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Koblenz

Nordtangente: Bau verzögert sich weiter

In den vergangenen Jahren wurden immer neue Termine genannt, an denen der Bau der Nordtangente beginnen soll. 2014 soll es losgehen, hieß es im Jahr 2013, als das Bauprojekt nach einer jahrzehntelangen Vorgeschichte endlich konkret wurde. Im Oktober 2015 wurde der erste Spatenstich gesetzt, zweieinhalb Jahre sollten die Arbeiten dauern, wurde dann verkündet.

Blick auf das Ende der B 416 in Metternich: Wo Autos derzeit nur nach Süden gen Güls fahren können wie der silberfarbene VW Golf in der Bildmitte, soll es dereinst auch in der entgegengesetzten Richtung auf kürzestem Weg gen Bubenheimer Kreisel gehen – wenn denn die Nordtangente einmal eröffnet wird. Dann wird aus der jetzigen Haarnadelkurve am Anschluss der Rübenacher Straße (Bildhintergrund) nämlich der Startpunkt der neuen Straße.
Blick auf das Ende der B 416 in Metternich: Wo Autos derzeit nur nach Süden gen Güls fahren können wie der silberfarbene VW Golf in der Bildmitte, soll es dereinst auch in der entgegengesetzten Richtung auf kürzestem Weg gen Bubenheimer Kreisel gehen – wenn denn die Nordtangente einmal eröffnet wird. Dann wird aus der jetzigen Haarnadelkurve am Anschluss der Rübenacher Straße (Bildhintergrund) nämlich der Startpunkt der neuen Straße.
Foto: Tim Kosmetschke

2016 schließlich wurde mit der Ikea-Kreuzung an der B 9 der Startpunkt der Nordtangente gebaut – danach wurde aber kein Bagger mehr gesehen. Im Frühjahr 2017 auch nicht, im Herbst 2017 auch nicht. Jetzt erklärt der zuständige Landesbetrieb Mobilität (LBM) auf Nachfrage: „Bei planmäßigem Verlauf starten die Bauarbeiten vor Ort im Frühjahr 2018.“ Wieder ein neuer Termin also.

Ob es denn diesmal realistisch ist, dass der Bau dann tatsächlich beginnt? „Der Baubeginn ist auf jeden Fall für Frühjahr 2018 vorgesehen“, antwortet LBM-Pressesprecherin Birgit Küppers. Aber woran liegt es überhaupt, dass der Baubeginn der lang ersehnten Verbindungsstraße zwischen der B 9 bei Bubenheim und Metternich wieder nach hinten verschoben werden musste?

Ganz leicht ist das nicht zu verstehen. Seit Jahren schon laufen die Vorbereitungen, und das tun sie immer noch. Die Erd- und Straßenbauarbeiten sind noch nicht einmal ausgeschrieben, geschweige denn vergeben. Die Ausschreibung wird immer noch vorbereitet, heißt es jetzt, in den „nächsten Wochen“ sollen die Unterlagen fertig sein. Dann beginnt das Ausschreibungsverfahren, und danach – wenn die Firmen gefunden sind – können die eigentlichen Arbeiten beginnen.

„Der genannte Baubeginn Herbst 2017 konnte leider nicht eingehalten werden, da die vorbereitenden Arbeiten mehr Zeit als zunächst angenommen beansprucht haben“, begründet Birgit Küppers die erneute Verzögerung. Die Ausschreibungsunterlagen zu erstellen, hat länger gedauert als erwartet. Auch die detaillierte Planung und die Abstimmungen mit der Stadt – bei der Nordtangente handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme von Stadt und Land – sollen das Projekt besonders aufwendig machen.

Hinzu kam, dass eine letzte ausstehende Fläche entlang der Trasse auf Kampfmittel und archäologische Funde untersucht werden musste. In den nächsten Wochen solle dies erledigt werden, hieß es noch im Juli – doch auch aus diesem Termin wurde nichts. Sowohl bei den Firmen als auch bei den Behörden gab es „auslastungsbedingt“ Verzögerungen. Erst in diesem Monat wurden die Erkundungen abgeschlossen.

Der eigentliche Startpunkt der Nordtangente ist derweil längst fertig: Der Ikea-Kreisel ist im vergangenen Jahr zur Ikea-Kreuzung geworden. Eine Straße führt von hier in Richtung Globus, eine zur B 9, eine in Richtung Ikea – und die vierte in die Richtung, in der einmal die Nordumgehung hinüber nach Metternich führen soll. Noch gibt es hier nur ein paar Meter Straße und dahinter das leere Feld.

Die Arbeiten an der Ampelkreuzung, für die die Stadt zuständig war, waren sogar neun Wochen früher fertig als geplant. Umso länger lassen die Arbeiten an der eigentlichen L 52, wie die Nordtangente offiziell heißt, auf sich warten.

Wenn denn dann die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben sind, soll der Bau der Straße parallel an mehreren Stellen entlang der künftigen Strecke beginnen. Losgehen soll es da, wo das bestehende Straßennetz nicht berührt wird, die ersten Monate lang soll es keine Beeinträchtigungen für den Verkehr geben. An ihrem Ende trifft die Nordtangente dann in Metternich auf die B 416, die von der Rübenacher Straße in Richtung Kurt-Schumacher-Brücke führt.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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