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Koblenz

Auftakt: Traumstart für Koblenzer Narren trotz Regen

Reinhard Kallenbach

Es ist angerichtet: Die Koblenzer Session 2017/2018 ist eröffnet. Tausende Narren ließen sich vom typischen Novemberwetter nicht abschrecken. Sie erlebten eine Premiere, bei der erstmals der Münzplatz im Mittelpunkt stand. Und auch die Inhaber der benachbarten Kneipen hatten gute Gründe, sich zu freuen.

Für das Tollitätenpaar, Prinz Marcel, „der flammende Niederberger“, und Confluentia Rebecca, war es ein Auftakt nach Maß. Vor beschirmter Kulisse ging es nicht um große Worte, sondern vor allem darum, für gute Stimmung zu sorgen. Und das machten die beiden, unterstützt von ihrem großen Gefolge vom Närrischen Korps Blau-Weiß, vorbildlich.

Die Überraschung des Tages gab jedoch der Oberbürgermeister bekannt. Joachim Hofmann-Göttig erklärte, dass die Koblenzer Party zum Sessionsauftakt nach Köln inzwischen die zweitgrößte in Deutschland ist. Er berief sich dabei auf die Angaben des Bunds Deutscher Karneval. Franz-Josef Möhlich, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK), zählte die letzten Sekunden bis zum offiziellen Beginn der Session übrigens nicht kurz vor 11.11 Uhr, sondern drei Minuten früher an. Denn die Mannen von Brings haben einen straffen Zeitplan mit weiteren Terminen. Da zählte jede Minute – und schon um 11.29 Uhr legte die beliebte Formation los.

Die Kölschrocker waren übrigens von der Atmosphäre in Koblenz begeistert und wollen 2019 wiederkommen. „Sie haben uns nach ihrem Auftritt gefragt“, so der Vorstand der gastgebenden AKK auf Anfrage unserer Zeitung. Und das werden die begeisterten Narren gerne hören. Sie sorgten dafür, dass die Riesenparty binnen kürzester Zeit von null auf hundert durchstartete. „Perfekt“ lautet denn auch das Fazit von Olav Kullak. Der Zugmarschall, der im Vorstand der AKK auch für die Sicherheit zuständig ist, meinte damit nicht nur die Stimmung. Es gab keinerlei nennenswerte Zwischenfälle, auch für die Ersthelfer war es eine ruhige Veranstaltung.

Die Polizei spricht von insgesamt etwa 4000 Besuchern. Die AKK nennt dagegen 3900 Gecken, die das Einlassbändchen im Vorverkauf erworben hatten, und zusätzlich 1000 Uniformierten. Die Kapazitäten waren also ausgereizt, sodass es keine Tageskasse gab. Auch wenn es mitunter laut wurde, hielt sich die Belastung in Grenzen. Bereits gegen 17 Uhr verstummte die Musik. Zu dieser Zeit hatten viele Narren – vor allem wegen des schlechten Wetters – damit begonnen, in den Altstadtkneipen weiterzufeiern.

„Aus polizeilicher Sicht war es eine friedliche und störungsfreie Veranstaltung, und die Polizei bedankt sich bei allen Beteiligten“ lautete das Fazit aus dem Polizeipräsidium. Da die Rahmenbedingungen auf dem Münzplatz für die Organisatoren deutlich besser sind als auf dem Jesuitenplatz, stehen für das kommende Jahr die Chancen für eine Wiederholung des Spektakels am neuen Standort gut. Ist also alles in bester Ordnung? Nicht ganz. Die AKK sieht Optimierungsbedarf im Detail. So soll im kommenden Jahr der zentrale Ausgangsbereich durch einen weiteren Ausgang ergänzt werden. Auch wird es dann mehr Toiletten geben.

Beim Einlass gab es übrigens keine Probleme. Die Besucher ließen die Sicherheitskontrollen geduldig über sich ergehen.

Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

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