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    RegionKurze Etappen für Wanderer: Geschwisterchen der Traumpfade gehen an den Start [mit Video]

    Wandern in der Region boomt: Rund 330.000 Wanderer sind pro Jahr auf den Wegen im Kreis Mayen-Koblenz unterwegs – und bald könnten es noch mehr werden. Im September werden offiziell die sechs neuen Traumpfädchen eröffnet.

    Die kurzen Routen der Traumpfädchen führen ab September entlang reizvoller Landschaften und Sehenswürdigkeiten im Kreis Mayen-Koblenz wie hier am Schloss im Bendorfer Stadtteil Sayn. 
    Die kurzen Routen der Traumpfädchen führen ab September entlang reizvoller Landschaften und Sehenswürdigkeiten im Kreis Mayen-Koblenz wie hier am Schloss im Bendorfer Stadtteil Sayn. 
    Foto: Remet/Klaus-Peter Kappest

    „Da kommt etwas Tolles auf uns zu“, schwärmt Landrat Alexander Saftig bereits jetzt. Während die bereits bestehenden Traumpfade zwischen 6,6 und 18,6 Kilometern lang sind, endet die längste Strecke der Traumpfädchen um den Andernacher Krahnenberg nach 6,7 Kilometer. Somit handelt es sich nicht mehr um Premiumwanderwege sondern vielmehr um Premium-Spazierwanderwege. In ganz Deutschland gibt es laut Jochen Becker vom Deutschen Wanderinstitut bisher nur sieben solcher Wege, einer davon bei Morshausen im Hunsrück. Die Spazierwanderwege tragen dabei der Entwicklung Rechnung, dass 90 Prozent der Deutschen spazieren gehen, davon zwei Drittel mehrmals im Monat. Außerdem legen die Deutschen dreimal mehr Spazier- wie Wanderkilometer zurück.

    Die Traumpfädchen, die in den nächsten Wochen ausgeschildert werden, greifen diesen Trend nun auf. Die Idee dahinter ist einfach, wie Saftig sagt: „Wir wollen damit neue Zielgruppen ansprechen.“ Wanderer, denen beispielsweise die Traumpfade zu lang oder beschwerlich sind, sollen von dem neue Wegekonzept profitieren. Mit den kürzeren Distanzen sollen auch bisherige Nichtwanderer an das Thema Wandern herangeführt werden. Vor allem der Erlebnischarakter steht bei den neuen Traumpfädchen im Vordergrund – insbesondere was das Genießen angeht. Jeder der sechs neuen Wege bietet entlang der Strecke gastronomische Einkehrmöglichkeiten. Jochen Becker, der an der Entwicklung der Traumpfädchen beteiligt war, ist von dem Konzept angetan: „Es ist traumhaft, welche Möglichkeiten man bei einer solch kleinen Wanderung hat.“

    Das Deutsche Wanderinstitut hatte im Auftrag der Rhein-Mosel-Eifeltouristik (Remet) zunächst eine Machbarkeitsstudie angefertigt, welche bestehenden Wege im Kreis MYK als Traumpfädchen genutzt werden könnten. Ein Kriterium bei der Wegewahl war unter anderem, dass alle Verbandsgemeinden und Städte im Kreis ein Pfädchen bekommen sollten. Von den 46 untersuchten Wegen, waren letztlich 16 sehr gut und gut hierfür geeignet. Sechs davon werden am 10. September diesen Jahres eröffnet, im Sommer 2018 sollen bei Plaidt, Polch, Spay, Löf und Boos fünf weitere Traumpfädchen folgen. Das letztlich nicht alle denkbaren Wege umgesetzt werden konnten, liegt an den Kommunen selbst. „In den Verbandsgemeinden Vallendar und Weißenthurm waren unsere Vorschläge nicht umzusetzen“, erklärt Remet-Geschäftsführer Henning Schröder nur ein Beispiel. Die beiden Kommunen hätten hier anderen Institutionen wie beispielsweise dem Forst Rechnung tragen müssen.

    Die elf neuen Spazierwanderwege sollen insgesamt rund 230.000 Euro kosten. 50 Prozent hiervon trägt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein, die andere Hälfte die beteiligten Kommunen. Bis zu 60.000 Euro an EU-Fördergeldern werden außerdem erwartet.

    Von unserem Reporter Andreas Egenolf

    Das sind die sechs neuen Traumpfädchen im Kreis MYK

    Im September werden die sechs neuen Traumpfädchen offiziell eröffnet.

    • „Langscheider Wacholderblick“ bei Langscheid: 3,2 Kilometer, 70 Meter Anstieg , 15 Prozent maximale Steigung, um den Wabelsberg
    • „Moseltraum“ bei Winningen: 3,4 Kilometer, 100 Meter Anstieg , 25 Prozent maximale Steigung, zwischen dem Flugplatz und dem Ort
    • „Riedener Seeblick“ bei Rieden: 5,0 Kilometer, 150 Meter Anstieg, 15 Prozent maximale Steigung, entlang des Riedener Waldsees
    • „Eifeltraum“ bei Kürrenberg: 5,3 Kilometer, 110 Meter Anstieg, 10 Prozent maximale Steigung, um den Bleiberg herum
    • „Sayner Aussichten“ bei Bendorf-Sayn: 6,1 Kilometer, 210 Meter Anstieg, 22 Prozent maximale Steigung, durch den Schlossgarten, entlang des Brexbachs bis zum Pulverberg
    • „Kleiner Stern“ bei Andernach: 6,7 Kilometer, 100 Meter Anstieg, 15 Prozent maximale Steigung, entlang des Krahnenbergs
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