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    Kleines Wasserkraftwerk bei Niederwerth soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen

    Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird im Rhein in Höhe des ehemaligen Niederwerther Wasserwerks ein kleines Wasserkraftwerk in Betrieb gehen. Es wäre das erste Kraftwerksprojekt dieser Art am Rhein.

    Dr. Karl Kolmsee (rechts) erläutert das von seiner Firma Smart Hydro Power entwickelte Mikro-Strömungsturbinen-Kraftwerk.
    Dr. Karl Kolmsee (rechts) erläutert das von seiner Firma Smart Hydro Power entwickelte Mikro-Strömungsturbinen-Kraftwerk.
    Foto: Winfried Scholz

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

    Den Strom erzeugen rund um die Uhr zehn Mikro-Strömungsturbinen mit einer Gesamtleistung von maximal 50 Kilowatt. Bei durchschnittlichen Fließgeschwindigkeiten liegt die Leistung zwischen 10 und 15 KilowattEigentümer der Anlage ist die Genossenschaft Neue Energie Bendorf (NEB) eG, an der die Gemeinde Niederwerth und zahlreiche Privatpersonen beteiligt sind. Die Generalversammlung der NEB eG beschloss nun die Durchführung des Projekts "Strömungsturbinen Niederwerth". Die Investitionssumme liegt bei 140 000 Euro. Das Vorhaben war im vergangenen Jahr im Rahmen der Aktionswoche "Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie" im alten Wasserwerk Niederwerth öffentlich präsentiert worden.

    Der ehrenamtliche NEB-Vorstand Frank Simonis berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung: "Die 63 anwesenden Mitglieder unserer Genossenschaft haben das Projekt mit überwältigender Mehrheit bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung beschlossen." In der vorangegangenen Diskussion sei neben detaillierten technischen Fragen die Einzigartigkeit des Projekts betont worden. Fragen der Wirtschaftlichkeit seien zweitrangig gewesen.

    Simonis betont, dass die Investitionskosten durch Einlagen der Genossenschaftsmitglieder und eventuellen Sponsoren aus der Wirtschaft aufgebracht werden. Man wolle keine staatlichen Zuschüsse beantragen. Selbstverständlich werde man die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten: "Wir wollen kein Minusgeschäft." Auswertungen vorliegender Messungen hätten ergeben, dass man auch bei schlechtesten Werten der Fließgeschwindigkeit in den wirtschaftlichen Bereich komme, wenn der Strom - wie vorgesehen - über die Bürgerwerke eG direkt vermarktet wird. Der nächste Schritt ist die Beauftragung eines Gutachtens für den Nachweis, dass die Verankerung im Flussbett außerhalb der Schifffahrtslinie auch bei Hochwasser stabil ist. Dies sei Voraussetzung für die Versicherung und die strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung durch das Wasserschifffahrtsamt Bingen. Parallel soll bei der SGD Nord der Bauantrag gestellt werden. Simonis rechnet damit, dass die Anlage im September installiert werden kann.

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