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Winningen-Güls: Riesenbaustelle entlang der Mosel

Güls/Winningen – Eine wahre Materialschlacht hat am Montag auf der B 416 zwischen Winningen und Güls begonnen, sagt Thomas Kneip von der Straßenmeisterei Alf-Cochem-Koblenz beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz.

In der vergangenen Woche wurde die bergseitige Spur der B 416 zwischen Güls und Winningen abgefräst, seit Montag wird hier tonnenweise Asphaltbinder aufgebracht.
In der vergangenen Woche wurde die bergseitige Spur der B 416 zwischen Güls und Winningen abgefräst, seit Montag wird hier tonnenweise Asphaltbinder aufgebracht.
Foto: Sascha Ditscher

Bis Mittwoch werden jeden Tag 2000 Tonnen Asphaltbinder auf die bergseitige Spur der Bundesstraße aufgebracht. Gearbeitet wird auf einer Fläche von 21 500 Quadratmetern. Bereits in der vergangenen Woche war die alte Oberfläche der Spur abgefräst worden.

Seit dem 25. März wird die Bundesstraße zwischen Güls und Winningen auf einer Strecke von 4,6 Kilometern saniert. 1,3 Millionen Euro investiert der Bund in die Arbeiten, die bis Ende Juni abgeschlossen sein sollen. Doch bis dahin ist noch viel zu tun: Wenn der Asphaltbinder aufgetragen wurde, wird zwei Tage lang die Asphaltdecke eingebaut, erklärt Thomas Kneip. In der nächsten Woche schließlich werden die Seitenbereiche angepasst – und ab Ende nächster Woche will man sich schon die andere, flussseitige Spur vornehmen. Der Verkehr fließt dann über die bergseitige Spur.

Die Großbaustelle bringt vor allem für die Autofahrer einige Veränderungen mit sich. Voraussichtlich bis Mitte Mai fließt der Verkehr auf der B 416 ausschließlich von Güls in Richtung Winningen und Cochem. Wer umgekehrt in Richtung Koblenz fährt, wird über die Moselbrücke Kobern-Gondorf und weiter über die B 49 auf der anderen Flussseite beziehungsweise über die L 125 in Winningen umgeleitet. Größere Probleme gibt es damit bislang offensichtlich nicht: "Von Rückstau ist mir derzeit nichts bekannt", sagt Thomas Kneip. "Es ist festzustellen, dass die Verkehrsteilnehmer die einseitige Verkehrsführung mit Bedacht nutzen." Ab Mitte Mai werden noch Restarbeiten ausgeführt, während der Verkehr – von einer Ampel geregelt – wieder in beide Richtungen fließen kann.

Doch war der Zustand der Straße überhaupt so schlecht, dass dort eine so groß angelegte Sanierung nötig geworden ist? "Bei meinen häufigen Fahrten sind mir weder Schlaglöcher noch Spurrillen aufgefallen", schreibt ein Leser an unsere Zeitung. Der LBM erwidert: "Die Fahrbahn war sowohl im Bereich Winningen als auch in großflächigen Zwischenstücken schadhaft." Ziel sei es außerdem, frühzeitig in die Erhaltung einzusteigen, damit in den nächsten Jahren eine kostenintensivere Sanierung der Straße vermieden wird.

Ein weiterer Grund für die Arbeiten: Der Radweg zwischen Winningen und Güls wird ausgebaut und damit eine Lücke im Fernradweg geschlossen. "Dieser wird als Fernradweg entlang der Mosel als solcher neu beschildert", teilt der LBM mit. Der viel genutzte Radweg zwischen Bahntrasse und Weinbergen bleibe als regionaler Radweg erhalten.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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