "Sie trägt zum Verständnis von Soldaten und Zivilisten bei. Die Kaserne leistet ihren Beitrag zur Ausbildung, indem Soldaten angeregt werden, einen Beruf zu ergreifen", sagt Kürrenbergs Ortsvorsteher. Gut 900 Soldaten und 50 Zivilisten wird die Mayener Kaserne stark sein, die übrigen Posten verteilen sich auf Standorte in der Stadt. Werden alle Posten in der Kaserne untergebracht werden können? "Noch ist kein Platz", sagt der stellvertretende Kommandeur, Oberst Horst Schallenberg. Aber es werden die Bauvorhaben, die auf Eis gelegt waren, wohl zügig vorangetrieben. Dass das Wirtschaftsgebäude, am 4. Oktober in Dienst gestellt und für gut 300 Soldaten im Kantinenbereich ausgelegt, jetzt schon zu klein ist, glaubt Schallenberg nicht. Es seien ja nie alle Soldaten und Zivilisten zur gleichen Zeit in der Kaserne, ein Teil ist im Einsatz. Schallenberg: "Wir haben nie alle gleichzeitig auf der Matte stehen."

    Thomas Brost

    Mayen-Andernach
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