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    Neujahrsempfang: Bündnisgrüne wollen weiter die Politik mitgestalten

    Auch die Bündnisgrünen haben in den Wahlkampfmodus umgeschaltet. Das war beim Neujahrsempfang, zu dem der Kreisverband Rhein-Hunsrück in die evangelische Erwachsenenbildungsstätte fast schon traditionell zum Ende des ersten Monats im neuen Jahr eingeladen hatte, deutlich zu spüren. Der Klimawandel und seine Folgen sowie die Flüchtlingsströme standen im Mittelpunkt des Beisammenseins.

    Stießen auf einen Erfolg am 13. März an: Tabea Rößner (von links), Thomas Petry, Jutta Blatzheim-Roegler, Ralf Kauer, Daniela Lukas von Nievenheim und Irene Theiß hoffen auf ein gutes Ergebnis der Bündnisgrünen bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl.  Foto: Markus Lorenz
    Stießen auf einen Erfolg am 13. März an: Tabea Rößner (von links), Thomas Petry, Jutta Blatzheim-Roegler, Ralf Kauer, Daniela Lukas von Nievenheim und Irene Theiß hoffen auf ein gutes Ergebnis der Bündnisgrünen bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl.
    Foto: Markus Lorenz

    Als "Hausherrin". das Büro der Bündnisgrünen liegt in direkter Nachbarschaft zur Bildungsstätte - begrüßte Irene Theiß aus Simmern die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner, die Landtagsabgeordnete Jutta Blatzheim-Roegler und den Direktkandidaten des Wahlkreises 16, Ralf Kauer. Nicht zuletzt hatte sich der Landesvorsitzende Thomas Petry auf den Weg in den Hunsrück gemacht. Kauer unterstrich, dass der Klimawandel neben den weltweiten Kriegen und Krisen ein Hauptgrund für die derzeitige Flüchtlingssituation sei. "Dieses Thema wird uns in naher Zukunft noch mehr beschäftigen. Es wird dann die Hauptursache dafür sein, dass Menschen ihre Heimatländer verlassen. Der Klimawandel war schon immer ein Kernthema grüner Politik", erläuterte der Kirchberger. Er wolle dieser ein Gesicht in der Region geben.

    Tabea Rößner nutzte den Empfang für einen Rückblick aufs vergangene Jahr: "Es gab vieles, was mich schockiert hat. Die Anschläge in Paris und Istanbul waren keine Zufälle - beides sind weltoffene Städte. Deshalb ist es wichtig, für unsere Grundwerte einzustehen." Die Idee von Europa habe 70 Jahre lang den Frieden gesichert. Umso bedeutender sei es nun, sich weiter dafür einzusetzen. Sie warf der Bundesregierung vor, von den Flüchtlingsströmen "völlig überrascht" gewesen zu sein. "Dabei war doch von Anfang an klar, dass die ganzen Konflikte auch Auswirkungen auf uns haben werden. Das ist auch das Resultat westlicher Politik." Denjenigen, die nach "schnellen Lösungen" suchen, erteilte sie eine Abfuhr. "Wir dürfen unsere Grundwerte nicht über Bord werfen. Wer zu uns kommt, hat ein Recht auf Asyl."

    Die Abschottungspolitik konservativer Parteien - darunter auch der AfD - sei absurd und menschenverachtend. "Dass der rechte Rand, auch in Europa, wächst, bereitet mir große Sorgen. Integration ist eine Herkulesaufgabe, sie bietet unserem Land aber auch große Chancen. Rheinland-Pfalz ist gut aufgestellt. Wir Grünen haben schon vor vier Jahren ein Integrationsministerium eingerichtet. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch in Zukunft Politik mitgestalten können", sagte die Bundestagsabgeordnete.

    "Es wäre natürlich schön, wenn alle uns am 13. März wählen. Aber noch wichtiger ist, dass alle wählen gehen und damit die Rattenfänger und Rechtspopulisten verhindern." Ins gleiche Horn stieß Jutta Blatzheim-Roegler. "Ich hätte mir vor einem Jahr nicht vorstellen können, dass Parteien wie die AfD solche Zuwächse haben, und kann nicht fassen, welche Ängste sie schüren. Wir sind an einem Punkt, wo wir Grünen wieder die Stimme erheben müssen. Auch über manche Äußerungen von Julia Klöckner bin ich erschrocken", führte die Landtagsabgeordnete aus. In Rheinland-Pfalz sei in den vergangenen Jahren viel geleistet worden - ob in der Verbesserung des Nahverkehrs, der Energiewende oder dem Umweltschutz. "Wir haben gezeigt, dass die Grünen nicht nur Umwelt können - wir können auch Wirtschaft und Verkehr."

    Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von Jochem Prämassing. Lieder aus der Arbeiter- und Friedensbewegung standen auf seinem Programm. Markus Lorenz

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