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Hunsrück/Rio Grande do Sul

Studenten aus Brasilien lernen Region kennen

Hunsrück/Rio Grande do Sul. Im Süden Brasiliens gibt es noch viele Schulen, an denen Deutsch als Fremdsprache gelehrt wird sowie einige deutsche Schulen.

Ein Besuch bei der Rhein-Hunsrück-Zeitung in Simmern gehörte für die angehenden Deutschlehrer aus Brasilien dazu. Redaktionsleiter Thomas Torkler (links) empfing die von Barbara Ahl (rechts) und Gerhard Roos (3. von links) begleiteten Studenten.
Ein Besuch bei der Rhein-Hunsrück-Zeitung in Simmern gehörte für die angehenden Deutschlehrer aus Brasilien dazu. Redaktionsleiter Thomas Torkler (links) empfing die von Barbara Ahl (rechts) und Gerhard Roos (3. von links) begleiteten Studenten.
Foto: Werner Dupuis

Die Ausbildung der Brasilianer zu Deutschlehrern übernimmt dabei das Institut für die Deutschlehrerausbildung (IFPLA) in Ivoti im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul. Während des zehn Semester dauernden Studiums ist für die Studenten auch ein zweimonatiger Gastaufenthalt in Deutschland vorgesehen.

Insgesamt acht Studentinnen und ein Student sind seit 1. Januar diesen Jahres in Deutschland. Nach Leipzig, Berlin und Bremen steht jetzt ein einwöchiges Kennenlernen des Hunsrücks und des Welterbes Oberes Mittelrheintal auf dem Reiseprogramm.

Aus dem Hunsrück stammen bekanntlich viele Auswanderer im Süden Brasiliens. Auf Einladung der Rheinböllener Brasilienfreunde sind neun Studenten in Gastfamilien seit dem 3. Februar untergebracht. Am kommenden Samstag sagen sie der Heimat ihrer Vorfahren auf Wiedersehen. Eine Woche steht dann noch für jeden Einzelnen an, wobei jeder Reiseteilnehmer individuell ein anderes Fleckchen Deutschland kennenlernen wird. So stürzt sich eine Studentin in den Rheinischen Karneval in Düsseldorf, eine andere wird den Kölner Rosenmontagszug besuchen, und eine Brasilianerin schnuppert ein wenig Faschingsluft in München. Die Brasilienfreunde haben während des Hunsrückaufenthalts der Gäste ein umfangreiches Programm gemeinsam mit den Gasteltern erarbeitet. Es ist bereits das elfte Mal, dass Deutschlehrer-Studenten für eine Woche nach Rheinböllen kommen.

Ein Stadtrundgang durch das mittelalterliche Städtchen Bacharach mit seinen Fachwerkhäusern, den Türmen und der Stadtmauer bot einen guten Einstieg. Eine Tour durchs Welterbe Oberes Mittelrheintal, mit Besuchen von Koblenz, dem Deutschen Eck, der Burg Rheinfels, dem Aussichtspunkt Maria Ruh bei Urbar, dem Günderodehaus und einer Weinprobe in Oberwesel, kam gut an.

Schließlich ging es auch noch nach Mainz in den Landtag, wo die Studenten von Landtagsvizepräsident Hans-Josef Bracht empfangen wurden und mit ihm diskutieren konnten. Danach war ein Besuch im Gutenberg-Museum vorgesehen, wo die Gäste aus Brasilien Einblicke in die Buchdruckkunst gewinnen konnten.

Natürlich stand auch „Dienstliches“ auf dem Programm. An beiden Rheinböllener Schulen und im Kindergarten Arche Noah konnten sie vormittags hospitieren. Am Nachmittag war dann noch ein Gespräch im Rheinböller Jugendraum mit der Jugend vorgesehen, bevor es in Rheinböllen auf Nachtwanderung ging.

Das Staatliche Studienseminar für das Lehramt an Grundschulen in Simmern bot ebenfalls die Möglichkeit einer Hospitation an der Rottmann-Grundschule in Simmern mit anschließender fachlicher Reflexion der beiden Schultage durch die Institutsleiterin Cornelia Löwenstein. Und ein Stockwerk tiefer liegt die Redaktion der Rhein-Hunsrück-Zeitung, der die Brasilianer noch einen Besuch abstatteten und sich über die Produktion einer regionalen Tageszeitung informierten.

Nicht unbekannt dürfte den Gästen das bunte Treiben sein, das sie ab Schwerdonnerstag kennenlernen. Heute geht's auf die Weiberfastnacht. Die Rheinböller Möhnen erhalten auf diese Weise charmante Unterstützung beim Erstürmen des Rathauses. Am heutigen Nachmittag gibt es dann noch ein karnevalistisches Kegeln im KiR in Rheinböllen.

Am morgigen Freitag werden Bürgermeister Arno Imig und Stadtbürgermeisterin Bernadette Oberthür die Studenten aus Brasilien im Rathaus empfangen und ihnen die Aufgaben der Kommunen hinsichtlich der Schulen erklären.

Die Heimat ihrer Vorfahren lernen die Gäste aus Rio Grande do Sul dann in Gehlweiler kennen, dem Drehort von „Die andere Heimat“ von Edgar Reitz. Eine Führung bringt ihnen die Situation ihrer nach Brasilien ausgewanderten Vorfahren näher, bevor ein geselliges Beisammensein mit den Brasilienfreunden Hunsrück den einwöchigen Besuch abschließt

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