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Simmern

Rauchsäule über Simmern: 400 Feuerwehrkräfte löschen Großbrand [Update Karfreitag mit Fotos & Videos]

Der Himmel verfinsterte sich am Tag vor Karfreitag am Mittag über Simmern. Beim Getränkevertrieb Donsbach-Weirauch in der Gemündener Straße war ein Feuer ausgebrochen.

Beim Getränkehandel Donsbach-Weirauch in der Gemündener Straße war Feuer ausgebrochen. Laut Polizei waren Schweißarbeiten auf dem Flachdach einer großen Lagerhalle Ursache des Brands. Ein Dachdecker kam mit Rauchvergiftung ins Simmerner Krankenhaus. Die Halle wurde komplett zerstört, Wohnhaus und Büroräume konnten glücklicherweise gerettet werden.

Stundenlang lag beißender Qualm über der Kreisstadt. Die Polizei warnte die Bevölkerung, die Fenster geschlossen zu halten. „Bis jetzt sind alle Werte in Ordnung“, meldete Einsatzleiter Stefan Bohnenberger gegen 16 Uhr. Ein ABC-Erkundungsfahrzeug war von der Koblenzer Berufsfeuerwehr herbeigeeilt. Der frische Wind sorgte für schnelle Durchmischung der Luft, was die Situation entspannte, und die Messgeräte keine gefährlichen Werte anzeigten.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Die Brandbekämpfung gestaltete sich äußerst schwierig. Die starke Rauchentwicklung, hervorgerufen durch die Deckenisolierung des Flachdachs sowie die in der Halle gelagerten Plastikflaschen und Getränkekisten, verhinderte zunächst, dass die Feuerwehr zum Brandherd vordringen konnte.

Die Löschwasserversorgung klappte bestens, zunächst mit Tanklöschfahrzeugen, dann mit Hilfe von sieben Pumpen am Simmerbach sowie vom Hydranten am Krankenhaus. 1000 Liter pro Minute schafft eine Pumpe. "Wir hatten sieben Leitungen im Einsatz, das klappte reibungslos", sagte Stefan Bohnenberger.

Auch eine mögliche Verunreinigung durch Löschwasser hatte man im Griff. Am Brandgelände wurde ein Auffangbecken aufgebaut, sodass durch Kunststoff verunreinigtes Löschwasser sowie Löschschaum nicht in den Simmerbach abfließen konnten.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Der Einsatz begann am Gründonnerstag um 12 Uhr. Zehn Stunden später war er beendet. Am Ende waren insgesamt 400 Feuerwehrleute in Simmern vor Ort. Sie kamen größtenteils aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis. Vier Drehleitern aus Simmern, Sohren-Büchenbeuren, St.Goar-Oberwesel und Kastellaun wurden zur Brandbekämpfung benutzt. Aus Bad Kreuznach stand eine fünfte Drehleiter bereit, aus Birkenfeld kam zusätzlicher Atemschutz.

Dennoch: „Wir kommen erst an den Brandherd, wenn ein Abbruchunternehmen das Dach aufmacht“, sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Stefan Bohnenberger vier Stunden nach Einsatzbeginn. „Wenn wir bis Mitternacht fertig sind, wäre es gut“, erwartete Bohnenberger einen langen Einsatz. Nachdem der Abrissbagger der Feuerwehr am späten Nachmittag den Einsatzkräften Zugang zum Brandherd verschafft hatte, hatten diese aber kurz nach 18 Uhr das Feuer im Griff. Erschöpft übergaben sie gegen 22 Uhr an die Brandwache.

Stefan Bohnenberger war zufrieden: „Heute hat sich wieder einmal bewährt, was wir seit einigen Jahren hier im Kreis praktizieren. Die Zusammenarbeit klappte hervorragend, ein Rädchen griff ins andere. Das hat – bei allem Ernst der Situation – Spaß gemacht. Es stand zeitweise Spitz auf Knopf, aber die Jungs haben gut geschafft.“ tor

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