40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Koblenz: Bauprojekte der Stadt sind immer häufiger gefährdet
  • Aus unserem Archiv
    Koblenz

    Koblenz: Bauprojekte der Stadt sind immer häufiger gefährdet

    Es ist noch mal gut gegangen. Aber um ein Haar hätten sich die Bauarbeiten an der Neuendorfer Grundschule verzögert – und dann gleich um ein ganzes Jahr. Denn die Abrissarbeiten können nur in den Sommerferien erfolgen. Und um, wie geplant, die Hälfte des Schulgebäudes abzureißen, mussten erst die Elektriker her und die Leitungen sauber trennen. Für diese Arbeitsschritte aber hatten sich überhaupt keine Firmen gemeldet.

    Fast wäre der Abriss und Neubau der Neuendorfer Grundschule daran gescheitert, dass die Stadt (zunächst) keine Firma gefunden hat, die die vorher nötigen Elektroarbeiten gemacht hat. Viele Handwerksunternehmen haben volle Auftragsbücher. Das ist für sie super, für die Auftraggeber schlecht.
    Fast wäre der Abriss und Neubau der Neuendorfer Grundschule daran gescheitert, dass die Stadt (zunächst) keine Firma gefunden hat, die die vorher nötigen Elektroarbeiten gemacht hat. Viele Handwerksunternehmen haben volle Auftragsbücher. Das ist für sie super, für die Auftraggeber schlecht.
    Foto: Sascha Ditscher

    Und das ist kein Einzelfall, berichten Albert Diehl und Hubert Kroh vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt. Des einen Freud ist des anderen Leid: Viele Firmen haben so volle Auftragsbücher, dass sie sich bei Ausschreibungen der Stadt gar nicht mehr beteiligen. Davon, die gewünschte Zahl von drei bis acht Anbietern zusammenzubekommen, um vergleichen zu können, träumen die Verantwortlichen schon länger nur noch. Das zeigen die Beispiele des Kita-Neubaus in Neuendorf. Elekroarbeiten: eine interessierte Firma, Geothermie und Heizung: eine. Oder bei der Nottreppe am Görres-Gymnasium: keine. Bei Lüftungsarbeiten für verschiedene Naturwissenschaftsräume: keine.

    „Die Stadt muss dann immer eine zweite Runde drehen“, sagt Albert Diehl. Das heißt: Wenn sich niemand auf eine öffentliche Ausschreibung bewirbt, hat die Stadt die Möglichkeit, von sich aus auf Firmen zuzugehen und sie zu ermutigen, ein Angebot abzugeben (siehe weiteren Text). Das kostet aber natürlich Zeit. Und genau das kann manchmal zu einem Riesenproblem werden, wie das Beispiel der Neuendorfer Grundschule fast gezeigt hätte. Hier hätten sich durch die Vergabeprobleme Abriss und Neubau um ein ganzes Jahr verzögert, wenn die Arbeiten nicht mehr hätten rechtzeitig vergeben werden können. Fürs Zentrale Gebäudemanagement heißt das außerdem, dass Dinge zweimal bearbeitet werden müssen, was nicht nur zeitintensiv ist: „Wir machen dadurch verschiedene Arbeitsschritte doppelt, das bringt personell natürlich Probleme mit sich“, sagt Albert Diehl.

    Bedingt durch die Vergabemodalitäten ergibt sich im Übrigen häufig ein Stillstand bei Bauarbeiten, der in der Bevölkerung oft als Fehler der Stadt wahrgenommen wird. Denn alle unterschiedlichen Arbeitsschritte werden ja einzeln vergeben, und die Stadt kann nachfolgende Arbeiten erst ausschreiben, wenn an anderen schon gearbeitet wird. Den Firmen muss ja ein Zeitplan vorgegeben werden, sonst können die nicht planen. Dadurch kann es aber passieren, dass eine Baustelle eine Zeit lang ruht.

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Koblenz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    epaper-startseite
    Wetter
    Sonntag

    9°C - 13°C
    Montag

    10°C - 14°C
    Dienstag

    10°C - 15°C
    Mittwoch

    10°C - 17°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige