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Koblenz

Kick it! Tischfußball-WM in Rheinland-Pfalz

Zweimal Gold für Deutschland: Die deutschen Frauen und die deutschen Männer haben sich den Weltmeistertitel im Tecball-Tischfußball geholt. Die Elite des Tischfußball traf sich in diesem Jahr zur Weltmeisterschaft in Deutschland. Für die Austragung der WM wurde Koblenz ausgewählt. 330 Spieler aus 24 Nationen kämpften am Donnerstag in der Oberwerth-Halle um den begehrten Titel. Die deutsche Nationalmannschaft galt dabei als eine der Favoriten – neben Holland, Schweiz und Belgien.

Gut gewickelt: Die Tischfußball-Profis bringen zur WM eigene Griffe und Bandagen mit.
Gut gewickelt: Die Tischfußball-Profis bringen zur WM eigene Griffe und Bandagen für die Spiele mit.
Foto: Katrin Steinert

Koblenz – Zweimal Gold für Deutschland: Die deutschen Frauen und die deutschen Männer haben sich den Weltmeistertitel im Tecball-Tischfußball geholt. Die Elite des Tischfußball traf sich in diesem Jahr zur Weltmeisterschaft in Deutschland. Für die Austragung wurde Koblenz ausgewählt. 330 Spieler aus 24 Nationen kämpften am Donnerstag in der Oberwerth-Halle um den begehrten Titel. Die deutsche Nationalmannschaft galt dabei als Favorit – neben den Teams aus Holland, Schweiz und Belgien. Auch der weltbeste Tischußballspieler Frederic Collignon (Belgien) war dabei. Kickerkollegen bewundern ihn nicht nur für sein sportliches Können, sondern auch dafür, dass er – trotzdem er erst selten besiegt wurde – die Lust am Spielen (ohne wirkliche Gegner) nicht verloren hat.

Angstgegner der deutschen Männer waren die Belgier. "Gegen die gewinnen oder verlieren wir immer ganz knapp", erzählte Turnierdirektor Volker Gröschl. Doch zunächst musste in den Finalspielen, die im K.o.-System ausgetragen wurden, Portugal ausgestochen werden. Das gelang den Deutschen mit links. Mit Bauchkribbeln wurde dann die Schweiz am Tisch empfangen. Nach spannenden Abschlägen war das Turnier für die Schweizer beendet und die Deutschen konnten aufatmen. Die größte Hürde zum Finale war genommen. Anschließend mussten sie nur noch Dänemark wegputzen, um im Finale zu stehen. Dort trafen sie dann auf die gefürchteten Belgier – und wurden ganz knapp Weltmeister.

Die Spiele der Nationalmannschaften werden nicht an einem Tisch – zwei gegen zwei – ausgetragen, sondern in Einzel- und Doppelspielen an mehreren Tischen. Im Finale ging das erste Einzel zugunsten der Belgier aus. Kein Wunder: Der belgische Wunderspieler Frederic Collignon war mal wieder unschlagbar.

Wie erwartet haben die deutschen Frauen es ins Finale geschafft und gegen die Schweiz den Titel geholt. "Viele der Frauen spielen sogar besser als manche Profi-Männer", meinte ein Zuschauer. Spieler der türkischen Männer-Nationalmannschaft stimmten ihm zu und erklärten, dass auch einige türkischstämmige Frauen weltklasse spielten. Bedauerlich sei, dass diese einen deutschen und keinen türkischen Pass haben.

Viele deutsche Spieler stammten aus Norddeutschland, einige aus dem Süden. Warum also kam die WM nach Koblenz, dorthin, wo es keine eingefleischte Kicker-Szene mit unzähligen Vereinen gibt?. Turnierdirektor Gröschl, der selbst aus dem Rhein-Main-Gebiet stammt, schwärmte von der geografischen Lage. Außerdem sei die Oberwerth-Halle optimal. "Eine Fußball-WM würde nie nach Koblenz kommen. Aber die Tischfußball-WM!" Damit sprach Gröschl einen Wermutstropfen an. Koblenz sei eine schöne Stadt. Er hatte auf Unterstützung und Öffentlichkeitsarbeit durch die Stadt gehofft. Fehlanzeige. Bei der Begrüßung der Nationalteams fehlte ein städtischer Vertreter. Der Moderator entschuldigte sich dafür. Gröschl: "Andere Städte haben die WM für sich genutzt, ein großes Fest daraus gemacht. Der Oberbürgermeister war immer da!" Vielleicht hat die Stadt die Weltmeisterschaft übersehen – wegen der bevorstehenden Bundesgartenschau 2011 ...

Katrin Steinert (rzmobil)

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