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    Nahversorgung: Neues Konzept für den "Hatzenporter Hof"

    Zweiter Anlauf für das Projekt „Hatzenporter Hof“: Die Verwaltung wird beauftragt, einen Antrag für eine Förderung des „Hatzenporter Hofs“ durch das Land auszuarbeiten. Diesen Beschluss hat der Gemeinderat der Moselgemeinde bei seiner jüngsten Sitzung bei vier Neinstimmen verabschiedet.

    Neue Pläne für den „Hatzenporter Hof“: Die Industriehalle des Anwesens Pauly-Rath in der Maifeldstraße, eine ehemalige Weinkellerei und Süßmosterei, soll für den Neubau einer kleineren Halle und ein zweigeschossiges Gebäude weichen. Dafür sollen Fördergelder beantragt werden. 
    Neue Pläne für den „Hatzenporter Hof“: Die Industriehalle des Anwesens Pauly-Rath in der Maifeldstraße, eine ehemalige Weinkellerei und Süßmosterei, soll für den Neubau einer kleineren Halle und ein zweigeschossiges Gebäude weichen. Dafür sollen Fördergelder beantragt werden. 
    Foto: Sascha Ditscher

    Das Projekt umfasst den Abriss der Industriehalle der ehemaligen Mosterei Pauly-Rath sowie den Neubau einer kleineren Halle und eines zweigeschossigen Gebäudes an dieser Stelle. Die Kosten für den Hatzenporter Hof schätzt Architektin Eva Maria Bach, die in der Ratssitzung die Pläne präsentierte, auf rund 1,09 Millionen Euro. Man werde dieses Projekt allerdings nur in Angriff nehmen, wenn die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eine Förderung von mindestens 60 Prozent der Kosten genehmige, betonte Ortsbürgermeister Albrecht Gietzen. Der erste Förderantrag für den Hatzenporter Hof sah vor, dass die alte Industriehalle umgebaut wird (die RZ berichtete). „Aber genau dies hatte die ADD abgelehnt, weil sie die Halle für einen baulichen Missstand hält“, erläuterte Albrecht Gietzen.

    Das neue Konzept sieht nun vor, anstelle der abgerissenen Halle eine kleinere mit einer Grundfläche von 120 Quadratmetern und einer Höhe von 4,50 Metern zu errichten. Daneben soll zudem auf einer Grundfläche von rund 250 Quadratmetern ein zweigeschossiges Gebäude entstehen. Im Erdgeschoss dieses Gebäudes sollen drei Toiletten, drei Multifunktionsräume sowie ein Dorfladen mit dazugehörigem Lager und Bistro Platz finden. Die herausnehmbaren Trennwände zwischen den Räumen sollen ermöglichen, auch einen größeren Raum zu schaffen. „Das Obergeschoss ist hingegen komplett als Lagerfläche für die Vereine im Dorf vorgesehen“, sagte Gietzen. Auch die Räume im Erdgeschoss sollen von den Vereinen genutzt werden können. Zudem soll ein Raum so eingerichtet werden, dass ein Allgemeinmediziner dort einmal pro Woche Patienten untersuchen kann. Zurzeit gibt es in Hatzenport noch einen Arzt. Der sei allerdings schon 62 Jahre alt, und es sei sehr zweifelhaft, ob es einen Nachfolger geben wird, sagte Gietzen und gab zu bedenken: „Wir müssen für die Zeit danach planen.“

    Im Rat gab es allerdings auch Gegenstimmen zum Projekt Hatzenporter Hof, der mit Dorfladen, Bouleplatz und Bistro vor allem ein Treffpunkt im Ort werden soll. Rolf Busch sagte: „Ich weiß nicht, ob das Projekt in der Bevölkerung den notwenigen Rückhalt hat, und ich bezweifele, dass sich ein Dorfladen halten kann, denn die Tendenz geht zu einer flexiblen Nahversorgung mit Lieferservice.“ Thomas Ibald erwiderte, dass ein Dorfladen gerade dieser Tendenz entgegenwirken soll. „Es fehlt sonst am Ende das Leben in Hatzenport. Ich will mich jedenfalls in Zukunft nicht nur über den PC unterhalten“, sagte Ibald. Die Gemeinde will nun alle Haushalte befragen, wie sie zu dem Projekt Hatzenporter Hof stehen. Der Moselort hat zurzeit rund 630 Einwohner.

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

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