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Koblenz

Ehenamen: Meistens setzt "Er" sich durch

Die ganz große (Entscheidungs-)Freiheit haben Hochzeitswillige seit 20 Jahren, was die Wahl ihres künftigen Namens angeht. Denn seit dem 1. April 1994 ist es nicht mehr zwingend vorgeschrieben, einen Ehenamen zu bestimmen – jeder darf auch nach der Hochzeit so heißen wie vorher. Doch die meisten Koblenzer entscheiden sich nach wie vor für einen gemeinsamen Namen – und zwar unverändert in den meisten Fällen für den des Mannes.

Foto: Svenja Wolf

Von unserer Redakteurin Doris Schneider

538 Eheschließungen gab es im Jahr 2013 in Koblenz, so Rainer Adamy. Von diesen Paaren haben sich 69 dazu entschlossen, dass jeder seinen früheren Nachnamen auch weiter behält. Das sind 13 Prozent. "Darunter sind viele Paare gewesen, bei denen mindestens einer der beiden aus einem Land kommt, das gemeinsame Ehenamen so gar nicht vorsieht", sagt der Leiter des Standesamts.

87 Prozent für gemeinsamen Namen – weit überwiegend der des Mannes

87 Prozent, also 469 Paare, haben sich also dazu entschieden, einen Ehenamen zu bestimmen. Und das ist in der überwiegenden Mehrheit der Fälle der Name des Mannes: 446 der 469 Paare entschieden so, entsprechend nur 23 bestimmten den Namen der Frau als gemeinsamen Ehenamen.

12 Prozent für einen Doppelnamen

Doch die Liste der Wahlmöglichkeiten ist noch nicht zu Ende: Zwölf Prozent derer, die einen Ehenamen bestimmen (57 Paare), entscheiden sich für einen Doppelnamen. Den kann entweder die Frau oder der Mann tragen, und dabei kann der eigene Name vorn oder hinten stehen. Das ist nicht mehr festgelegt. Im Übrigen kann der Ehename auch nachträglich noch festgelegt werden. Das kommt immer wieder vor, häufig vermutlich dann, wenn Kinder kommen und die Familienmitglieder dann doch gleich heißen wollen. Umgekehrt geht es dagegen nicht: "Wenn ein Ehename bestimmt ist, dann bleibt der so lang bestehen wie die Ehe", sagt Rainer Adamy. Thema ist die Namensfrage im Übrigen eigentlich in allen Traugesprächen, allein schon deshalb, weil die Standesbeamten eine Aufklärungspflicht haben, was die Wahlmöglichkeiten angeht.

Nur die Hälfte der Lebenspartnerschaften unter einem Namen

Anders als bei den Eheschließungen sieht es übrigens bei den gleichgeschlechtlichen Verpartnerungen aus: 14 gab es im Jahr 2013 in Koblenz. Sieben der Paare führen einen gemeinsamen Namen, in sieben Fällen behält jeder seinen beziehungsweise jede ihren. Zu einem Doppelnamen hat sich da keiner entschieden.

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