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    KGS setzt auf Prävention gegen rechte Szene

    Die jüngste Abschlussfeier der Kooperativen Gesamtschule Kirchberg hat für viel Wirbel und Aufregung gesorgt. Damals wurde ein Lied aufgeführt, das von einer Gruppe stammt, die der rechten Szene zuzuordnen ist (wirberichteten). Die Schule distanzierte sich zwar unmittelbar nach Bekanntwerden dieses Hintergrundes eindeutig von der Gruppe und stellte klar, dass es an der KGS Kirchberg keinerlei Toleranz gegenüber Rechtsextremismus gibt. Dennoch blieb bei einigen ein bitterer Nachgeschmack.

    Kirchberg - Die jüngste Abschlussfeier der Kooperativen Gesamtschule Kirchberg hat für viel Wirbel und Aufregung gesorgt. Damals wurde ein Lied aufgeführt, das von einer Gruppe stammt, die der rechten Szene zuzuordnen ist (wirberichteten). Die Schule distanzierte sich zwar unmittelbar nach Bekanntwerden dieses Hintergrundes eindeutig von der Gruppe und stellte klar, dass es an der KGS Kirchberg keinerlei Toleranz gegenüber Rechtsextremismus gibt. Dennoch blieb bei einigen ein bitterer Nachgeschmack.

    „Diesen Ruf haben weder die Schule noch die Region verdient“, betonte der stellvertretende Schulleiter Torsten Stoffel. Bei der KGS hat man deshalb mit einem Studientag zum Thema „Prävention gegen Rechtsextremismus reagiert. Die Veranstaltung wurde durch geballte Fachkompetenz ergänzt. Lehrer, Schüler und Eltern sollen so für das Thema sensibilisiert und über die Machenschaften rechtsextremistischer Gruppen insbesondere bei der Rekrutierung von Jugendlichen informiert werden.

    Dazu konnten gleich drei Referenten des „Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz“ gewonnen werden. Auch die „Bundeszentrale für politische Bildung“ sowie die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion waren vertreten.

    Ein Impulsreferat führte zunächst in die Thematik ein, bevor man sich in Arbeitsgruppen mit „Musik der rechten Szene“, „Schule ohne Rassismus“ und einem „Argumentationstraining gegen rechte Parolen“ beschäftigte. In einem weiteren Workshop wurde erklärt, wie Jugendliche rechtes Gedankengut erkennen. Drei junge Juso-Aktivisten aus der Region informierten die Schüler beispielsweise über unbekannte Symboliken der rechtsextremen Szene. Sechs Beamte der Polizeiinspektion Simmern, darunter auch der Dienststellenleiter, sowie des Polizeipräsidiums Koblenz reisten ebenfalls nach Kirchberg, um die Veranstaltung durch ihre Berichterstattung und Erfahrungen speziell zum Thema „Rechtsradikalismus im Rhein-Hunsrück-Kreis“ zu bereichern.

    Als übereinstimmendes Ergebnis aller Workshops wurde festgehalten, dass Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus an Schulen wichtig ist, Sinn macht und an der Schule auch in Zukunft intensiv betrieben werden soll. Gleichzeitig wurde jedoch betont, dass es rund um Kirchberg keine fest verwurzelten Strukturen oder Gruppierungen aus dem rechten Lager gibt. „Vor allem aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse des informationsreichen Tages werden alle am Schulleben Beteiligten künftig sicherlich ein noch wachsameres Auge bezüglich der Thematik haben“, erklärte Stoffel abschließend.

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