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Koblenz

Jill's Café zieht ins alte Miljöö ein: So will das neue Lokal sein

Das Miljöö ist Vergangenheit in der Gemüsegasse, das ist Jilani Lhiba ganz wichtig. „Ein bisschen geht es aber in die Richtung“, sagt der Betreiber des neuen Lokals, Jill's Café, das voraussichtlich am Freitag eröffnet.

Jilani Lhiba öffnet die Tür zu Jill's Café: Der Betreiber der Gecko-Lounge übernimmt nun auch das ehemalige Miljöö. Das Konzept unterscheidet sich nicht wesentlich vom alten Kult-Café.
Jilani Lhiba öffnet die Tür zu Jill's Café: Der Betreiber der Gecko-Lounge übernimmt nun auch das ehemalige Miljöö. Das Konzept unterscheidet sich nicht wesentlich vom alten Kult-Café.
Foto: Doris Schneider

Nicht 1 zu 1 wie das Miljöö, sagt er, aber auch nicht ganz anders. Das alte Café hatte im Dezember nach etwa 35 Jahren geschlossen. Die langjährigen Betreiberinnen Nicole König und Claudia Lehnen sind komplett ins Pfefferminzje in der Mehlgasse umgezogen.

Alt und neu: Dieses Spannungsfeld findet sich auch im Café selbst wieder. Alte und neue Holztische mischen sich, der Kaffee wird in einer supermodernen Maschine zubereitet und – wenn man es mag – in Sammeltassen serviert. Die hat Lhiba extra gekauft. „Wenn die Leute das gut finden, dann kaufen wir bei Ebay noch mehr“, sagt er. Die nugatbraune Wand erinnert an Jugendzimmer in den 70er-Jahren. „Es soll wie eine Art Wohnzimmer sein“, sagt der 38-Jährige, der nebenan auch die Gecko-Lounge betreibt und den viele Altstädter nur mit „Herrn Gecko“ ansprechen, wie er lachend erzählt. Ein Ort, an dem man sich entspannen kann, sagt auch Joachim Nebgen, für Jilani Lhiba eine Art Ziehvater. „Wenn alles so modern und hell ist, kann man gar nicht runterkommen.“ Zum Runterkommen sollen auch die wechselnden Ausstellungen helfen: Im Moment hängen an den Wänden Bilder von Eva Wilde, andere werden folgen. Und auf einem Bücherregal sollen bald Schmöker zum Tausch bereitstehen.

Auch die Karte erinnert ans Miljöö: Frühstück bis zum Nachmittag, Snacks, Kuchen. „Selbst gebacken“, betont Lhiba. Dafür ist Christine Wippich zuständig, ebenso wie für die Aufstriche und Marmeladen. Russischer Napoleonkuchen ist der Lieblingskuchen der gebürtigen Kasachin, eine aufwendige Torte mit selbst gemachtem Blätterteig und Buttercreme. „Mal schauen, was am besten geht, danach richten wir das Angebot.“

Eine Mischung aus älteren und jüngeren Gästen wünscht sich Jilani Lhiba für das neue Café, das jetzt im Winter etwa von 8 bis 20 oder 21 Uhr und in der Saison vermutlich bis etwa 23 Uhr geöffnet haben soll. Die Außenterrasse hofft er, im kommenden Monat aufmachen zu können, wenn das Wetter mitspielt. Im alten Miljöö hat die Mischung ja viele Jahre gut funktioniert: Viele ehemalige Studenten blieben dem Café treu, neue Gäste kamen hinzu.

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

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