Kommentar: Schubladen im Kopf sind stabil

Seit 20 Jahren hat jedes Paar, das sich traut, auch die Möglichkeit, ganz frei über die Namenswahl zu entscheiden. Aber die Zahlen zeigen: Die aller-, allermeisten wählen nach wie vor den des Mannes.

Warum? Liegt es vielleicht an den Schubladen im Kopf, die sehr viel stabiler sind, als dass sie nach „nur“ 20 Jahren schon zerbrechen würden? Männer, die den Namen ihrer Gattin annehmen oder einen Doppelnamen tragen, gelten als „Frauenversteher“ (der Schimpfwortcharakter des Wortes erschließt sich mir nicht so richtig) oder als Weicheier. Und das will keiner sein. Ob sich das Bild in 20 Jahren geändert haben wird? Ich vermute: Nein. Die Schubladen sind aus sehr, sehr festem Holz.