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Koblenz

Wendung in der Neustadt: Bauruine wird doch nicht abgerissen

Überraschende Wendung in der Neustadt: Die Bauruine gegenüber dem Schloss wird nicht zwangsversteigert – und auch nicht abgerissen. Der für Dienstag geplante Termin am Amtsgericht wurde kurzfristig abgesetzt. Die Eigentümer haben sich geeinigt.

Es scheint doch weiterzugehen im Schlossrondell: Die Zwangsversteigerung ist erst mal vom Tisch.  Foto: Doris Schneider
Es scheint doch weiterzugehen im Schlossrondell: Die Zwangsversteigerung ist erst mal vom Tisch.
Foto: Doris Schneider

Wie aus gut informierten Kreisen bekannt wurde, sollen die Arbeiten so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden. Die Voraussetzungen scheinen gut: Der ursprüngliche Bauträger ist grundsätzlich bereit, Pläne und Baugenehmigung abzugeben. Ansonsten würde es für alle Beteiligten, die nicht namentlich genannt werden möchten, richtig teuer.

Ein Neubau nach Abbruch hätte für die einen erhebliche Verluste, für die anderen bedeutende Mehrkosten gebracht. Dazu kommt, dass die ursprünglichen Pläne aufgrund der von den Nachbargebäuden stark abweichenden Fensteranordnung und -höhen, vielleicht auch wegen des umstrittenen Erkers, heute wohl nicht mehr genehmigungsfähig wären – zumal das Haus im Vergleich zum Vorgängerbau ein zusätzliches Stockwerk hat.

Auch der bauliche Zustand des unvollendeten Rohbaus scheint nicht so schlecht zu sein, wie es in der Internetergänzung der öffentlichen Ausschreibung der sogenannten Teilungsversteigerung – diese sollte die Gemeinschaft der beteiligten Bauherren gerichtlich beenden – dargestellt wurde. Mehrere Sachverständige sind inzwischen eingebunden. Es wurde eine weitere Laboruntersuchung von Baumaterialproben veranlasst. Ergebnis: Nachbesserungsbedarf gibt es nur bei zwei Betonpfeilern, die nun verstärkt werden sollen.

Insgesamt sollen fünf Wohnungen gebaut werden. Von der ursprünglichen Eigentümergemeinschaft macht nur der Eigentümer der vorgesehenen großen Penthouse-Wohnung weiter. Er hat eigens eine neue Gesellschaft gegründet, die die anderen Einheiten inzwischen erworben hat. Einen offiziellen Zeitplan für das weitere Vorgehen gibt es noch nicht. Man kann aber davon ausgehen, dass der neue Eigner die Baustelle so schnell wie möglich wiederbeleben will. Doch zunächst stehen Gespräche mit dem Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung an. Das hatte nämlich einen Baustopp verfügt. Und der muss erst einmal aufgehoben werden. Reinhard Kallenbach

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