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Koblenz/Hannover

Nach Facebook-Flirt: Betrüger täuscht Frau (60) aus Raum Koblenz – und türmt mit Geld für Liebesurlaub

Facebook-Betrüger gaukelt Frau aus Raum Koblenz die große Liebe vor – und türmt mit ihrem Geld: Er flirtete mit der 60-Jährigen auf der Internetplattform Facebook, gab sich als Münchner Arzt aus und schlug ein erstes Treffen in Hannover vor, weil er dort dienstlich zu tun habe. Die Frau stimmte zu, fuhr 400 Kilometer, traf sich mit dem Mann, plante mit ihm sofort einen Liebesurlaub – und erstattete wenig später Anzeige wegen Betrug.

Facebook-Betrüger gaukelt Frau aus Raum Koblenz die große Liebe vor – und türmt mit ihrem Geld: Er flirtete mit der 60-Jährigen auf der Internetplattform Facebook, gab sich als Münchner Arzt aus und schlug ein erstes Treffen in Hannover vor, weil er dort dienstlich zu tun habe. Die Frau stimmte zu, fuhr 400 Kilometer, traf sich mit dem Mann, plante mit ihm sofort einen Liebesurlaub – und erstattete wenig später Anzeige wegen Betrug. Grund: Sie gab ihm 800 Euro und ihr Handy, damit er den Urlaub buchen konnte. Seither ist er verschwunden.

Die Polizei in Hannover stellte fest: Der Betrüger nutzte im Internet eine falsche Identität und löschte sein Facebook-Konto kurz nach der Tat. Besonders dreist: Er verwendete den Namen eines Arztes, der tatsächlich an einer großen Klinik in München arbeitete. Diesem platzte vor Wut fast der Kragen, als er erfuhr, dass sich der Betrüger seines Namens bediente. Laut der Polizei hat der echte Arzt mit der Sache nichts zu tun.

Die Frau traf sich mit dem Betrüger in der Innenstadt von Hannover. Sie fand ihn auf Anhieb derart sympathisch, dass sie mit ihm sofort einen gemeinsamen Urlaub buchen wollte. Sie musste aber noch ein paar Besorgungen machen. Der Mann täuschte deshalb vor, in der Zwischenzeit schon mal ins Reisebüro zu gehen. Er verschwand auf Nimmerwiedersehen.

So beschrieb die Frau den Betrüger: etwa 45 Jahre alt, schlank, dunkelbraune Haare, hohe Stirn, Brillenträger. Oberstaatsanwalt Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, zeigte sich im RZ-Gespräch skeptisch, dass der Täter noch gefasst werden kann. Er rät beim Flirten im Netz grundsätzlich zu Vorsicht: „Sympathie auf den ersten Blick ist häufig nichts wert.“ haw/dpa

Koblenz
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