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    B 50: Baumaßnahmen sollen Geisterfahrten verhindern

    Mit verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen sollen künftig Falschfahrten vermieden werden. Alle 18 Anschlussstellen der B 50 zwischen Büchenbeuren und Rheinböllen werden zurzeit sicherer vor Geisterfahrern gemacht.

     

    Von unserem Mitarbeiter Werner Dupuis

    Für jeden Autofahrer ist es die Horrorvorstellung schlechthin: Er ist unterwegs auf einer vierspurigen Straße und plötzlich kommt ihm auf seiner Seite ein Fahrzeug entgegen. Auf der B 50 zwischen dem Flughafen Hahn und der Auffahrt zur A 61 geschieht das relativ häufig.

    Mit größeren Schildern, mehr Richtungspfeilen, durchgezogenen weißen, besser reflektierenden Mittelstreifen auf den Zufahrten, sowie mehrere Zentimeter hohen Leitschwellen aus Kunststoff, über die ein Autofahrer nicht unbemerkt drüberfahren kann, wird nun Vorbeuge geleistet.

    Mit all diesen Maßnahmen sollen die Kraftfahrer abgehalten werden, auf die falsche Seite der Auffahrt zu gelangen und so zum Geisterfahrer und hochgefährlichen Sicherheitsrisiko zu werden. 55 Geisterfahrer zählte die Simmern Polizei in den vergangenen zweieinhalb Jahren auf den rund 35 Kilometern zwischen der Autobahn und dem Hahn.

    Der letzte wurde am Wochenende registriert. Und ziemlich genau vor einem Jahr, am 15. Oktober,  endete die Falschfahrt eines 72-Jährigen zwischen Simmern und Kirchberg mit einem frontalen Zusammenstoß, der vier Verletzte und einen Schaden von 200.000 Euro forderte.

    Keine Antwort gibt es darauf, warum die Zahl der Falschfahrer auf diesem Streckenabschnitt im Vergleich zu anderen Routen überproportional hoch liegt. Zur Prävention wurde eine Kommission von Polizei, der Verkehrsbehörde beim Rhein-Hunsrück-Kreis und dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) gebildet. Um Lösungsmöglichkeiten zu finden, diskutierte die Expertenrunde nicht nur intensiv die Problematik, sondern nahm auch alle Anschlussstellen unter die Lupe.

    Aus den gesammelten Erkenntnissen resultieren die nun veranlassten individuellen Veränderungen an den Zufahrten. 355.000 Euro werden in die höhere Verkehrssicherheit investiert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. Um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten, wird, wenn möglich, jede Auffahrt während der Bauarbeiten nur halbseitig gesperrt. Witterungsbedingt kann es zu Verzögerungen kommen. Die Markierungsarbeiten, bei der stark reflektierende Farbe auf die Fahrbahn aufgebracht werden muss, können nur erfolgen, wenn es trocken ist und nicht zu kalt.

    „Wir wollen damit die Anzahl der Geisterfahrten erheblich mindern", formuliert Friedbert Lohner, Abteilungsleiter beim LBM, auch im Namen seiner Mitstreiter. Er weiß aber auch, dass Falschfahrten sich nicht komplett verhindern lassen. Alle baulichen Veränderungen, größere Schilder, und reflektierende Streifen und Flächen nützten nichts, wenn beim Auffahren auf die Gegenfahrbahn Unkonzentriertheit, Überforderung, Alkohol, Drogen oder sogar Übermut im Spiel sind.

     

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