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    Drittes Heizwerk im Kreis nimmt Gestalt an

    Die RheinHunsrück Entsorgung (RHE) feiert Richtfest in Emmelshausen. Innerhalb zweier Jahre entsteht derzeit nach Simmern und Kirchberg das kreisweit dritte Heizwerk, das ausschließlich mit Baum- und Strauchschnitt betrieben wird. Insgesamt werden an das neue Nahwärmenetz in Emmelshausen acht Schulgebäude und zwei Sporthallen angeschlossen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 2 Millionen Euro. Das Heizwerk soll zum Ende des Jahres fertiggestellt sein. Nach mehrwöchiger Testphase soll dann im Frühjahr die offizielle Einweihung stattfinden.

    Beim Richtfest anwesend neben Landrat Bertram Fleck (5. von links), Bürgermeister Peter Unkel (rechts) und den RHE-Vorständen Klaus-Peter Hildenbrand (4. von rechts) und Thomas Lorenz (2. von rechts) auch Vertreter der Schulen und der Bauleitung anwesend.
    Beim Richtfest anwesend neben Landrat Bertram Fleck (5. von links), Bürgermeister Peter Unkel (rechts) und den RHE-Vorständen Klaus-Peter Hildenbrand (4. von rechts) und Thomas Lorenz (2. von rechts) auch Vertreter der Schulen und der Bauleitung anwesend.
    Foto: Suzanne Breitbach

    Emmelshausen - Die RheinHunsrück Entsorgung (RHE) feiert Richtfest in Emmelshausen. Innerhalb zweier Jahre entsteht derzeit nach Simmern und Kirchberg das kreisweit dritte Heizwerk, das ausschließlich mit Baum- und Strauchschnitt betrieben wird. Insgesamt werden an das neue Nahwärmenetz in Emmelshausen acht Schulgebäude und zwei Sporthallen angeschlossen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 2 Millionen Euro. Das Heizwerk soll zum Ende des Jahres fertiggestellt sein. Nach mehrwöchiger Testphase soll dann im Frühjahr die offizielle Einweihung stattfinden.

    Zukünftige Wärmeabnehmer und damit Vertragspartner sind der Rhein-Hunsrück-Kreis für die IGS Emmelshausen und die Verbandsgemeinde Emmelshausen als Schulträger der Grundschule. Beim Richtfest waren Nachbarn und beteiligte Firmen zugegen, ebenso Landrat Bertram Fleck, Bürgermeister Peter Unkel sowie weitere kommunale Vertreter.

    RHE-Vorstandsmitglied Thomas Lorenz erläuterte, dass die RHE erneut Investor und Betreiber der Anlage ist. Auch sein Vorstandskollege Klaus-Peter Hildenbrand zeigte sich zufrieden mit dem Projekt. „Der 100-prozentige Einsatz von aufbereitetem Baum- und Strauchschnitt hat sich als Konzept in den bestehenden Anlagen in Simmern und Kirchberg bereits bewährt“, äußerte er sich positiv über die weitere Investition.

    Die Aufbereitungsfläche für das Heizmaterial befindet sich auf dem Gelände der Kreismülldeponie in Kirchberg und ist mit der im Bau befindlichen dritten Anlage dann optimal ausgelastet. Die bisherigen Betriebserfahrungen hätten gezeigt, dass die direkt an das jeweilige Heizhaus angegliederte Lagerhalle die richtige Entscheidung war. Das Brennmaterial wird in Bunkern zur weiteren Trocknung eingelagert und kann zu jeder Zeit bei Bedarf aufgefüllt werden.

    Die geplante Wärmeleistung für Emmelshausen wird auf etwa zwei Millionen Kilowattstunden geschätzt. (Simmern 2,8 Millionen kWh, Kirchberg 1,7 Millionen kWh). Damit können rund 200.000 Liter Heizöl eingespart werden. Bei einem Literpreis von 0,85 Euro beläuft sich die Einsparung in Emmelshausen auf 170.000 Euro. Berücksichtigt man die beiden Anlagen in Simmern und Kirchberg dazu, betragen die jährlichen Einsparungen 550.000 Euro.

    1000 Meter Steuerleitung, 800 Meter Datenkabel, 500 Meter Graben, 800 Meter Telefonleitung, 700 Meter Stromkabel sind zwischenzeitlich verlegt worden. Stark ausgeweitet werden musste die Maßnahme am 30 Jahre alten Schulgebäude, zumal der Versorgungsschacht nicht mehr wasserdicht war und durch die Bodenaufschüttung im unteren Schulhofbereich Mehrarbeit auf die ausführenden Baufirmen zukam. Ebenso wurde eine neue Feuerwehrzufahrt geschaffen, das Umfeld des Heizwerks wird asphaltiert.

    Das Stichwort „Regionale Wertschöpfung“ ist für Landrat Bertram Fleck von hoher Bedeutung. „Wir Eltern und Großeltern schneiden im eigenen Garten die Äste ab, die dafür sorgen, dass unsere Kinder und Enkelkinder einen warmen Lernplatz in der Schule haben“, sagte der Landrat. „Die Ressourcen der Region können genutzt und Arbeitsplätze vor Ort erhalten werden. „Mit diesem weiteren Projekt liefert die RHE einen wichtigen Beitrag zum Null-Emissions-Landkreis, dem wir mit großen Schritten entgegen marschieren,“ so Fleck. sub

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