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    Die Hunsrück-Kaserne ist gerettet

    Die Hunsrück-Kaserne in Kastellaun bleibt als Bundeswehrstandort erhalten. Die Entscheidung des Verteidigungsministeriums wurde am Mittwoch mit großer Erleichterung im Rhein-Hunsrück-Kreis aufgenommen.

    Kastellaun - Die Hunsrück-Kaserne in Kastellaun bleibt als Bundeswehrstandort erhalten. Die Entscheidung des Verteidigungsministeriums wurde am Mittwoch mit großer Erleichterung im Rhein-Hunsrück-Kreis aufgenommen.

    „Ich bin überglücklich“, zeigte sich Kastellauns Bürgermeister Marlon Bröhr überaus zufrieden. Wochen und Monate herrschte große Ungewissheit darüber, ob die Hunsrück-Kaserne dem Rotstift des Verteidigungsministeriums zum Opfer fällt. Doch nun heißt es vorerst „aufatmen“. Der Standort bleibt, die Zahl der Dienstposten wird jedoch von 1000 auf 790 Personen reduziert. Das bedeutet, 210 Menschen werden voraussichtlich ab dem Jahr 2013 den Standort verlassen. Ob davon nur Soldaten oder auch Zivilangestellte betroffen sein werden, ist noch völlig unklar. Das ändert allerdings nichts an dem Umstand, „dass die Bundeswehr ein wichtiger Teil unserer Bevölkerung ist, die das Stadtbild positiv mitprägt“, wie Marlon Bröhr betonte. Der VG-Chef dankte vor allem Staatssekretär Peter Bleser (CDU), der sich in Berlin für den Erhalt der Hunsrück-Kaserne stark gemacht hat.

    Bleser nannte die Entscheidung, den Bundeswehr-Standort in Kastellaun zu belassen, „ein tolles Ergebnis einer langen Entwicklung“. Mit dem frühzeitigen Aufbau der modernen Nachrichten-Technologie habe man bei den Fernmeldern in Kastellaun rechtzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt. „Die Technik ist jetzt so weit vorangeschritten, dass man sich unverzichtbar gemacht hat“, sagte Bleser. Die Bedeutung der Hunsrück-Kaserne für den strukturschwachen Kreis habe außerdem bei der Entscheidung Berücksichtigung gefunden.

    Landtagspräsident Joachim Mertes hatte vor allem auch persönliche Gründe, sich über die Erhaltung des Standortes zu freuen: „Ich habe dort meine politische Karriere begonnen.“ Im Jahr 1972 war Mertes in der Kastellauner Kaserne Feldwebel. Sein politisches Wirken begann zur gleichen Zeit als Juso-Vorsitzender. „Ich freue mich für die Soldaten und ihre Familien, denn sie wissen nun, wie es für sie persönlich weitergeht“, sagte Mertes im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Positiv und erleichtert – so fielen auch die ersten Reaktionen auf dem Kastellauner Kasernenhof aus. Zuvor war bekannt geworden, dass der Bundeswehrstandort dem Rhein-Hunsrück-Kreis erhalten bleibt. „Ich bin mit der Entscheidung zufrieden“, sagte Oberstleutnant Sven Voigtmann, der Kommandeur der Hunsrück-Kaserne, im Gespräch mit unserer Zeitung. Er nannte die gute Infrastruktur, dazu gehören unter anderem der Truppenübungsplatz und die Schießanlage, die wohl auch mit ausschlaggebend für die Entscheidung des Verteidigungsministeriums waren, den Standort zu erhalten. Zudem lobte Voigtmann die enge Verbindung zwischen den Soldaten und der Hunsrücker Bevölkerung.

    Das bekräftigte auch Oberstabsfeldwebel Klaus Häfner: „Die Kaserne ist in der Region fest verwurzelt.“ Er betonte, dass die sieben Kastellauner Kompanien seit Jahren engen Kontakt zu ihren Patengemeinden pflegen. Eine davon ist seit 1995 Alterkülz. Deren Bürgermeister ist Häfner selbst. Zur Standortentscheidung sagte der Berufssoldat: „Viele Kameraden dürfen durchatmen, weil sie im Hunsrück wohnen bleiben können. Das betrifft auch mich persönlich.“ Und Leutnant Christoph Schmitz ergänzte; „Es ist schön, dass der Standort erhalten bleibt, weil er vielen Menschen in der Region einen Arbeitsplatz bietet.“

    Zwar blieb der Kastellauner Bundeswehrstandort von einer Schließung verschont. Dennoch wird es auch in der Burgstadt Einschnitte geben. Personell wird der Standort verkleinert. Thomas Torkler/Maximilian Eckhardt

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