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Koblenz

Freiluftpremiere: Unter freiem Himmel schmeckt Koblenzer Wein noch mal so gut

Großer Andrang rund um den Schängelbrunnen: Hunderte Weinfreunde pilgerten am Sonntag in die Nähe des Koblenzer Wahrzeichens, um an zwölf Ständen erlesene Tropfen aus Koblenzer Lagen zu kosten.

Dabei wohnten sie gleichsam einer Premiere bei, denn zum ersten Mal fand die traditionelle Weinverkostung nicht im Historischen Rathaussaal statt, sondern eine Etage tiefer auf dem Willi-Hörter-Platz im Schatten der mächtigen Platane.

Ein Umzug, der sich lohnte: Bereits nach einer Stunde zählte man 175 zahlende Gäste, so viel wie noch nie bei den bisher 21 Veranstaltungen von „Koblenzer Wein von Mosel und Rhein“ zuvor. „Wir hatten zwar auch in den vergangenen Jahren stetig steigende Besucherzahlen, aber der Zuspruch hier toppt dies noch einmal“, sagte Gerhard Spurzem, zweiter Vorsitzender der Koblenzer Winzer.

Die dominante Sorte der rund 40 Hektar großen Rebflächen, die die 13 Koblenzer Winzer bewirtschaften, ist der Riesling. „Ich gehe davon aus, dass ungefähr 65 Prozent der Fläche auf den Riesling entfallen, 10 weitere Prozent auf Rotwein, darunter fast ausschließlich Spätburgunder, und der Rest auf die Weißweine Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder sowie Müller-Thurgau“, erklärte Gerhard Spurzem.

Das Gros der Koblenzer Reben steht dabei an der Mosel. Am Rhein kann Koblenz nur mit den Rebstöcken an den Hängen des Ehrenbreitsteiner Mühlentals aufwarten. Die dortige Anbaufläche beträgt rund 8,5 Hektar.

Dass Wein im Pfaffendorfer Bienhorntal, in Horchheim oder auf der anderen Rheinseite an den Hängen zur Karthause angebaut wurde, ist längst Geschichte. Das Weingut Spurzem hatte zwar vor Jahrzehnten Rebstöcke in der Weinlage Karthäuserhofberg oberhalb des Laubachtals, aber diese sind schon lange aufgegeben. „Die Wildschweine haben dort allerdings damals alles kaputt gemacht“, so Gerhard Spurzem.

Unter den Weingästen unweit des Schängelbrunnens war auch der neue Oberbürgermeister David Langner. Ob der in Güls lebende kommende Stadtchef dabei auslotete, welche Weine demnächst in den Rathauskeller kommen? Wenn, dann sind es wohl eher trockene Weine. Langner bekannte: „Sowohl beim Weißen als auch beim Roten favorisiere ich eher die trockenen Weine.“

Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

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