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Kastellaun

Soldaten und Polizisten bringen das Lachen zurück

Kinder gehören immer zu den größten Verlierern in den Krisengebieten weltweit. Um das Schicksal traumatisierter, verwundeter und elternloser Kinder kümmert sich der Verein „Lachen Helfen“. Auch im Hunsrück ist diese Initiative aktiv. Bedingt durch die vielen Auslandseinsätze, sind in der Hunsrück-Kaserne in Kastellaun Soldaten für diese Initiative in ihrer Freizeit aktiv.

Sie alle unterstützen „Lachen Helfen“: Karsten Meinhard (von links), Wolfgang Reeb, Kurt Kremski, Wilma und Kurt Prell, Bürgermeister Christian Keimer und Kasernenkommandeur Steffen Gerth und Sebastian Potzler.  Foto: W. Dupuis
Sie alle unterstützen „Lachen Helfen“: Karsten Meinhard (von links), Wolfgang Reeb, Kurt Kremski, Wilma und Kurt Prell, Bürgermeister Christian Keimer und Kasernenkommandeur Steffen Gerth und Sebastian Potzler.
Foto: W. Dupuis

1996 gründeten während des Bürgerkriegs auf dem Balkan deutsche Soldaten die Initiative „Lachen Helfen“, um den leidenden Kindern zu helfen, die unverschuldet in große Not geraten waren. Dank ihrer spontanen Hilfe brachten die Soldaten den Jungen und Mädchen in Bosnien und Kroatien zumindest für unbeschwerte Momente ihr Lachen zurück. Bereits zwei Jahre später entstand daraus ein eingetragener Verein, der von nun an direkt vor Ort in den Einsatzländern und in enger Zusammenarbeit mit dem Einsatzführungskommando seine humanitäre Hilfe professionalisierte.

Ab 2009 kamen dann deutsche Polizisten hinzu und helfen seitdem gemeinsam mit Soldaten und zivilen Mitstreitern den Kindern in den Kriegs- und Krisengebieten, wo immer dies möglich ist. Mit eigenen Spendengeldern konnten bisher weit mehr als 500 Hilfsprojekte realisiert werden.

Die aktuelle Entwicklung in vielen Ländern wie in Afghanistan, in Mali, im Irak, im Südsudan und in der Ukraine zeigt, wie notwendig die Unterstützung nach wie vor ist und voraussichtlich noch für einen langen Zeitraum sein wird.

Im Einsatzgebiet der Bundeswehr und der deutschen Polizisten in Afghanistan fördert „Lachen Helfen“ vor allem die Einrichtungen von Schulen und sogenannten Basic Health Centern. In einem Land, in dem Analphabetentum noch immer eine große Rolle spielt, sind Investitionen in Bildung und medizinische Einrichtungen die beste Prävention, um Armut zu verhindern.

Mit der humanitären Unterstützung verknüpft „Lachen Helfen“ auch die Hoffnung, dass die deutschen Soldaten und Polizisten, die oft unter schwierigen Bedingungen Sicherheit schaffen und Wiederaufbauhilfe leisten, nicht als Besatzer geduldet, sondern als Partner und Freunde begrüßt werden.

Bewährt hat sich im Hunsrück seit vielen Jahren die Kooperation zwischen der in Kastellaun beheimateten Reservistenkameradschaft, den aktiven Soldaten des Informationstechnikbataillons 282 aus der Hunsrück-Kaserne und der Polizeiinspektion Simmern. Rund 40 Helfer sind während gemeinsamer Aktionen und bei öffentlichen Veranstaltungen aktiv, ziehen mit ihrem Glücksrad übers Land, besuchen Volksfeste und sammeln bei jeder Gelegenheit Spenden.

Karsten Meinhard und das Ehepaar Wilma und Kurt Prell aus Beltheim sind die Repräsentanten von „Lachen Helfen“ im Hunsrück. Sie haben ihr Amt von Wolfgang Reeb aus Ney, der acht Jahre lang Vorsitzender und Triebfeder des Vereins war, übernommen.

Karsten Meinhard hat die Realität kennengelernt. Von Somalia, Irak, Kosovo, Bosnien bis Afghanistan war der Stabsfeldwebel elfmal bei Friedenseinsätzen. Ihre humanitäre Verantwortung und Liebe Kindern gegenüber brachte das Ehepaar Prell dazu, sich bei „Lachen Helfen“ zu engagieren. Geld- und Sachspenden, gut erhaltene Kinderspielsachen und Werbeartikel werden als Preise für das Glücksrad gesucht.

Kontakt: kuwiprell@gmx.de

Von unserem Reporter
Werner Dupuis

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