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    Benefizkonzert: Heeresmusikkorps Koblenz und Solist spielen für HELFT UNS LEBEN

    Nach Konzerten des Heeresmusikkorps Koblenz fragen sich wohl manche Besucher: „Lässt sich das, was wir heute gehört haben, musikalisch noch überbieten?“ Dass die Musiker mit ihrer Leiterin Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe immer noch einen draufsetzen können, bewiesen sie beim 38. Benefizkonzert zugunsten von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung für Familien und Kinder in Not, vor 1300 Besuchern in der ausverkauften Rhein-Mosel-Halle.

    Benedict Kloeckner brillierte als Solist im Konzert für Cello und Blasorchester von Friedrich Gulda beim Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Koblenz unter der Leitung von Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe.
    Benedict Kloeckner brillierte als Solist im Konzert für Cello und Blasorchester von Friedrich Gulda beim Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Koblenz unter der Leitung von Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe.
    Foto: Winfried Scholz

    Brillanter Höhepunkt war das Konzert für Cello und Blasorchester des österreichischen Komponisten und Pianisten Friedrich Gulda. Bejubelter Solist war der aus der Region stammende, international renommierte Cellist Benedict Kloeckner. „Einfach grandios“, lautete das zutreffende Urteil von Manuela Lewentz-Twer, der Ersten Vorsitzenden von HELFT UNS LEBEN.

    Es war schon lange Kloeckners Wunsch, dieses äußerst selten gespielte und musikalisch höchst anspruchsvolle Konzert aufzuführen. Bislang hatte er noch kein geeignetes Orchester gefunden. Die künstlerische Liaison ergab sich durch ein eher zufälliges Zusammentreffen von Kloeckners Mutter und Alexandra Schütz-Knospe.

    Gulda hat in dem Konzert mehrere Musikstile vereint, vom Jazz über ein Menuett bis hin zur österreichischen Volksmusik als Hommage an seine Heimat. Beeindruckend war die in Richtung Avantgarde tendierende Kadenz, zu der der Solist improvisieren durfte. Dabei faszinierte Kloeckner mit zarten Flageoletttönen auf dem 1680 vom berühmten Cremoneser Instrumentenbauer Francesco Ruggeri geschaffenen, wertvollen Cello.

    Manuela Lewentz-Twer, Erste Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, informierte zusammen mit Peter Burger über die aktuelle Arbeit der RZ-Hilfsaktion. Insgesamt wurden bislang mehr 
als 26 Millionen Euro 
für Bedürftige gespendet.

    Manuela Lewentz-Twer, Erste Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, informierte zusammen mit Peter Burger über die aktuelle Arbeit der RZ-Hilfsaktion. Insgesamt wurden bislang mehr 
als 26 Millionen Euro 
für Bedürftige gespendet.

    Foto: Winfried Scholz

    Das übrige Programm stand unter dem Generalthema Jagd. Das heitere „Der Jäger aus Kurpfalz“ erinnert an die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Preußen aufgestellten Jägerbataillone. Nach der Ouvertüre zu Carl Maria von Webers romantischer Oper „Der Freischütz“ und dem Stück „Waidmannsheil“ von August Reckling zogen die Heeresmusiker das Publikum mit modernen Stücken in ihren Bann. Das von Thomas Doss komponierte „Outback“ beschreibt musikalisch die Lebensweise der Aborigines, der australischen Ureinwohner. Lateinamerikanische Rhythmen symbolisierten bei „El toro loco“ die Kunststücke eines Stiers in der Arena. Mit „Jäger des verlorenen Schatzes“ begann die legendäre Reihe der Indiana-Jones-Filme. Die bekanntesten Themen der Filmmusiken von John Williams waren von Arrangeur Hans von der Heide zusammengestellt worden. Immer wieder Szenenapplaus brandete beim rasanten „The Race“ von Boris Blank auf, arrangiert vom früheren Musikkorpsleiter Robert Kuckertz. Das Schweizer Musikduo Yello hatte zunächst Motorengeräusche zusammengestellt. Das begeisternde Stück war in den 1990er- Jahren die Titelmelodie zur Musiksendung „Formel 1“.

    Die Zugaben „Auf der Jagd“ von Johann Strauß Sohn und der „Radetzkymarsch“ seines Vaters gaben schon einen Vorgeschmack auf das neue Jahr. Beim Marsch war das Publikum allerdings noch nicht so ganz sattelfest, an welchen Stellen es mitklatschen darf.

    Von unserem Mitarbeiter Winfried Scholz

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