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    Sessionsstart: Koblenzer Narren ziehen auf den Münzplatz um

    Die Spatzen pfeifen es schon seit geraumer Zeit von den Dächern: Der Sessionsauftakt 2017 am 11. November, 11.11 Uhr wird nicht wie gewohnt auf dem Jesuitenplatz, sondern auf dem Münzplatz gefeiert. Und mit den Kölschrockern Brings wird es prominente Gäste geben. Allerdings müssen die Narren erstmalig einen Obulus von 3 Euro entrichten – und sie müssen sich angesichts der aktuellen Sicherheitslage auf einige Einschränkungen gefasst machen.

    Auf dem Jesuitenplatz herrschte seit der Premiere des Freiluftauftaktes 2004 mitunter dichtes Gedränge. Auf dem Münzplatz werden die Narren wohl mehr Raum haben.
    Auf dem Jesuitenplatz herrschte seit der Premiere des Freiluftauftaktes 2004 mitunter dichtes Gedränge. Auf dem Münzplatz werden die Narren wohl mehr Raum haben.
    Foto: Reinhard Kallenbach

    Die traditionelle Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) war in jeder Hinsicht anders als sonst. Einerseits, weil die Narren ihre neue Geschäftsstelle in der Seniorenresidenz Moseltal vorstellen können, andererseits, weil jetzt auch am Eck die Gratismentalität ein Ende hat. Denn: Der Dachverband für rund 10.000 Karnevalisten muss irgendwie den Kostendruck auffangen. Auch wenn die Sponsoren im Vergleich zu anderen Städten in der Region nach wie vor sehr großzügig sind, muss die AKK einen Kostenanteil erwirtschaften. Und das liegt nicht nur am Umsatzsteuerproblem, das den Vorstand – wie auch die Verantwortlichen in anderen Bereichen – gehörig ins Schwitzen gebracht hat, sondern an den neuen Sicherheitsauflagen.

    Franz-Josef Möhlich erklärte: „Wären wir auf dem Jesuitenplatz geblieben, müssten wir dieses Mal den Zugang wohl schon um 10.30 Uhr schließen.“ Der AKK-Präsident verwies auf das zum Teil dichte Gedränge in den Vorjahren – die Kapazitäten des Jesuitenplatzes sind nun mal beschränkt. Und angesichts der neuen Rahmenbedingungen hätte man wohl nur 1700 Narren hereinlassen können. Ganz anderes die Situation auf dem Münzplatz: Hier können locker 4000 Menschen feiern. Und so viele Gäste werden dieses Mal wohl auch kommen: Der 11.11. fällt auf einen Samstag. Vorstandsmitglied Ernst Knopp gab für die Anlieger schon mal vorsichtshalber Entwarnung. Spätestens um 18 Uhr ist das närrische Treiben zu Ende, obwohl neben Brings mit Druckluft und den Lappesse weitere Auftritte anstehen. Die Botschaft der AKK: Sechs Stunden sind genug, um der sensiblen Situation in diesem Altstadtbereich Rechnung zu tragen. Die Narren werden einen Vorteil haben: Es wird wohl kein Gedränge geben.

    Allerdings haben einige Neuregelungen in den Internetforen bereits für Unmut gesorgt. So dürfen keine Speisen und Getränke mitgebracht werden – und auch keine Rucksäcke oder Taschen. Letztere können aber abgegeben werden. Für die Beschränkungen gibt es zweierlei Gründe: Erstens erfolgen diese mit Blick auf die Situation der Gastronomen, zweitens aus Gründen der Stadthygiene. Denn in den Vorjahren haben die Narren Berge von Abfall hinterlassen, die dann andere beseitigen mussten. Und zu allem Überfluss wurde der Inhalt von Müllsäcken von Unbekannten in der Nacht verstreut. Auch weist die AKK, die in enger Absprache mit dem Ordnungsamt und der Polizei operiert, darauf hin, dass die vielen Glassplitter gefährlich sind. Im Gegenzug für die Einschränkung wollen die Gastronomen preiswerte Produkte für den kleinen Hunger verkaufen – etwa Chips.

    Für die Kritik am Obolus von 3 Euro, für den es ein Textil-Eintrittsbändchen gibt, hat die AKK kein Verständnis. Ernst Knopp wies darauf hin, dass ein Konzert mit Brings ansonsten ein Vielfaches kostet. Apropos Kosten: Zur Finanzierung des Rosenmontagszug wird es wieder einen Pin-Verkauf geben. Die AKK lässt dabei die alte Motivtradition der Altstadtoriginale neu aufleben. Motiv zum Auftakt ist das Pfefferminzje. Das gesamte Programm der Session 2017/2018 wird bald unter www.akk-koblenz.de online gestellt. Dann werden auch die Vorverkaufsstellen genannt.

    Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

    Inthronisation am 6. Januar in der Rhein-Mosel-Halle

    Die Session 2017/18 wird kurz sein, sie endet schon am 14. Februar. Das Närrische Corps Blau-Weiß Niederberg und die AKK werden sich deshalb schon am Donnerstag, 26. Oktober, der Presse und den Vereinen vorstellen – dieses Mal nicht im Rathaus, sondern im Forum Mittelrhein. Die Inthronisation wird bereits am Samstag, 6. Januar, in der Rhein-Mosel-Halle gefeiert. Der frühe Termin hat einen Vorteil: Erstmals kann der Aufbau stehen bleiben, die Sitzungen für Senioren und Menschen mit Behinderung folgen am 7. und 8. Januar.

    Das beliebte Schängelschiff wird am 23. und 24. Januar jeweils um 18 Uhr ablegen. Während die Dienstagsfahrt bereits ausverkauft ist, können Karten für die Mittwochsfahrt online bei der Köln-Düsseldorfer gebucht werden. Nähere Informationen wird es ebenfalls in der kommenden Woche auf den AKK-Internetseiten geben. Der Koblenzer Straßenkarneval wird am Freitag, 9. Februar, 14.30 Uhr mit einem Biwak am Deutschen Eck und dem folgenden Narrensturm auf die Bundeswehr und die Stadtverwaltung beginnen. Weitere Details gibt die AKK zeitnah bekannt.

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