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Koblenz

Rosenmontag: Koblenz feiert – und das muss man dafür noch wissen

Stephanie Mersmann

Nun ist er also da, der höchste närrische Feiertag, das Ereignis, auf das Abertausende Narren seit Wochen warten: der Rosenmontag – und mit ihm der Rosenmontagszuch.

Jahr für Jahr gibt es am Rosenmontag in Koblenz tolle Fußgruppen und sehenswerte Motivwagen.
Jahr für Jahr gibt es am Rosenmontag in Koblenz tolle Fußgruppen und sehenswerte Motivwagen.
Foto: Thomas Frey (Archiv)

Zehntausende Gecken werden wieder den Straßenrand säumen, wenn ab 12.11 Uhr 50 Wagen, 92 Fußgruppen, 20 Kapellen und mehr durch Koblenz ziehen. Für alle, die heute feiern wollen, haben wir zusammengefasst, was sie heute noch wirklich wissen müssen.

Die Anreise: Nein, mit dem Auto in die Stadt zu fahren, ist wirklich keine gute Idee. Ab 11 Uhr werden die Straßen, durch die der Zug zieht, nach und nach gesperrt – so kurz vorher wie möglich, aber trotzdem ist auf ihnen stundenlang kein Durchkommen. Also wohl doch lieber der Bus.

Für Feierwütige wichtig: Die Nachtbusse, die sonst nur am Wochenende fahren, sind auch heute unterwegs. Und: Heute können bis zu fünf Personen den Busverkehr mit nur einer Tageskarte nutzen. Einer zahlt, vier fahren kostenlos. Doch es gibt auch einige Einschränkungen. Die Busse der Linien 1, 2/12, 3/13, 4, 5/15, 6/16, 7, 8, 9 und 10 fahren nach dem Samstagsfahrplan. Die Linie 20 verkehrt gar nicht.

Darüber hinaus werden nach Bedarf weitere Busse zur Verstärkung eingesetzt. Mit Beginn der Innenstadtsperrung gegen 10.45 Uhr werden Linien umgeleitet oder verkürzt. Nach Auflösung des Zugs und Reinigung der Straßen wird der Linienverkehr dann wieder aufgenommen.

Der beste Platz zum Gucken: Um den zu finden, muss man erst mal wissen, was man vor allem will: eine gute Sicht haben oder da sein, wo am meisten los ist. „Leider ist es meistens so, dass man da, wo die Stimmung am besten ist, am wenigsten sieht“, sagt Ernst Knopp von der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) lachend.

An einigen Stellen in der Südlichen Vorstadt kann man bestimmt besser in Ruhe schauen, am Zentralplatz dafür wilder feiern. Wer gern wissen möchte, was für ein Wagen oder was für eine Fußgruppe gerade zu sehen ist, geht derweil zum Jesuitenplatz: Hier wird der „Zuch“ per Lautsprecher kommentiert. Bis dieser durch ist, dauert es etwa zweieinhalb bis drei Stunden.

Das Glasflaschenverbot: Eine Glasflasche sollte man in keinem Fall dabei haben, wenn man in der Oberen Löhr gucken will. Hier sind Glasflaschen aus Sicherheitsgründen verboten, Besucher werden am Einlass kontrolliert.

Die Sicherheit: „Gelassen, aber wachsam“ sollen die Gecken heute sein, wünscht sich die Polizei. Grund zur Sorge sieht sie nicht, will aber mit so vielen Einsatzkräften wie möglich präsent sein. Die Narren selbst sollen verdächtige Personen direkt der Polizei melden, etwa in der „Bunten Anlaufstelle“ in der DRK-Begegnungsstätte an der Liebfrauenkirche. Hier sitzen ab 10.30 Uhr Opferschutzberater, Einsatzkräfte der Roten Kreuzes, des Ordnungsamts und der Polizei.

Außerdem wichtig: Wer als Soldat oder etwas Ähnliches geht, sollte besser keine Waffe dabei haben, die täuschend echt aussieht. Wenn er damit einem echten Polizisten begegnet, hat er die nämlich nicht mehr lange.

Die Party danach: Auf dem Münzplatz und auf dem Plan wird heute nicht nur während des „Zuchs“, sondern auch danach gefeiert. Mehrere Tausend Narren können hier bei freiem Eintritt bis in den Abend Spaß haben. Im Agostea beginnt um 12 Uhr die alkoholfreie Jugenddisco, um 18 Uhr dann die offizielle „After-Zoch-Party“. Weitere Partys gibt es zum Beispiel ab 11.11 Uhr im Circus Maximus oder ab 13.11 Uhr im Alten Brauhaus.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann
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