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    Urbar

    Nach jahrelangem Leerstand: Hotelier ist neuer Pächter auf Maria Ruh

    Der Urbarer Aussichtspunkt Maria Ruh ist einer der schönsten Plätze im Mittelrheintal. Das dort befindliche Ausflugslokal ist allerdings seit Jahren geschlossen. Doch das wird sich jetzt ändern: Gerd und Petra Ripp vom Romantikhotel Schloss Rheinfels sind die neuen Pächter von "Maria Ruh Loreleyblick". Bereits am 1. Mai soll dort wieder Leben einkehren.

    VG-Bürgermeister Thomas Bungert (von links), Ortsbürgermeister Thomas Stein, Eigentümer Fatbardh Tominaj sowie die neuen Pächter Gerd und Petra Ripp vom Romantikhotel Schloss Rheinfels freuen sich, dass auf Maria Ruh bald wieder Leben einkehrt.
    VG-Bürgermeister Thomas Bungert (von links), Ortsbürgermeister Thomas Stein, Eigentümer Fatbardh Tominaj sowie die neuen Pächter Gerd und Petra Ripp vom Romantikhotel Schloss Rheinfels freuen sich, dass auf Maria Ruh bald wieder Leben einkehrt.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Von unserer Redakteurin Martina Koch

    Der jahrelange Leerstand an dieser exponierten Stellen war dem Fehlen eines geeigneten Pächters geschuldet: Bis 1996 hatte der Besitzer des Lokals, der Gastronom Fatbardh Tominaj, Maria Ruh betrieben. Als er die Region verließ, suchte er nach einem geeigneten Nachfolger - zunächst vergeblich: "Als Gastronom weiß ich, wie viel Arbeit hinter so einem Betrieb steckt. Damit kann man kein schnelles Geld verdienen."

    Tominaj hat nach wie vor eine starke emotionale Bindung zu dem Haus und will den Betrieb in guten und zuverlässigen Händen wissen. Und diese fand er schließlich lediglich eine Stunde Fußweg von Maria Ruh entfernt: Gerd und Petra Ripp wollen in Urbar ein gastronomisches Angebot schaffen, das es so noch nirgendwo in der Region gibt. "Wir machen daraus keine Kneipe", verspricht Gerd Ripp beim Ortstermin mit dem Eigentümer und Lokalpolitikern.

    Eine kleine aber feine Tagesküche

    Vom Schloss Rheinfels sind die Gäste schließlich eine gehobene Gastronomie gewohnt, dementsprechend soll auch auf Maria Ruh Qualität geboten werden: kleine, aber feine Gerichte, die die Hotelgäste der Rheinfels aber auch Wanderer und Besucher aus der Umgebung ansprechen. "Wir wollen hier keine goldene Currywurst servieren", macht Ripp deutlich.

    In den im modernen Landhausstil möblierten Räumen sowie auf der weitläufigen Terrasse mit Blick auf den Loreleyfelsen sollen sich auch diejenigen wohlfühlen, die bei ihrer Tour über den Rheinburgenweg eine Möglichkeit zur Einkehr suchen. Auch Picknickkörbe für ein Mahl auf der Wiese werden auf Wunsch zusammengestellt. Einen besonderen Schwerpunkt wird das Café bilden. Maria Ruh bekommt eine eigene Kaffeerösterei, in Zusammenarbeit mit der preisgekrönten Pâtissière Sabine Pauly sollen außerdem hochwertige Konditorwaren angeboten werden. Gerd Ripp und sein Team wollen Maria Ruh zur ersten Adresse für Kaffeeliebhaber in der Region entwickeln.

    Umbau kostet eine halbe Million Euro

    Bis es so weit ist, stehen aber noch arbeitsreiche Wochen und Monate bevor: Durch den langen Leerstand zeichnet die Räume des Ausflugslokals ein angestaubter bis morbider Charme aus. Bereits kommende Woche werden sie komplett entkernt, Anfang Januar beginnen dann die eigentlichen Sanierungs- und Einrichtungsarbeiten. Eine halbe Million Euro wird Gerd Ripp investieren, dabei wird das Projekt mit 40.000 Euro aus der Dorferneuerung gefördert.

    VG-Bürgermeister Thomas Bungert könnte sich außerdem vorstellen, in der kommenden Periode Gelder aus dem EU-Förderprogramm Leader zu beantragen: "Das ist einer der schönsten Plätze im Rheintal, wir haben uns lange darum bemüht, hier wieder eine Gastronomie anzusiedeln." Auch der Urbarer Ortsbürgermeister Thomas Stein freut sich zusammen mit dem gesamten Gemeinderat darüber, dass sich auf Maria Ruh wieder was bewegt: "Dieser Platz bekommt jetzt endlich die Wertigkeit, die er verdient hat."

    Besonders an den Wochenenden ist Maria Ruh über den Rheinburgenweg stark frequentiert. Bis zu 1500 Wanderer passieren dann nach Schätzungen des Ortsbürgermeisters den Aussichtspunkt - alles potenzielle Gäste, die auf Maria Ruh lange vergeblich nach einer kühlen Erfrischung oder dem heißen Kaffee zur Rast suchten.

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