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Koblenz

Wer hat die Pflaumenbäume verstümmelt? Obstbauer setzt Belohnung aus

Peter Karges

Im kommenden Spätsommer zieren sie unter anderem die Kuchenbleche oder dienen einfach nur als süßer, aber dennoch ausgesprochen gesunder Nachtisch: die Pflaumen der Sorte „Harmona“. Rund 400 Bäume dieser Sorte setzte der Mülheim-Kärlicher Obstbauer Thomas Flöck vor zwei Jahren auf seinem Feld in Bubenheim. 35 von ihnen werden aber in neun Monaten keine Frucht tragen, denn vor gut einer Woche haben Unbekannte entweder ein scharfes Messer oder eine Machete angesetzt und die Bäumchen damit verstümmelt.

Auf diese Arbeit hätten Thomas (rechts) und Heinz-Toni Flöck gerne verzichtet. Wegen der Zerstörungswut müssen sie zurzeit 35 neue Pflaumenbäumchen in Bubenheim setzen.
Auf diese Arbeit hätten Thomas (rechts) und Heinz-Toni Flöck gerne verzichtet. Wegen der Zerstörungswut müssen sie zurzeit 35 neue Pflaumenbäumchen in Bubenheim setzen.
Foto: Peter Karges

„Es wäre die erste Ernte gewesen, das kann man jetzt vergessen“, sagt Thomas Flöck. Ein solcher Vandalismus ist ihm in seiner Zeit als Obstbauer noch nicht vorgekommen, und seinem Vater auch nicht. „Es gab es schon mal, dass hier und da ein Zweig von einem Baum abgeknickt wurden, aber dass man systematisch hingeht und mit einem Messer die Obstkulturen zertrümmert, habe ich noch nie erlebt“, sagt Heinz-Toni Flöck.

Für die Ergreifung des oder der Täter hat Thomas Flöck eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Den entstandenen Schaden beziffert der Obstbauer auf 3000 bis 4000 Euro. „Es ist ja nicht damit getan, dass man die Bäumchen nachpflanzt, man muss jetzt wieder zweieinhalb Jahre warten, bis sie Früchte tragen“, sagt Thomas Flöck. Mit dem Nachpflanzen hat er in diesen Tagen begonnen. „Die Witterung ist günstig, wir haben noch keinen Frost, und der Boden ist wegen der Regenfälle in den vergangenen Wochen relativ feucht“, sagt Thomas Flöck.

Geschehen ist die Tat zwischen dem 15. und dem 29. November. „Wir haben sie am 29. November festgestellt, zuvor haben wir die Bäumchen 14 Tage vorher begutachtet. Wir können ja schlecht ständig nach den Bäumen schauen, um solche Untaten zu verhindern“, betont Thomas Flöck.

Die Pflaumen, mit lateinischem Namen „Prunus domestica“, waren bereits den Römern bekannt. In Mitteleuropa werden sie seit dem Mittelalter vor allem angebaut. Pflaumen besitzen nicht nur einen hohen Vitamingehalt, sie regen auch den Darm an und helfen bei Verstopfungen. Saison der Pflaume ist in Deutschland, je nach Sorte von Ende Juli bis Oktober.

Mit unserem Mitarbeiter Peter Karges

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